Ein Software-Ingenieur lebte in einem Wohnwagen und schlug sich mit kleinen Nebenjobs durch. Er war ein Jahr arbeitslos und fand keinen Job mehr, da er immer abgelehnt wurde. Seinen letzten Job hatte er durch KI verloren, dennoch hatte er KI zu schätzen gelernt.
Update vom 22. April 2026: Mittlerweile ist Shawn K wohl wieder in der Arbeitswelt angekommen. Laut LinkedIn habe er kurz nach dem großen Interview einen Job als Director of Engineering erhalten. Wir drücken die Daumen, dass es auch dabei bleiben wird.
Ursprünglicher Text:
Ein ehemaliger Software-Ingenieur lebte in einem Wohnwagen und schlug sich mit Gelegenheitsjobs durch. In einem Gespräch mit Fortune erklärte er, dass er zweimal seinen Job verloren hatte: zum ersten Mal nach der Finanzkrise 2008 und ein weiteres Mal nach der Corona-Pandemie. Doch jedes Mal sei er wieder auf die Beine gekommen.
Im April 2024 bekam er dann seine dritte Kündigung. Damals arbeitete er bei einem Unternehmen, welches sich auf das Metaverse spezialisierte: Die Revolution der Technologiebranche durch KI spielte sich direkt vor seinen Augen ab.
Er lebte in einem Wohnwagen und überlebte mit kleinen Jobs
Wie steht er aktuell da? Zum Zeitpunkt des Gesprächs lebte er in einem kleinen Wohnwagen im Zentrum New Yorks ohne Aussicht auf einen neuen Job im technischen Bereich und musste sich kreativen Strategien zuwenden, um über die Runden zu kommen. Dazu gehört, dass er Haushaltsgegenstände über eBay verkaufte und Essenslieferungen für einen Anbieter auslieferte. Insgesamt verdiente er damit aber nur ein paar hundert US-Dollar.
Er hatte auch überlegt, noch einmal eine Schule zu besuchen, um ein technisches Zertifikat zu erwerben oder sogar seine CDL-Lizenz für LKWs zu machen. Das Problem war jedoch die hohe finanzielle Hürde, die er nicht stemmen konnte.
Keinen Groll gegen KI, aber es sei frustrierend, wie Firmen Jobs wegen KI streichen
Wie war sein Verhältnis zu künstlicher Intelligenz? Obwohl KI ihn aus seinem letzten Job verdrängt hat, hegte er keinen Groll gegen künstliche Intelligenz. Aber, das fügt er hinzu, sei es frustrierend mitanzusehen, wie Unternehmen KI einsetzen, um Kosten zu sparen und auf diese Weise wertvolle Mitarbeiter zu ersetzen. So erklärte er:
Wenn KI wirklich einen besseren Job machen kann als ich, werde ich nicht hier sitzen und mich schlecht fühlen, weil sie mich ersetzt hat und nicht die menschliche Note hat. (…)
Ich glaube, es gibt ein Problem, bei dem die Leute in der alten Denkweise feststecken: Wenn ich die gleiche Arbeit, die 10 Entwickler machen, mit einem Entwickler machen kann, dann sollten wir das Entwicklerteam einfach abbauen, anstatt zu sagen: Oh, wir haben ein Team von 10 Entwicklern, wir sollten das 1000-fache der Arbeit machen, die wir vorher gemacht haben.
Und obwohl es seit Jahren Befürchtungen gibt, dass KI Arbeitsplätze ersetzen könnte, glaubte der 43-Jährige, dass seine Erfahrung nur der Anfang einer „sozialen und wirtschaftlichen Katastrophenflut“ sei und noch viele weitere Personen folgen könnten.
Gibt es sichere Jobs? Der Chef von ChatGPT erklärte in einem Interview, welche Berufe eine KI nicht ersetzen könne. Insgesamt sind ihm 34 Berufe eingefallen, die vor künstlicher Intelligenz sicher seien. Neben Busfahrern und Friseuren gehören auch einige andere, weniger bekannte Jobs dazu: Der Erfinder der KI ChatGPT verrät, welche 34 Berufe eine KI niemals ersetzen kann
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Und ich arbeite Vollzeit und will in einem Wohnwagen wohnen, darf es aber nicht , da es nicht als fester Wohnsitz erlaubt ist ;(
ich brauche nicht viel, ne Zocker Ecke kann ich mir machen und mit meiner Switch (2) kann ich auch im Wohnwagen spielen. Schönes Vorzelt, kleines Gärtchen , grillen 🤤🥰
für meine 2 Söhne wenn sie bei mir sind sollte auch Platz genug sein, muss ja kein Mini Wohnwagen sein.
Er stellt sich aber auch unglaublich blöd an. Er könnte mit seinem Wissen sehr schnell auch auf die physische Seite der IT umsatteln, wenn es denn wirklich nichts im Software Bereich gibt. Da steigt die Nachfrage aktuell sogar und die nötigen Zertifikate kosten so wenig, dass sogar er sich das leisten könnte. Damit verdient er vielleicht keine 150k mehr aber auf jeden Fall mehr als jetzt. Aber gut. Soll er halt in seinem Wohnwagen hocken und Lieferbursche bleiben. Als gäbe es für so jemanden keine Alternative als alles oder nichts… -.-‘
Fishy
KI ist aktuell etwa auf dem Level zwischen Werksstudent und Junior. Der Kerl ist schlechter als das. Jo, also für 150k würde ich ihn definitiv auch nicht einstellen.
Aktuell ist eher das das Problem in vielen Firmen: Es wurden haufenweise Code Monkeys eingestellt um massenweise Code zu schreiben für 5x über eigentlichen Wert. Geld ja war da. Die Ergebnisse waren nicht gut, aber dank der Masse an neuen Releases, konnten halt Fehler schnell korrigiert werden.
Tja, jetzt ist ihnen nicht nur das Geld ausgegangen, sondern es gibt auch noch extrem billige digitale Code Monkeys, die sogar auch nicht murren oder gar so etwas wie Recht besitzen. Also raus mit den Leuten
Die Tätigkeit von Softwareentwicklern besteht darin, sich selbst möglich schnell überflüssig zu machen. Wenn man es nicht schafft mit einer Marktlücke selbst zu Reichtum zu gelangen, ist man nur eine Zahl auf einem Maßband, die zu einem vorausberechneten Zeitpunkt abgeschnitten wird, der Countdown läuft schon lange.
Nicht der Erste und nicht der Letzte. Könnte einen Boom geben für den Handwerksberuf
Es mag zwar alles größtenteils in Kinderschuhen stecken, aber so rasend schnell wie sich alles entwickelt auch in Richtung künstlicher Intelligenz und Robotik. Hatte vielleicht James Cameron mit seinen Terminator Filmen doch schon die Zukunft vorausgesagt?
Oder vielleicht eher Alex Proyas mit I, Robot? Irgendwie abwägig würden beiden nicht klingen. Zwar nicht von heute auf morgen aber in ferner Zukunft?
Könnte uns allen blühen.
Was sagen aktuell die Preise für Wohnwagen?
Busse und Ubahnen fahren bereits ohne Fahrer. Und als Friseur könnte man wahrscheinlich bereits einen spezialsierten Roboter einsetzen der das besser und schneller macht. Ok das mit dem Quatschen ist dann nicht dabei. 😉
Da liegt er leider falsch.
Das erzwungene Gequatsche beim Friseur nervt am meisten. Ein Roboter Friseur würde ich jederzeit vorziehen.
Doch, das Quatschen wäre dabei. Heißt ja nicht umsonst “Chat”GPT 🙂