In Project: Gorgon auf Steam haben die Spieler ein eigenes Event veranstaltet und damit für die höchsten Spielerzahlen bislang gesorgt. Auch monetär rechnet sich das neue MMORPG wohl.
Was war das für ein Event? Die Spieler von Project: Gorgon haben am Wochenende ein Poesie-Event veranstaltet. Zu diesem Event haben sich fast 350 Spieler in einem Gebäude versammelt. Dabei haben die Spieler sich getroffen und der Poesie ihrer Mitspieler gelauscht oder auch selbst eigene Texte kundgetan. Das Event wurde von den Spielern selbst auf Reddit ins Leben gerufen, ohne dass der Solo-Entwickler des MMORPGs etwas dafür hätte tun müssen.
Gleichzeitig gab es mit über 4.000 Spielern am Sonntag den neuen Spielerrekord, der den Trend des immerzu wachsenden MMORPGs fortsetzt (Quelle: SteamDB). Doch auch finanziell läuft es gerade wohl rund.
Hier könnt ihr den Trailer zu Project: Gorgon sehen:
Abos trotz Buy2Play
Wie finanziert sich Project: Gorgon? Obwohl Project: Gorgon auf Steam für 24,50 € zu haben ist, haben sich laut dem Ingame-System über 5.500 Spieler für ein zusätzliches, optionales Abonnement entschieden.
Hier zahlen die Spieler etwa 10 € pro Monat, um ihrem Account weitere Funktionen freizuschalten. So gibt es:
- 15 zusätzliche Inventarplätze für jeden Charakter
- 25 zusätzliche Plätze in jeder Truhe zum Transportieren von Gegenständen
- Vier zusätzliche Charakterplätze
- Zugang zu speziellen Berichten im Spiel
- Handelsaufträge können offline ausgeführt werden
- Höheres Limit für „Geschenkpunkte“
- Anmeldung ohne Warteschlange
- 500 „Credits“ (bezahlte Währung) pro Monat zum Ausgeben im Shop
- Spezielles Symbol neben dem Spitznamen
Die Maßnahmen sind als Pay2Convenience und erleichtern den zahlenden Spielern das Erlebnis. Für die Poesie-Events, wie am Wochenende, braucht es jedoch kein Abo.
Was ist das eigentlich für ein MMORPG? Project: Gorgon ist ein Geheimtipp, wenn es um MMORPGs geht. Das Spiel wurde jahrelang von einem Indie-Entwickler erstellt und startete erst im Januar 2026 auf Steam in die Vollversion, nachdem es schon vorher im Early Access verfügbar war.
Vorbilder für das MMORPG sind EverQuest 1 und Asheron’s Call, also Spiele, die dem Genre den Weg bereitet haben. Gerade die immersive Spielwelt und Erfahrung sind dem neuen MMORPG wichtig.
Im Spiel gibt es kein festes Klassensystem, stattdessen wählt ihr aus verschiedenen Skills aus, die ihr lernen könnt. So könnt ihr im Spiel vom Feuermagier bis hin zum Schurken selbst entscheiden, was euer Charakter kann.
Project: Gorgon wächst immer weiter an. Das MMORPG wird zu einer Art Kenner-Spiel, das gerade die Veteranen aus der Anfangszeit des Genres anspricht und bei ihnen wieder genau das Gefühl auslöst, das es damals gab, wenn man sich einloggte. Kein Wunder also, dass es sich über eine gute Bewertung auf Steam freuen darf: Stark bewertetes MMORPG auf Steam feiert neuen Spielerrekord, kämpft jetzt gegen zu volle Server
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.
Das MMORPG wird ja gerade als eine Art Kenner-Spiel beschrieben, das besonders Veteranen dieses alte Einlogg-Gefühl zurückbringen soll.
Ich bin selbst so ein Veteran – und ich verstehe, was damit gemeint ist. Aber bei mir hat es leider nicht so gezündet.
Ich habe Project: Gorgon etwa 20–30 Stunden gespielt. Für mich fühlt es sich am Ende aber weniger nach „Magie wie früher“ an, sondern eher nach sehr konsequentem Grind. Der Fokus auf Skills und Progression ist extrem stark – was manche feiern – aber für mich kippt es schnell in Richtung Arbeit statt Abenteuer.
Community-Events sind cool und zeigen, dass die Spielerbasis lebt. Am grundsätzlichen Spielgefühl ändert das für mich aber nichts. Wenn der Kern nicht zündet, helfen auch gute Events nur begrenzt.
Vielleicht ist genau das die Stärke des Spiels: Es zieht eine sehr spezielle Zielgruppe an. Ich gehöre offenbar trotz Veteranen-Status nicht dazu