Sony soll Entwickler zu seinem Plan befragt haben, ab 2028 auf physische Datenträger zu verzichten, und deutet eine mögliche Kehrtwende an

PlayStation 2 Spiele in einer Verkaufskiste

Ein Leaker behauptet, Sony habe Post an verschiedene Entwickler verteilt, um herauszufinden, wie diese zum Ende der Disc stehen.

Was für ein Leaker ist das? „Moore’s Law Is Dead“ oder kurz MLID, ist ein bekannter Tech-YouTuber, Podcaster und Hardware-Leaker, der sich auf unveröffentlichte Informationen über Computer-Hardware, Grafikkarten und Konsolen stützt. Regelmäßig landet er richtige Treffer, aber ähnlich oft liegt er mit seinen „Leaks“ auch daneben.

Entsprechend sind seine Äußerungen mit einer Portion Skepsis zu genießen.

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Leaker meint, Sony könnte das Ende der Disc noch revidieren, doch wie wahrscheinlich ist das?

Was genau sagt er? „Moore’s Law Is Dead“, behauptet, dass ihm Entwickler eine Umfrage von Sony haben zukommen lassen sollen. Konkret soll es darin darum gehen, dass Sony von den Entwicklern wissen möchte, wie sie zur Abschaffung der Datenträger stehen.

„Moore’s Law Is Dead“ glaubt, dass dahinter auch eine potentielle Kehrtwende des japanischen Herstellers stecken könnte: Bekomme man genügend Feedback, welches gegen das Ende der Disc spräche, wäre man am Ende gegenüber den Spielern zu einem Eingeständnis bereit. Was das am Ende genau ist, ist nicht bekannt. Der Leaker sagt selbst auf seinem YouTube-Channel:

[…] Ich habe im letzten Livestream außerdem verraten, dass Sony eine Umfrage an die Entwickler verschickt hat. Das haben mir meine Kontakte erzählt: eine umfangreichere Umfrage als fast je zuvor, wenn nicht sogar die umfangreichste überhaupt. Und darin gab es eine Frage, die im Grunde genommen auf indirekte Weise versuchte zu erfragen: „Gibt es ein Problem damit, wie wir Spiele physisch verkaufen?“ – oder so ähnlich –, um von den Entwicklern Feedback zum Verzicht auf Discs einzuholen.

Ich würde also sagen, dass all diese Dinge einfach so in der Luft liegen, aber ich dachte, das könnte eine Geschichte wert sein. Da ist zum einen Yoshida, der plötzlich ziemlich direkt gegen Herman Hulst schießt, während er vor einem Monat noch sehr diplomatisch war. Zum anderen verkauft sich „Wolverine“ nach wie vor in großer Stückzahl als physische Ausgabe. Und dann gibt es noch Sony, das anfängt, Entwickler zu fragen, ob sie Bedenken hinsichtlich der Abschaffung physischer Medien haben – was darauf hindeutet, dass sie erkannt haben: Wenn sie eine Menge Feedback erhalten, würden sie vielleicht eine Art Eingeständnis in dieser Sache in Betracht ziehen. Wir werden sehen.

Wie steht Sony dazu? Sony hatte in einem Statement bereits betont, dass man an dem Ende der Disc trotz lauter Kritik festhalten wolle. Die Entscheidung sei gefallen und man wolle diese nicht mehr ändern. Es dürfte außerdem unwahrscheinlich sein, dass Sony seine Pläne noch ändert, denn das wichtigste Presswerk für physische Medien hat Sony bereits umgebaut. Das Magazin WCCFTech, welches ebenfalls über den Leaker berichtet, hält dieses Szenario selbst für nur bedingt wahrscheinlich.

Sony und Xbox werden beide für ihre Entscheidungen rund um ihre Konsolen kritisiert. Und beide stehen derzeit nicht sonderlich hoch in der Gunst der Spieler. Das liegt vor allem an schwierigen Entscheidungen, die von vielen Nutzern nicht gutgeheißen werden: PS6 und Project Helix wetteifern gerade darum, wer die schlechteste Konsole der nächsten Generation wird

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