Rüffel an der Börse für Take-Two, weil Red Dead Online schwächelt

Der Publisher von Red Dead Redemption 2, Take-Two, hat einen Rückschlag an der Börse erlebt. Die Aktie fiel um fast 14%. Als einen Lichtblick gibt Take-Two nun Red Dead Online an. Dort erwartet man ab April 2019 mehr Inhalte.

Das war der Ärger: Der Publisher hinter Red Dead Redemption 2 ist Take-Two. Die hatten ihren Earning Call in der letzten Woche am Mittwochmittag deutscher Zeit. Dort legten sie ihre Zahlen offen und beantworteten Fragen von Analysten.

Man könnte annehmen, dass nach den exzellenten Verkaufs-Zahlen von RDR2 in 2018 die Aktie steigen würde – doch das Gegenteil war der Fall.

Red Dead Redemption 2 hat sich zwar im Weihnachtsquartal hervorragend verkauft, aber die Aussichten für das laufende 1. Quartal 2019 sind nicht so hoch, wie es die Analysten der Wall Street gerne gesehen hätten.

Die Profit-Erwartung von Take-Two wurde zwar erhöht, aber auf eher niedrigem Niveau.

red-dead-redemption-2-arthur-dual-wield

So reagiert die Börse: Wie Marketwatch berichtet, senkte daher der Analyst Evan Wingren (KeyBank Capital Markets) seine Empfehlung für die Aktie von Take-Two von 147$ auf 119$.

Als Grund nannte der Analyst Wingren “minimalen Umsatz bei Red Dead Online, bis zum Fiskaljahr 2020.”

Das Fiskaljahr 2020 beginnt am 1. April 2019.

Der Kurs von Take-Two sank um fast 14% nach der Vorstellung der Zahlen.

Ein anderer Analyst, Michael Olson (Piper Jaffray), hingegen sagte, diese negative Einschätzung sei zu harsch. Er blieb bei seiner hohen Kurs-Empfehlung von 152$. Die Chefs von Take-Two hätten „geliefert“ und blieben über den Erwartungen.

Dennoch kam es zu diesem herben Kursverlust für Take-Two, von dem sich die Aktie dann in der letzten Woche zwar etwas erholen konnte, aber es blieb ein Wertverlust hängen.

Take_Two-Chart
Die Aktie von Take-Two brach nach der Veröffentlichung der Zahlen ein. Quelle: Finanzen.net

Das ist das Problem bei Red Dead Online: Zwar hat sich das Singleplayer-Spiel „Red Dead Redemption 2“ tatsächlich hervorragend verkauft. Doch der Titel startete ohne einen Multiplayer-Modus.

Red Dead Online wurde lediglich in einer Beta-Version nachgereicht. Die scheint aber noch nicht in Gang gekommen zu sein. Es fehlen noch viele Features und es ist wenig damit passiert.

Es gibt Mikrotransaktionen in Red Dead Online, aber nichts zu kaufen

Zwar verkauft man schon Gold für Mikrotransaktionen, Spieler wissen aber nicht, was sie sich von diesem Gold überhaupt kaufen sollen.

Daher sind die Einnahmen von Red Dead Online noch niedrig und deswegen sind auch die Einnahmen-Erwartungen für das laufende 1. Quartal 2019 unten, während die Wall Street riesige Erwartungen hatte.

Red Dead Redemption 2 Schuss Detail

Ab April soll mehr für Red Dead Online kommen

Das sagt Take-Two nun: Die Finanzchefin von Take-Two sagt, man erwarte, dass Online-Inhalte für „Red Dead Redemption 2“ im 2. Quartal 2019 deutlich schneller kommen. Daher erwartet man auch, dass die Profite zu der Zeit nach oben schnellen.

Auch der Chef von Take-Two, Strauss Zelnick sagt, man erwartet ab April 2019 stärkere neue Inhalte. Man sei begeistert darüber und warte darauf.

Red Dead Redemption 2 Arthur Pferd Zug

Das ist die Gesamt-Situation an der Börse für Videospiel-Firmen: In der letzten Zeit mussten einige große Videospiel-Firmen Federn an der Börse lassen.

Neben Take-Two wurde auch Electronic Arts abgestraft. Bei Activision Blizzard erwartet man nun Entlassungen, um einen Kursverlust abzufedern.

Bei Venturebeat heißt es, die großen westlichen Videospiel-Firmen hätten alleine im Januar 2019 die unglaubliche Summe von 20 Milliarden US-Dollar an Marktwert verloren.

Beobachter wie eben Venturebeat glauben, das liegt am Aufschwung von Fortnite. Das Studio hinter Fortnite, Epic, wird nicht an der Börse gehandelt. Investoren haben es schwer, sich am Erfolg des Studios zu beteiligen. Offenbar haben viele Analysten und Investoren den Eindruck, der Aufschwung von Fortnite geht zu Lasten der bisherigen Studios, auch wenn die das bestreiten.

Marketwatch spricht gar vom “Fortnite-Effekt.”

Das sind einige der Pläne, die Red Dead Online 2019 nach vorne bringen sollen:

Mit diesen 5 Dingen soll Red Dead Online 2019 besser werden
Quelle(n): marketwatch, Transkript Earning Call Take-Two
Deine Meinung? Diskutiere mit uns!
6
Gefällt mir!
Kommentar-Regeln von MeinMMO
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Community-Aktivitäten
Hier findest Du alle Kommentare der MeinMMO-Community.
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
23 Kommentare
Neueste
Älteste Meisten Abstimmungen
Inline Feedback
Alle Kommentare anzeigen
Genisis_S

Read Dead online macht mir auch einfach keinen Spaß.

Zu wenig zu tun, zu viele Griefer, zu teure Preise. Also als Singleplayer Game funktioniert RDR wirklich sehr gut, aber als Multiplayerspiel, dass für Take Two auch noch Geld abwerfen soll, funktioniert es einfach nicht!

So sehen es auch im Prinzip alle meine Freunde, die es mal angespielt haben. Lange binden konnte RDO niemanden…

Zindorah

Rdr2 ist gefloppt, nicht unbedingt von Verkaufszahlen, aber im generellen. Nur keiner will es wahr haben, da es ja von den GTA Machern kommt.

2x ein großen Erfolg klappt quasi Nie, hat Blizzard ja auch versucht mit Töten, bis sie gemerkt haben, das lassen wir mal lieber.

Volkan Söndüren

Angeblich soll doch morgen ein Update angekündigt werden und am 14. soll es verfügbar sein?! Falls das stimmt natürlich. Aber vielleicht wird es dann besser für Take Two

Daniel Gleißl

Das hat weniger etwas mit den Möglichkeiten für Mikrotransaktionen zu tun, vielmehr liegt es am fehlenden Kontent im Online Modus und der Masse an Griefern die man inGame vorfindet. Aufgrund dieser zwei Punkte sind allein aus meiner Liste 60 Leute vom Spiel abgesprungen. Somit hat es R* und Take-Two eher versäumt die Masse an Spieler zu halten welche anfänglich gehyped waren. Auf Grund dieses Kundenverlustes sind meiner Meinung nach die Zahlen zurück zu führen.

angryfication

Ohje, wenn ich das schon lese was die Finanzchefin da sagt! … man erwartet das …. man erwartet jenes … Klingt nicht danach, das die da einen Plan haben. Da versucht man den Hype mit Game + Online = Milliardengewinne aka Fortine, mit allen mitteln aufrecht zu erhalten.

Welche Art von Investoren eine Firma anzieht, liegt auch daran, wie eine Firma sich gibt. Take-Two scheint die bekommen zu haben, welche sie wollten! ^^ Also eben die Geister die ich rief!

Joe Banana

ich sags immer wieder problem mit RDO ist das setting. wilder westen als setting ist einfach nichts für online

Gurke

Einfach mal eine PC Version veröffentlichen, wie wäre es denn damit?

Haas_54

Mittlerweile habe ich die Hoffnung aufgegeben, dass ich RD2 jemals auf dem PC spielen werde.

Gurke

Jemals ist gut. Der Hype auf RD2 ist
bei mir schon komplett verflogen. Ich war letztes Jahr schon
sehr angefixt auf den Titel, aber natürlich kauf ich mir deshalb
keine Konsole. Mittlerweile hat RD2 in meinem persönlichen Ranking
so wenig Priorität, das ich es jetzt auf PC selbst nicht mehr für ein
Vollpreis kaufen würde. Da hat RS/T2 mal so richtig verkackt mit
ihrem Konsole exklusiv Release, was mich betrifft zumindest. Dieses
Jahr kommen einfach zu viele Spiele, Anthem, TD2, Anno, Metro, etc,
ich habe schlicht keine Kohle mehr für RD2 übrig. Also von mir aus
können sie sich die PC Version auch ganz sparen inzwischen.

ChunkSloth

Gibt echt nix zu tun ist man zu 4. unterwegs kann man nicht mal mehr eine Story Mission wiederholen die vorhandenen Missionen sind erstens wenig anspruchsvoll und zweitens immer gleich und dann auch noch zu kurz, da geht schnell die Luft aus.
Ausserdem hat keiner von uns Lust gehabt ständig Km weit zu den Missionen zu reiten.
PvP macht auch nich wirklich Spaß.
Find es fehlt der Trapper oder irgendetwas das mich motiviert eine Sache öfter zu machen sei es farmen für Deko Klamotten oder ähnliches

Pako0711

Man muss sich doch nur einmal die Spiele der letzten und der kommenden Monate anschauen, die als Ziel haben, mich als Spieler über 100h+ zu binden. RDR 2, Forza Horizon 4, Battlefield V, Assassins Creed Odyssey, Fallout 76, Apex Legends, Anthem, Division 2 . Dazu kommen noch die Games, die eine treue Fangemeinde haben: Fortnite, COD, Destiny, ESO, FF 14, WOW, FIFA,Overwatch… Ist doch klar, dass es Gewinner und Verlierer gibt. Aber wenn man wie Rockstar 25 Millionen Exemplare ausliefert und trotzdem abgestraft wird, dann kann in einigen BWL-Gehirnen etwas nicht richtig ticken. Was habt ihr erwartet, weltweites kollektives Geld gegen den Monitor schmeissen aufgrund des Online-Modus?

Psycheater

Ich muss sagen Ich hätte es nach dem Erfolg von GTAO nicht erwartet, aber aktuell sieht es so aus als wäre RDO echt n Flop

Mr TarnIgel

RDR online ist schlichtweg langweilig. Es gibt einfach keinen Grund das Stunden zu zocken.

Laiken

Ich würde es mal viel einfacher erklären… Was fehlt denn für den erfolgreichen online Modus? Ich würde da mal auf die PC Version tippen;)

Coreleon

Es ist da ein Funktionales Problem mit den Spiele Schmieden, es wird immer mehr erwartet, hat ein Studio ein Jahr 50M Gewinn gemacht soll es im nächsten 100 M machen und im Jahr darauf 200M…einfach nur im Gewinnbereich zu sein ist vorbei sobald man an der Börse ist, da erwarten die Anteilseigner jedes Jahr mehr.
Das sorgt dann u.a. dafür das Leute entlassen werden um das “mehr” an gewinn zu generieren. Da fangen Firmen dann mitunter an komische Dinge zu tun und die Qualität bleibt dabei meist auch immer mehr auf der Strecke. -.^

Insane

Na ja, ganz so einfach ist es dann wohl eher nicht.

Aber Unternehmen existieren nicht im luftleeren Raum, sondern stehen in einem Spannungsfeld zu ihren Mitbewerben.

Ein Unternehmen kann sich Jahre lang, jedes Jahr objektiv verbessern und weiterentwickeln. Höhere Umsätze, niedrigere Produktionskosten, erfolgreiche vertikale und horizontale Expansionen, geringere Umschlagszeiten und so weiter und so weiter. Ein gut laufendes Unternehmen, welches noch besser läuft Und trotzdem kann dieses Unternehmen vom Markt verschwinden. Und zwar dann, wenn das Umfeld noch stärker ist als dieses. Und das kommt immer wieder vor. Du machst objektiv alles richtig und verlierst trotzdem.

Ein “sicheres” Haus, das zum Beispiel investment grade Bonds herausgibt, hat stets eine niedrige Rendite. Manchmal ist die Rendite sogar negativ und ernsthafte Anleger wissen das auch. Da Rendite und Risiko korrelieren.

Abgesehen davon, was genau steckt eigentlich hinter dieser Aussage? Bedeutet das, dass Familien geführte / Inhabergeführt Unternehmen keine Rendite erwarten? Da kennst du irgend wie andere Unternehmen als ich 😀

Aber es ist halt bequem, die Last und die Probleme auf eine unpopuläre Gruppe zu laden.

Abgesehen davon, habe ich den Wirbel um kurzfristige Schwankungen einer Aktie noch nie verstanden. Das hat auf das Unternehmen 0,0 Einfluss. Na gut, dann maulen die Eigentümer halt mal auf der HV rum und einer der Hauptaktionäre bimmelt vielleicht sogar mal durch. Damit muss man umgehen können und fertig. Der Rest ist einfach nur Prestigedenken. Wenn man nicht gerade Liquidiert, Splittet, Fusioniert, eine neue Tranche emittiert oder auf Shoppingtour ist.

Es kann auch genau so gut sein, dass ein HF gerade seine Bücher glatt gestellt hat und dabei seinen ganzen Basket mit dem Zeug losgeworden ist. Oder einer von hunderttausend anderen Gründen. Wer bei Aktien bei einem Kursrutsch in Schnappatmung verfällt, der ist mit Aktien falsch bedient.

Coreleon

Also da sind ja noch div. andere Sachen gelaufen , welche ich zweifelhaft finde… da wurden Studios geschlossen und ausgeschlachtet weil man damit schein Gewinne für das Fiskaljahr generieren kann und solche witze.
Der Punkt ist das man immer höheren income erwartet und um das zu erzielen ist einigen auch kurzfristiges handeln recht.
Da passiert zzt gerade einiges im Gaming Bereich und da werden ziemlich seltsame Entscheidungen getroffen, nur um ihre Zahlen für das Fiskaljahr zu frisieren. Wenn das so losgeht stecken dahinter die üblichen Verdächtigen die gar kein Interesse daran haben das ein Unternehmen vital bleibt.
Du vergisst halt auch das Großanleger nicht einfach ignorieren kannst, die können leider mitreden was in der Firma gemacht wird. Haste da eine “Heuschrecke” die sich mit ~30% eingekauft hat, hast du als Firma ggf ein massives Problem.
Manche Spieler erwarten wohl tatsächlich das die Studios das alles aus Spaß an der Freude tun und auf Gewinne pfeifen. Das könnte man sich nur erlauben wenn jemand mit Schubkarren voller Geld dahinter steht und das als “Hobby” betreibt, wüsste nur von einem Titel wo das zzt der Fall ist und selbst da wird der kaum lust darauf haben unnötig sein Geld zu verbrennen.
Alle anderen müssen Wirtschaftlich sein sonst säuft denen das Studio ab, da dürfen die auch gerne soviel Gewinn machen wie sie möchten.
Kritisch sehe ich persönlich nur wenn man schlechte Produkte liefert und versucht die Leute abzuzocken und grade in Spielen zielt das auf Teenies ab. Das muss man einfach nicht irgendwie okay finden… . 😉

Insane

Also erstmal, kann man sich nicht einfach so 30 % aneignen. Das wäre ja schon fast eine Übernahme. Abgesehen davon, dass es Meldegrenzen gibt, wenn du im begriff bist dich dazu anzuschicken gewisse Prozente des Unternehmens zu erwerben. Dann muss so viel auch noch im Streubesitz sein. Meistens halten die Gründer ja so viel, dass es nicht einfach zu einer Sperrminorität kommt.

Und selbst wenn man dann mal eine haben sollte, kann man nicht machen was man möchte. Man ist Miteigentümer aber nicht geschäftsführender Gesellschafter und Vorstandsmitglied. Man kann Abstimmungen anstoßen, entscheiden oder blockieren. Aber nicht einfach ins operative Geschäft eingreifen. Was schon nervig genug sein kann.

Teilweise werden auch nur Vorzugsaktien ausgegeben um genau das zu verhindern. So einfach geht das also alles nicht.

Abgesehen davon ist das kein “Börsen Problem” sondern ein Incentive Problem. Und das bauen sich die Unternehmen hübsch selber. Wer langfristige Entscheidungen mit kurzfristigen Anreizen konterkariert ist selbst schuld.

Ungeachtet dessen, dass interne, strategische Entscheidungen für Externe manchmal nicht ersichtlich sind und wenig Sinn ergeben. Vor allem, wenn derjenige Tischler, Bäcker, Buchhalter, Konditor oder ähnliches ist.

Coreleon

Derzeit sind zb Offline Singleplayer Titel nicht lukrativ, da über die Monetarisierung dermaßen viel Geld eingenommen werden kann das man Studios grillt weil man statt viel Geld lieber viel mehr Geld haben möchte.
Und das ist ja auch bei Take-Two grade an sich das Problem, die haben mehr Einheiten verkauft als vorhergesehen und dennoch werden sie abgestraft weil die Online Funktion ->Monetarisierung noch nicht in diesem Fiskaljahr einbauen können, sprich statt sich über den unerwartet höheren Umsatz zu freuen, wird man maulig weil man gefälligst noch viel mehr haben wollte und das JETZT!

Dafür braucht man kein BWL Studium um das bescheuert zu finden, wenn man so vorgeht kommt nur mist bei raus, das weiß sogar Eduard der selbstständige Dachdecker. ^^

Ungeachtet dessen, dass interne, strategische Entscheidungen für Externe manchmal nicht ersichtlich sind und wenig Sinn ergeben. Vor allem, wenn derjenige Tischler, Bäcker, Buchhalter, Konditor oder ähnliches ist.

Also das ist wirklich sehr unglücklich formuliert und ich hoffe du meinst das nicht so wertend , wie man dies verstehen könnte 😉

Insane

Nein, meine ich nicht. Ich habe ja auch keine Ahnung wie man einen Frankfurter Kranz macht. Daher würde ich auch nie zu einem Konditor gehen und ihm erklären, wie man das wohl am besten macht. Genau so wenig, wie ich einem Ingenieure erkläre, wie er einen Motor konstruiert.

Und das eine hat auch nichts mit dem anderen zutun. Das eine sind kurzfristige, einmalige Verkäufe und das andere sind wiederkehrende langfristige Einnahmen. Und wenn mein Leute nur 50 % ihrer Aufträge erfüllen, dann kann der Auftraggeber schon mal angepisst sein. Es ist schön, wenn ein Zeil über den Erwartungen liegt. Rechtfertigt aber nicht, dass ein anderes scheitert.

Manchmal frage ich mich, was die Leute erwaten. Gaming ist genauso eine Branche wie Automobil, Pharmazie, Textil oder andere Unterhaltungszweige. Es arbeiten dort die gleichen Menschen und daher passieren dort die gleichen positiven und negativen Dinge wie überall sonst auch.

Ich wüsste nicht, warum sich diese von jeder anderen unterscheiden sollte. Es geht jedem ums Geld. Von der Putzfrau, zum Programmierer, über den Projektmanager zum Vorstand und zum Investor. Alle wollen ihr Geld. Und manchmal verhalten sich diese Leute opportunistisch. Die Putzfrau genauso wie der Investor. Das ist kein Problem einer selektivem Gruppe. Das ist ein gesellschaftliches Problem.

Und klar spielt die Höhe da ein Rolle. Auch als Investor stehst du vor verschiedenen Problemen und musst entscheiden, wem du dein Geld gibst. Und du wirst es dem Unternehmen geben, von dem du glaubst, dass sie a) deine Renditevorstellungen erfüllen, b) sich von deinem Geld nicht ein sehr großes Eis kaufen gehen und c) es nicht in den Sand setzen. Und Erwartungen nicht zu erfüllen, ist nichts was dich dazu bringt Geld herauszurücken. Oder ist das bei dir anders?

Coreleon

Versteh mich da nicht falsch, ich gönne es jedem Studio das sie Gewinne einfahren, wegen mir auch Exponentiell mehr jedes Jahr. Allerdings sollte das Produkt dann auch gut sein und vorallem fertig.
Inzwischen geht es aber kaum noch darum ein gutes Produkt auf den Markt zu bringen und damit Gewinn zu machen sondern nur noch um Gewinne und noch höhere Gewinne und dafür werden auch in Spielen Mechaniken nur dafür versaut SW:BF2 zb. Das mag nun erstmal Gewinne bringen aber das geht auf dauer nicht gut und irgendwann implodiert die Marke.
Steve Jobs hat das mal so erklärt :
https://www.youtube.com/wat
Und das wird gerade im Gaming Bereich gerade zu einem massivem Problem.

Insane

Ich möchte nicht sagen, dass das nie vorkommt. Aber woher weist du, dass das jedesmal die Absicht ist?

Früher waren Spiele genau so verbuggt und fehlerbehaftet wie heute. Nur damals gabs keine Plattform dafür, wo sich Konsumenten darüber ausgetauscht, sich darauf aufmerksam gemacht hätten und sich auch gegenseitig dazu anstachelten.

Abgesehen davon, dass die heutigen Spiele sehr viel aufwendiger, komplexer und sehr viel kostenintensiver zu produzieren sind.

RDR hat Millionen in der Produktion gekostet. Was meinst du was passiert wäre, wenn das Spiel richtig gefloppt wäre?

Es gibt zwei grundlegende Methoden so ein Produkt zu entwickeln. A) Ich entwickele es von Anfang bis zum Ende, ganz allein nach meiner Vision und werfe es dann fertig auf den Markt. Vorteil: keiner redet rein, keiner streut Gerüchte, ich kann in Ruhe meine Vision verwirklichen, wenn das Projekt gestoppt wird – warum auch immer – bekommt es keiner mit und vor allem bläst sich nicht irgend eine Erwartungshaltung auf, die zwangsläufig nach dem Release kollabiert. Das Risiko besteht darin, dass ich am Kunden vorbei entwickle und keiner das will was ich da fabriziert habe. Mir wird vorgeworfen, dass ich in meinem stillen Kämmerlein rum konstruiere und nicht auf den Kunden höre. Wenn ich es dann Released habe, ist es zu spät irgend was zu ändern und das Projekt ist gescheitert.

Oder B) ich entwerfe ein Grundgerüst, veröffentliche regelmäßige Statusupdates, höre mir das Feedback an, verändere mein Produkt gemäß den Kundenwünschen noch während der Entwicklung und passe es bis zur Zielgeraden an. So entwickele ich nicht am Kunden vorbei aaaaaaberrr ich kann meine Vision nicht umsetzen, ständig quatscht mir jemand dazwischen, ständig gibt es Unzufriedene und Kritik, Zweifel, Hype & Hate Trains. Mal außer Acht gelassen, dass es den Kunden nicht gibt und alles was ich mache wird die Hälfte dumm finden und die Krtiken und Wünsche werden sich regelmäßig widersprechen.

Und natürlich alle möglichen Stufen dazwischen. Ein Unternehmen lebt davon, dass es eine gute, langfristige Reputation aufbauen kann. Wenn ich heute absichtlich Scheiße verkaufe, werde ich es in Zukunft immer schwerer haben, bis ich vom Markt verschwinde. Daran kann kein langfristig orientiertes Studio Interesse haben – auch kein Publisher. Das heißt nicht, dass nicht falsche Entscheidungen getroffen werden. Das werden sie – wie man bei VW sehen kann. Aber dahinter steckt seltener ein intergalaktischer Masterplan als viel mehr die Karrierepläne einzelner Verantwortlicher. Und der Konsument trägt auch noch gut dazu bei: Ungeduld, Vorverurteilung, Geiz, übertriebene Erwartungshaltungen, und Intoleranz gegenüber Fehlern gehören mit zu dem Spiel.

Wer denkt, nur die andere Seite ist schuld, der macht es sich etwas zu einfach, in meinen Augen.

Mampfie

Viele Spieler haben halt erkannt bzw wissen, dass man im Online Modus abgezockt wird und spielen da lieber nur den Singleplayer.
Der Grind ist einfach viel zu hoch fürs gebotene und die Preise wie auf dem Mond, vom geringen Content mal abgesehen.

Passwort vergessen

Bitte gib Deinen Benutzernamen oder Deine Email-Adresse ein. Du erhälst einen Link, um ein neues Passwort per Email zu erstellen.

23
0
Sag uns Deine Meinungx
()
x