MeinMMO-Redakteur Nikolas Hernes spielt eigentlich keine MMORPGs, aber ein Sci-Fi-Film von Legende Steven Spielberg zeigt ihm, warum diese Welten so faszinierend sind.
Ich spiele keine MMORPGs. In Final Fantasy 14 habe ich zwar ein paar Stündchen verbracht, aber so richtig konnte mich das Genre nicht packen. Aber ich finde Geschichten innerhalb von MMOs trotzdem spannend – vor allem die Dynamiken innerhalb der Communitys faszinieren mich immer wieder. Ich liebe etwa die Story hinter der WoW-Pandemie.
Deshalb schaue ich aber gerne immer wieder Ready Player One. Der Sci-Fi-Film zeigt die digitale Welt von OASIS und wie ein Spieler sie mit seinen Freunden vor einer fiesen Firma retten möchte, denn wer ein goldenes Ei findet, wird der Besitzer dieser Welt
Der Film an sich ist solide: Die Story ist simpel, die Figuren nicht sonderlich komplex und der Fokus liegt auf vielen Easter Eggs. Aber die Kernidee hinter Ready Player One erfüllt mich immer wieder mit Freude.
In dieser Woche erwarten euch jeden Tag spannende Artikel rund um das Thema MMORPG. Mit dabei: nostalgische Rückblicke, spannende Analysen namhafter Branchen-Veteranen, Ausblicke auf kommende Online-Rollenspiele und launige Streams.
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Der Kampf für eine digitale Welt
OASIS wird von unzähligen Menschen so sehr geliebt, dass sie zusammen gegen einen gemeinsamen Feind kämpfen – einen Firmenchef, der aus OASIS eine kommerzialisierte Werbeplattform machen möchte.
In einer Zeit, in der so viele Spiele einfach verschwinden, abgeschaltet werden und für immer verloren gehen, berührt mich diese Kernidee auf eine Weise, die ich kaum in Worte fassen kann. Sie erfüllt mich mit echter Freude und einer tiefen, fast trotzigen Hoffnung.
OASIS ist für die Spieler in Ready Player One nicht einfach nur ein Multiplayer-Spiel, es ist eine der wenigen Möglichkeiten, sich in einer dystopischen Welt zu entfalten und die Dinge, die man liebt, mit anderen Gleichgesinnten zu feiern – deswegen funktionieren für mich auch die vielen Anspielungen.
Ein gemeinschaftlichers Erlebnis
Ready Player One könnte man leicht für den übermäßigen Einsatz von Easter Eggs kritisieren, immerhin finden sich unzählige Figuren und Franchises im Film, die nur für einen Aha
-Moment sorgen sollen, aber genau das passt perfekt zum seichten Film und der Idee hinter OASIS.
Wenn ich Ready Player One schaue, freue ich mich jedes Mal auf den Giganten aus dem All und MechaGodzilla, denn obwohl ich weiß, dass beide Figuren auftauchen, zaubert mir ihr Auftritt ein Lächeln ins Gesicht. Genau diese Freude entfaltet sich im Kino oder im Wohnzimmer, wenn man mit anderen gemeinsam schaut.
Die Liebe zu Franchises oder Figuren erfüllt den Raum, und so fühlt es sich für mich an, wenn ich über Erlebnisse oder schöne Momente in einem MMORPG höre. Wenn völlig Fremde das Outfit oder die Waffe loben, die man sich erarbeitet hat, dann ist das nicht nur stumpfes Lob, es verwandelt die digitale Welt in einen gemütlichen Ort.
Dabei muss ich auch an Crossover-Skins denken, vor allem bei so etwas wie Fortnite. Am Ende des Tages sind die nur dazu da, Kohle einzuspielen, aber wenn jemand Godzilla, Goku oder John Wick so sehr mag, dass er damit andere im Shooter bekämpft, dann kann ich das wertschätzen.
Ready Player One verkörpert mit jeder Faser genau diese Liebe, die wir alle spüren, wenn wir über unsere liebsten Filme, Serien, Spiele oder einfach Figuren reden.
Das finde ich toll, und genau dieses Gefühl zieht mich zum Film zurück, und genau so stelle ich mir auch das Gefühl von MMO-Spielern vor, die Stunden in ihrer geliebten digitalen Welt verbringen.
Was haltet ihr von Ready Player One und kennt ihr noch andere Filme, die die Faszination hinter MMORPGs einfangen können? Schreibt es uns gerne in die Kommentare. Mehr über Grindfest 2026 von MeinMMO lest ihr hier: Weil MMORPGs das schönste Genre der Welt sind, feiern wir eine Woche lang das Grindfest mit mehr als 30 Inhalten!
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Genau wie bei Enders Game, ist das Buch um Längen besser, als die mainstreamige, actionlastige Verfilmung. Im Buch machen die Rätsel und Lösungen deutlich mehr Laune, im Film wirkt es ehr wie eine Randnotiz. Auch die Easter Eggs, die Liebe zum Retro-Gaming und das emotionale wirken im Buch weniger aufgesetzt. Der Film war okay, doch wenn dieser dich schon begeistert und du das Buch noch nicht gelesen hast, solltest du es zwingend nachholen. 🙂
Bedauerlicherweise scheint Ready Player One jedoch eine Eintagsfliege von Ernest Cline zu sein. Armada war wirklich langweilig zu lesen, zog sich wie Kaugummi und war spannungsarm. Da die Kritiken auch Ready Player Two zerrissen haben, traute ich mich bis heute nicht. Da lese ich aktuell lieber Dungeon Crawler Carl 😅