Riot und viele Spieler haben verschiedene Ideen, was Valorant ist – Und es knallt

Für Valorant wurde die neue Agentin Killjoy angekündigt. Doch sie sorgt für Diskussionen, weil ihre Fertigkeiten vor allem auf Schaden abzielen. Inzwischen hat sich Riot Games zu Wort gemeldet und erklärt, was viele Spieler bei ihr und dem Shooter allgemein übersehen.

Was ist passiert? Der 12. Agent von Valorant trägt den Namen Killjoy und ist eine Ingenieurin aus Deutschland. Sie wurde bereits im Vorfeld geleakt und inzwischen offiziell vorgestellt. Killjoys Fertigkeiten stoßen jedoch auf Kritik in der Community, weil ihr Kit fast komplett auf das Verursachen von Schaden ausgelegt ist:

  • Sie hat mehrere Geschütztürme, die automatisch Schaden verursachen, wenn Feinde in ihre Nähe kommen.
  • Außerdem nutzt sie eine Granate, die allen Gegnern Schaden zufügt.
  • Defensive Fertigkeiten oder Wände zum Blockieren von Wegen besitzt sie gar nicht.

Zudem befürchten einige, dass der Spaß im Kampf gegen sie verloren geht, weil ihre Türme automatisch arbeiten.

Warum ist das ein Problem? Valorant steht zwischen den Spielen Overwatch und CS:GO. Riot möchte eigentlich einen Shooter, der sich auf Feuerwaffen fokussiert und damit in Konkurrenz zu CS:GO treten soll. Die Fertigkeiten dienen nur als Hilfsmittel, nicht jedoch als primäre Schadensquelle. Das wünschen sich auch einige Spieler.

Für Andere wiederum nehmen die Fertigkeiten eine (zu) große Rolle ein und sie sehen das Spiel eher als eine Art Hero-Shooter wie Overwatch.

Diese Diskussion gibt es bereits seit der Ankündigung von Valorant und kocht im reddit oder in anderen sozialen Medien immer wieder hoch.

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Der Trailer zu Killjoy und ihren Türmen – Auch hier äußern einige Spieler Bedenken zu den Fertigkeiten in den Kommentaren.

Sind Fertigkeiten in Valorant so ein Problem? Inzwischen hat sich auch Ryan ‚Morello‘ Scott, der Character Design Lead bei Riot Games, zu Wort gemeldet.

Er versteht die Sorgen, widerspricht ihnen jedoch deutlich. Laut ihm sind die Fertigkeiten zwar nützlich, aber ein Großteil der Kills resultiert am Ende aus dem Umgang mit Waffen. Fertigkeiten hingegen werden eher dazu genutzt, Bereiche der Karte zu kontrollieren oder Gegner unter Druck zu setzen.

Mehr als 90% der Kills werden mit Waffen ausgeführt

Was sagt Morello genau? Laut dem Entwickler sollen die Fertigkeiten der neuen Agentin, aber auch von alten Charakteren, vor allem darauf abzielen, die Gegner unter Druck zu setzen.

Fertigkeiten sollen nur dann zum Tod anderer Spieler führen, wenn diese nicht richtig mit ihnen umgehen:

Bei Fähigkeiten, die Schaden anrichten, geht es darum, Bedrohung oder Druck zu erzeugen – Kills sind das, was passiert, wenn man mit der Fähigkeit nicht umgehen kann (weil der Gegner sie geschickt für ein Schachmatt einsetzt) oder nicht umgehen will (wenn man die falsche Entscheidung trifft).

Außerdem erhält man mit ihnen die Kontrolle über bestimmte Flächen und Winkel der Karte.

Dinge wie die Boom Bots oder Granaten von Raze sollen den Kampf mit Waffen unterstützen. Wenn wir Fertigkeiten entwickeln (auch die von Killjoy) ist das immer unser Ziel.

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Der Entwickler stört sich auch am Vergleich mit Overwatch, wo Fertigkeiten tatsächlich zum Tod von Spielern führen. Riot sieht diese in einer Position, in der sie beim Töten von Spielern unterstützen und nicht als primäre Schadens-Quelle dienen.

Dies unterstreicht Morello auch mit einer Statistik, laut der 90 % der Kills mit Waffen durchgeführt werden (via Twitter). Er erwartet dabei, dass sich auch mit Killjoy daran nichts ändern wird, weil die Entwickler sie bereits seit 4 Jahren in der kennen und seitdem mit ihr geplant wurde.

Ist Killjoy ein leichterer Agent? Weitere Kritik von den Spielern gibt es bezüglich der Schwierigkeit der neuen Agentin. Killjoy wirkt auf den ersten Blick leichter, weil sie ihre Türme „nur aufstellen“ muss und sie dann ihre Arbeit automatisch erledigen.

Auch dazu hat sich Morello geäußert:

Das [Killjoy einfacher sein soll] liegt nur an daran, dass du Skill an Mechaniken festmachst. Es wird aber eine Mischung sein. Das Gunplay ist der Bereich, in dem Skill am meisten genutzt wird. Wir haben beides, einige Agenten werden strategischer sein, andere haben ein ausgeklügeltes Sweatlord-Gameplay [Mechaniken für Leute, die an die Grenzen gehen wollen].

„Wettbewerbsfähiger“ ist hier nicht automatisch ein Synonym für „höhere Schwierigkeit“. Viele Dinge, die härter sind, heben den Skill Floor [das Level, um mit dem Agenten effektiv zu sein] an, aber nicht das Skill Ceiling [das maximale Potenzial eines Agenten].

Alles zu lernen, ist harte Arbeit, aber nachdem die Spieler besser geworden sind, macht es keinen Unterschied mehr in der Beherrschung.

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Was heißt das für die Zukunft von Valorant? Zukünftige Agenten von Valorant werden wohl weiterhin Fertigkeiten bekommen, die auf Schaden ausgelegt sind. Auch können Fertigkeiten immer wieder zum Tod von Gegnern führen.

Doch die Grundidee ist laut Riot Games, dass sie immer eine unterstützende Rolle einnehmen. Das Gunplay und der Umgang mit einer Waffe soll immer eine große Rolle spielen.

Wenn ihr euren Skill in Valorant unter Beweis stellen wollt, könnt ihr das bald tun. Denn es gibt einige Verbesserungen am Ranked-System, die mit Akt 2 kommen sollen.

Quelle(n): Dexerto
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Scaver
7 Tage zuvor

Doch die Grundidee ist laut Riot Games, dass sie immer eine unterstützende Rolle einnehmen. Das Gunplay und der Umgang mit einer Waffe soll immer eine große Rolle spielen.

Das ist die Idee dahinter und so sieht es effektiv auch im Spiel aus! Und daher lieben wir Fans das Game so.
Wem das nicht passt, dem steht es frei, CS:GO für reines GunPlay oder Overwatch für mehr Fähigkeiten Kills zu spielen!

Visterface
7 Tage zuvor

Ich denke, man sollte Valorant als eigenes Spiel sehen. Es ist einfach zu weit von Overwatch entfernt, genaus wie es zu weit von CSGO entfernt ist. Für mich gehören diese Fähigkeiten nicht in ein Spiel, dass von sich behauptet überwiegend auf Aimskill, Mapawareness und Teamplay zu bassieren.
Im Grunde gibt es auch in CSGO Fähigkeiten, nur hat halt jeder die gleichen. Ich kann auch in CSGO jemanden mit einer Granate killen nur ist sie dafür halt überhaupt gar nicht gedacht. Erstens macht sie dafür zu wenig Schaden und zweitens gehts wirklich nur um taktische Möglichkeiten. Jemanden aus einer Ecke treiben, Eingänge versperren, Luft schaffen für Movement usw. Das 10 % der Kills in Valorant direkt durch Fähigkeiten gemacht werden sind 9,9% zu viel für mich.

Chiefryddmz
7 Tage zuvor

Für mich sind es 40% zu wenig

Scaver
7 Tage zuvor

Glaub mir, in CS:GO werden durch Granaten garantiert MEHR als 10% der Kills gemacht!

Für mich sind 10% genau richtig, weniger OK, +5% gingen auch noch. Für mich ist Valorant was das angeht einfach perfekt. Für alle anderen gibt es alternative Games.

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