Der größte Star von CS:GO zeigt Valorant auf Twitch: „Riot tanzt sicher vor Freude“

Der Ukrainer Oleksandr „s1mple“ Kosytliev (23) ist der größte Star in Counter-Strike: Global Offensive und gilt vielen als einer der besten Spieler des Shooters. Der zeigt auf seinem Twitch-Kanal nun das Konkurrenz-Spiel von Riot, Valorant. Ein Kommentator von CS:GO sagt dazu: Riot kann sein Glück da sicher kaum fassen. Aus Business-Sicht sei das eine schlechte Entscheidung, die Konkurrenz kostenlos so zu unterstützen.

Das ist s1mple: Der Ukrainer s1mple ist sowas wie die Ikone von CS:GO. Der 23-Jährige spielt seit 2016 für das Top-Team Natus Vincere als AWPler, also als Scharfschütze, und gilt gemeinhin als einer der besten CS:GO-Spieler aller Zeiten, in jedem Fall ist er aktuell der größte Star im Spiel.

Der Ukrainer streamt zwar relativ selten auf Twitch, der hat ein Problem mit der Plattform, wurde schon häufiger gebannt und regte sich darüber furchtbar auf. Aber wenn er mal auf der Streaming-Seite unterwegs ist, schauen ihm bis zu 70.000 Leute zu: Jeder will sich Tricks vom Profi abschauen.

Was macht er in Valorant? s1mple hat letzten Dienstag nach langer Zeit mal wieder in Valorant reingeschaut: Das erste Mal seit Juli 2020. Seinen Stream kündigte er auf Twitter an, mit der Bemerkung „Valorant sei eigentlich ein zu einfaches Spiel für ihn.“

Sein Stream zum Spiel dauerte dann 7 Stunden, in der Spitze sahen ihm 40.170 Leute zu. Im Schnitt waren es etwa 26.000 Zuschauer – damit ist er in den Top 5 der letzten 30 Tage.

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Darf das Gesicht von CS:GO das Spiel der Konkurrenz zocken?

Darum ist dieser Stream so bedeutsam: Der professionelle CS:GO-Kommentator Auguste „Semmler“ Massonat erklärt in einem Video, warum dieser Stream so bedeutsam ist und aus seiner Sicht sogar schwierig.

Denn hier macht „das Gesicht von CS:GO“ kostenlos Werbung für Valorant, den größten Rivalen von Valves-Taktikshooter. Denn Valorant wird von vielen als direkte Konkurrenz zu CS:GO gesehen, manche sprechen sogar vom „CS:GO“ –Killer.

Semmler erklärt in einem Video (via YouTube), dass Riot Games großen Streamern wie Ninja und shroud viel Geld bezahlt hat, um so einen Effekt zu erzielen, wie ihn s1mple ihnen jetzt gratis spendiert. Das sei ein „big win“ für Valorant, erklärt er:

„Du weißt einfach, gerade knallen die Champagnerkorken, als sie sehen, dass s1imple seinen Stream anmacht und Valorant für zehntausende Fans streamt. Jeder bei Riot spritzt grade mit Champagner rum, die Musik dröhnt, jeder tanzt vor Freude auf dem Tisch – das ist wirklich so ein gutes Event für sie.“

August “Semmler” Massonat

Semmler erklärt dann: Niemand würde es jucken, wenn ein CS:GO-Spieler aus der 2. oder 3. Reihe mal Valorant auf Twitch zeigt, aber bei s1mple sei es, was anderes.

Der sei das Gesicht von CS:GO, der Spieler, den jeder kenne. Wenn der Valorant spielen wolle, könne er das ja, das sei okay, aber bitte nicht auf Twitch. Wenn er das Gesicht von CS:GO bleiben wolle, dann müsse er CS:GO treu bleiben, sonst kämen Gerüchte auf „CS:GO sei ein totes Spiel.“

Valorant startet mit großem Hype auf Twitch – Plan von Riot geht auf

Der Kommentator sagt: s1mple mache sich sicher nicht diese Gedanken und spiele nur aus Jux mit ein paar Freunden Valorant. Aus „Business“-Sicht hält er dieses Verhalten aber für fragwürdig.

E-Sport-Titel ringen um die größten Stars und besten Talente

Das steckt dahinter: Der E-Sport-Markt ist umkämpft. Es geht nicht nur um Zuschauer, sondern auch um Spieler, die man an Valorant verlieren könnte:

In den letzten Monaten sind viele weitere Profi-Spieler von Fortnite, Overwatch und eben auch CS:GO zum “neuen, attraktiven Valorant” gewechselt. Das Erscheinen eines solchen Spiels hat dann Wellenwirkungen auf die Konkurrenz-Spiele und wird dann schon argwöhnisch beobachtet von Leuten, deren Arbeit eng mit einem der “alten Spiele” verknüpft ist.

Semmler glaubt aber, von Valorant gehe keine echte Gefahr aus. CS:GO müsse sich keine Sorgen machen, ein “sterbendes Spiel zu sein”, wenn man regelmäßig über eine Million Spieler auf Steam hat.

Valorant, glaubt er, laufe sicher nicht so gut. In Korea spiele es etwa überhaupt keine Rolle. Sicher sei die Spielerbasis von Valorant winzig, meint er: Wenn die gute Zahlen hätte, würde Riot gar nicht aufhören können, die ständig jedem ins Gesicht zu brüllen.

Die wahrscheinlich schönste Geschichte über s1mple auf MeinMMO kam mal zu Stande, als der einfach zu lange auf Tour mit seinem E-Sport-CLan war:

Einer der besten CS:GO-Spieler der Welt ist überspielt, herrlich verwirrt auf Twitch

Quelle(n): Inven
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Oh Long Johnson

Lol der Typ hat ja gar keine Ahnung.
15 Millionen aktive Spieler pro Monat und auch ca 1 Million gleichzeit aktiver Spieler pro Tag bei valorant. CS:GO sollte sich warm anziehen

Cliff

Die Ära der Shooter wird auch irgendwann sein Ende finden bzw. wie andere Genres sich irgendwann in ein “Durchschnitt” einpendeln. Die “Menschen”, sowie die “Technolgien” entwickeln sich weiter, das ist der Lauf der Dinge. Auch wenn es noch Jahre dauern wird.
Ich spiele wieder CS:GO noch Valorant aktiv, aber es ist immer lustig zu sehen, wie gewisse Spielergruppen ihr Spiel gegen jede negative Aussage verteitigen, als hänge ihr Leben davon ab und die Realität einfach verdrängen.
Beide Spieler haben ihre Darseinsberechtigung, aber es wird in der Zukunft ein Plattformwandel kommen, der mobile Markt wächst exponentiell zumals im asiatischen Markt.

Fazit “sterben” ist in dem Fall vielleicht ein zu starkes Wort, aber CS:GO ist kein “wachsendes” Spiel, wo man sagen kann ihr ein paar Jahren wird es der “one-and-only” sein, eher der Gegenteil, es wird in der Masse verschwinden, sowie es auch sein sollte, bei allen Spielen.

Max Mustermann

Wird dann irgendwann ein MMORPG auf ESport Events gezockt? Warum sollten Shooter ihren Stellenwert verlieren, allein CS läuft seit über zwanzig Jahren Erfolgreich. Die Shooter werden moderner und passen sich an die Zeit an, siehe Overwatch, aussterben werden sie wohl eher nicht.

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