Gewicht, Ergonomie und Akkulaufzeit
Das Gewicht: Mit 130 Gramm Gewicht (mit zwei Batterien) ist die Maus kein Leichtgewicht und gehört sicher zu den schwersten Mäusen, die mir in den letzten Monaten auf dem Schreibtisch begegnet sind.
Vor allem bei schnellen Bewegungen oder wenn ich die Maus weiter bewegen oder neu positionieren muss, spüre ich das hohe Gewicht sofort im Handgelenk. Auf Dauer finde ich das eher unbequem und ziemlich anstrengend.
Das liegt auch daran, dass das gesamte Gewicht im Hintern der Maus liegt, wo die Batterien liegen. Andere Mäuse wie eine Kone XP oder G502X wiegen zwar auch 100 Gramm, aber hier verteilt sich das Gewicht gleichmäßiger über den gesamten Body der Maus. Auch bei einer Razer Basilisk Ultimate fühlt sich das Gewicht ausgewogener an.
Ergonomie: Die Form der Maus orientiert sich klar an der bekannten Kone-Reihe. Die Kone-Mäuse gefallen mir ergonomisch mit am besten. Die Kone Air ist auch im Vergleich zur XP auch wieder etwas breiter und orientiert sich damit wieder stärker an der alten Kone Aimo Remastered.
Akkulaufzeit: Bei der Akkulaufzeit gibt Roccat mit satten 800 Stunden an. In meiner Testzeit musste ich die Batterien im Inneren der Maus kein einziges Mal wechseln und ich hab die Maus auch nachts versehentlich angelassen.
Die Akkulaufzeit halbiert sich, wenn man die Maus mit nur einer Batterie/Akku bestückt. Dann ist die Maus aber auch entsprechend leichter.
Die Maustasten und Mausrad
Die Maustaten: Roccat verbaut unter seinen Tasten seine sogenannten Titan-Switches. Diese bieten ein sattes und befriedigendes Klickgefühl, klingen aber baubedingt ziemlich hohl. Leise sind die Klicks in jedem Fall nicht.
Für ein ruhiges Büro würde ich die Maus daher nicht empfehlen, auch wenn Roccat die Maus als Office-Gerät bewirbt. Die lauten Klicks düften den Mitmenschen im Büro ziemlich auf die Nerven gehen.
Das Mausrad: Das Mausrad lässt sich weich scrollen und bietet weniger Widerstand als etwa die Kone XP Air oder die G502X, die ein sehr hartes Mausrad verbaut. Während meiner Testzeit gab es mit dem Mausrad keine Probleme, Roccat hat aber immer wieder Probleme mit seinen Mausrädern.
Sensor
Im Inneren der Maus arbeitet der Owl-Eye 19K Sensor von Roccat. Der basiert auf dem neuen PixArt-Sensor PMW-3370. Dieser ist neuer als der beliebte Pixart PMW-3389, ist aber dennoch kein Highend-Sensor. Der 3370 wird in vielen Mittelklasse-Mäusen verbaut.
Große Sprünge gibt im Sensor-Test nicht, bei geraden Bewegungen bleiben die Messpunkte nah an der Kurve. Anders ist es, wenn die Bewegungen der Maus sehr schnell werden: Die Messpunkte bleiben gleichmäßig und orientieren sich an der Bewegung, aber es gibt auch immer wieder Sprünge, die der Sensor ausgleichen muss.
Das ist jedoch seltsam, weil die normale Kone XP mit dem gleichen Sensor deutlich weniger Sprünge macht und insgesamt auch genauer bleibt. Die Kone XP hängt jedoch am Kabel, während ich die Kone Air über Funk nutze. Und das bei den gleichen Kreis- oder Seitwärtsbewegungen.


Für gemächliche Spiele ist der Sensor daher völlig ausreichend. Bei sehr schnellen Bewegungen sind dann Sprünge drin.
Fazit: Tolle Ergonomie und lange Akkulaufzeit
Für wen die Maus geeignet? Wer nach einer großen und schweren Maus für Palmgrip-Spieler sucht, der findet bei der Kone Air eine wirklich gute Maus, die insbesondere eine hervorragende Ergonomie bietet. Die Akkulaufzeit ist ebenfalls exzellent. Das Gewicht ist jedoch sehr hoch und der Sensor nicht in jeder Situation perfekt.
| Vorschau | Produkt | Bewertung | Preis | |
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Welche Alternativen gibt es?
- Logitechs G502X (Lightspeed) ist deutlich teurer, bietet aber insgesamt die rundere und bessere Technik. Die G502X ist im Aufbau etwas schlanker und wiegt deutlich weniger. Die Akkulaufzeit ist ebenfalls beachtlich.
- Die Razer Basilisk Ultimate ist ebenfalls eine geeignete Alternative und ihr bekommt die Maus regelmäßig unter 100 Euro. Die Software ist klobig, dafür bekommt ihr eine gute Verarbeitung und eine angenehme Ergonomie.
- Roccats Kone XP ist ebenfalls ein Tipp. Die Ergonomie ist nicht ganz so gelungen, dafür bietet die Maus mehr Tasten. Oder ihr greift einfach zur Kone Aimo Remastered, die es für 40 Euro im Handel gibt.
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Ich persönlich kann von Roccat leider nurnoch abraten. Die Produkte sind auf den ersten Blick überzeugend, die Qualität ansprechend und der Preis in Ordnung. Entsprechend hatte ich meine ganze Peripherie uas Roccat zusammengestellt (Roccat Burst Pro, Roccat Elo 7.1 USB und Roccat Vulcan 121 AIMO).
Leider scheint man bei der Herstellung extrem zu sparen. Beim Headset bildeten sich nach knapp einem Jahr Risse im Plastik, dass die Ohrmuscheln hält, nach knapp zwei Jahren vorsichtiger Benutzung ist die linke komplett abgebrochen. Die Maus hatte nach weniger als einem Jahr einen Kabelbruch direkt am USB stecker obwohl sie nie von Ort und Stelle bewegt wurde und keiner besonderen Belastung ausgesetzt war. bei der Tastatur löst sich die Folierung einiger Tasten nach nur wenigen Monaten ab.
Alle Geräte habe ich nur vorsichtig und in normalem Umfang genutzt. Bin nun von Roccat auf Logitech umgestiegen und deutlich zufriedener.