Pokémon GO: 6 Jahre nach Release, können Trainer bald miteinander schreiben – Das wissen wir zu Campfire

Pokémon GO: 6 Jahre nach Release, können Trainer bald miteinander schreiben – Das wissen wir zu Campfire

Trainer von Pokémon GO können sich bald über eine langersehnte Chat-Möglichkeit freuen. Wir von MeinMMO haben uns angesehen, was es mit „Campfire“ auf sich hat und haben mit Philip Marz gesprochen, wann diese App für alle Spieler kommen soll.

Um was für eine Funktion geht es? Die Trainer in Pokémon GO wünschen sich seit Jahren einen Ingame-Chat oder eine andere Möglichkeit miteinander kommunizieren zu können. Eine solche Funktion gibt es nämlich bislang nicht im Spiel, weshalb die Spieler auf andere Plattformen wie WhatsApp, Discord oder Facebook ausweichen müssen, um Absprachen zu treffen.

Besonders zum gemeinsamen Raiden, aber auch um Freundschaften zu schließen oder Pokémon zu tauschen, ist es wichtig miteinander vernetzt zu sein. Doch nun möchte Niantic hier endlich Abhilfe schaffen und hat eine neue App angekündigt: Campfire.

Wir von MeinMMO haben im Rahmen des GO Fests in Berlin mit Philip Marz, Head of Regional Marketing Pokémon GO (EMEA), gesprochen und uns Campfire erklären lassen. Alles, was wir zur neuen App wissen und wann sie für alle kommen soll, haben wir euch nachfolgend zusammengefasst.

Campfire – Alle Infos zur neuen App von Niantic

Was ist Campfire? Campfire ist eine eigenständige App von Ninatic, den Entwicklern von Pokémon GO, und soll zukünftig die Kommunikation zwischen den Spielern aller Niantic-Games möglich machen.

Was kann Campfire? Wie Niantic bereits auf ihrer Seite mitgeteilt hat, soll Campfire zukünftig die soziale Komponente ihrer Spiele abdecken. So soll es den Trainern helfen „neue Menschen, Orte und Erlebnisse in ihrer Umgebung ausfindig zu machen“ und sich so mit den lokalen Communitys vernetzen zu können. Folgende Features sind geplant:

  • Lokale Communitys/ Mitspieler in der Nähe finden
  • Communitys beitreten
  • Niantic-Freunde hinzufügen und verwalten
  • Gruppennachrichten schreiben
  • Direktnachrichten schreiben
  • gemeinsame Aktivitäten anzeigen und planen
  • Signale auf einer Karte für andere senden

Mit Hilfe dieser Funktionen sollt ihr die Möglichkeit haben, euch mit anderen Spielern auszutauschen, zu schreiben sowie Raids anzukündigen, aber auch Fotos und Standorte mit Freunden zu teilen. Dabei soll die Vernetzung der Nutzer über alle Niantic-Spiele hinweg möglich sein.

Das bestätigt auch Philip Marz im Interview. Er hebt die Funktionsweise und Möglichkeiten von Campfire wie folgt hervor:

Es wird sowohl die Möglichkeit geben, Communitys in der Nähe zu finden, um sich dann mit denen auch zu Gruppenaktivitäten wie zum Beispiel Raids zu verabreden. Es wird auch die Möglichkeit geben, Nachrichten auszutauschen, um dann im Prinzip auch direkt in den Dialog treten zu können.

Philip Marz

Im nachfolgenden Bild seht ihr erste Eindrücke zur Grafik und Funktionsweise der Campfire-App:

Einblicke in Campfire (via nianticlabs.com)

Wann kann man Campfire nutzen?

Nachdem es in den letzten Monaten bereits eine Beta-Phase bei Ingress Prime, einem anderen Niantic-Spiel, gab, sollen nun weltweite Tests in Pokémon GO stattfinden. Dazu werden ausgewählte Gruppen von Trainern in bestimmten Regionen die Chance haben, Campfire auszuprobieren. Welche Regionen das sein werden, erfahrt ihr auf den sozialen Kanälen von Niantic.

Wann kommt Campfire für alle? Natürlich freuen sich viele Trainer darauf, endlich mit anderen Spielern chatten zu können, deshalb haben wir diese Frage Philip Marz im Interview gestellt und wollten wissen, wann es voraussichtlich einen Release von Campfire geben wird.

Allerdings konnte er uns kein genaues Datum nennen. Ein Grund dafür sind die Rückmeldungen der Testgruppen, die sie abwarten möchten, um das Produkt gegebenenfalls auch nochmal anzupassen. So sagt er:

Der genaue Zeitpunkt, wann Campfire breit ausgerollt wird, wirklich weltweit an die gesamte Pokemon GO-Community, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht definiert. Wir befinden uns ja aktuell in der Testphase, versuchen da natürlich auch oder sind bestrebt, die ganzen Erfahrungen, die wir machen und das Feedback, das geteilt wird, umzusetzen, um dann auch das bestmögliche Erlebnis bieten zu können.

Philip Marz

Wann es also schließlich so weit sein wird und wir endlich mit anderen Trainern in Kontakt treten oder nach Communitys in der Nähe Ausschau halten können, bleibt für den Moment abzuwarten. Sollte es hierzu neue Informationen geben, dann erfahrt ihr es aber selbstverständlich bei uns auf MeinMMO.

Niantics Ambition zu Campfire und Pokémon GO

Im Interview mit Philip Marz wird deutlich, dass Niantic mit dem Release von Campfire den unterschiedlichen Interessen und Ambitionen der Spieler gerecht werden möchte. Vor allem, dass es zukünftig für die verschiedenen Funktionen eine einzelne Anlaufstelle gibt, stellt laut Marz einen Vorteil dar und verbessert Pokémon GO nochmal deutlich. So sagt er uns im Gespräch:

Campfire grundsätzlich wird aber das Erlebnis von Pokemon GO nochmal sehr, sehr positiv auf das nächste Level befördern. Auch bei der Ambition, wo wir sagen, für uns ist das Metaversum von Niantic etwas, wo der Fokus immer noch in der realen Welt stattfindet. Aber durch diese digitalen und auch in unserem Fall Augmented Reality Erlebnisse können wir das natürlich noch viel vielschichtiger darstellen.
Und dazu trägt dann eben auch Campfire bei, wo man sagen kann, es ist nicht mehr so, dass ich alles losgelöst voneinander in einzelnen Gruppen machen kann oder muss. Und da erstmal herausfinden muss, wie finde ich denn letztendlich die Menschen in meiner Umgebung, die auch diese Leidenschaft teilen? Sondern ich habe ein Produkt, ich habe alles integriert und ich kann dieses […] ganz einfach jederzeit, wann immer ich möchte für mich zugänglich machen und davon profitieren. Und wenn ich es nicht möchte, ist es auch völlig in Ordnung. Aber ich habe halt alles wirklich in einem Tool, in einer App.

Philip Marz

Dabei möchte Niantic Pokémon GO auch immer breiter machen und es durch derartige Features entsprechend positiv erweitern. Hierbei blicken die Entwickler laut Marz nicht nur auf einen Produkt-Lebenszyklus von 5 bis 10 Jahren, wie bei anderen Mobile-Games üblich, sondern sehen in Pokémon GO selbst ein sogenanntes „Forever Game“:

Das wird dann auch unserer Ambition gerecht und wir haben es in den letzten sechs Jahren gesehen. Pokemon GO hat sich ständig weiterentwickelt und während der Content natürlich limitiert ist, haben wir die Möglichkeit, uns in einem sehr, sehr breiten Portfolio an Features zu bedienen, die wir nutzen können, um dennoch das Spielerlebnis zu erweitern und auch dem sehr individuellen Bedarf, anzupassen. Wir haben jetzt schon gesehen, PvP ist natürlich ein Thema, es gibt die anderen, die möchten nur Sammeln und Fangen. Es gibt die nächsten, die sind mehr auf die sozialen Themen aus. Es gibt die, es gibt die nächsten, die machen beides miteinander. Und hier gehen wir wirklich den Weg zu sagen, wir wollen Pokemon GO immer breiter machen. Für uns in der Ambition ist es ein sogenanntes Forever Game. […]

Also der Geburtstag ist ja nächste Woche und dann sind wir im siebten Jahr. Also man merkt, mehr als die Hälfte der regulären Zeit ist bereits vorbei. Unsere Ambition geht eben noch viel, viel weiter. Und das erfordert dann eben auch, dass wir von den Features in die Breite gehen. Und das ist auch etwas, was wir mit Campfire auf jeden Fall machen.

Philip Marz

Wie es in Pokémon GO weitergeht und ob das Spiel tatsächlich zu einem „Forever Game“ wird, wie sich das die Entwickler vorstellen, wird die Zeit zeigen.

Wie findet ihr die geplante App, um endlich miteinander kommunizieren zu können? Werdet ihr euch Campfire herunterladen, sobald es verfügbar ist? Oder findet ihr das total uninteressant? Schreibt uns eure Meinung dazu gern hier auf MeinMMO in die Kommentare und tauscht euch mit anderen Trainern darüber aus.

Übrigens veranstaltet Niantic zum 6. Geburtstag von Pokémon GO ein besonderes Jubiläums-Event mit coolen neuen Kostümen und einem Rocket-Wochenende. Wir zeigen euch alle Inhalte des Events.

Quelle(n): Niantic, Niantic Campfire
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Oli255

Es ist schade, dass niantic noch so lange braucht. Dabei wäre gerade jetzt die sommerferienzeit ideal für die neue App. Niantic muss aber auch neue Inhalte liefern, die Mechanik ist seit 5 Jahren weitestgehend unverändert, das einzig wirklich soziale Feature waren die Raids und die sind es jetzt auch nicht mehr, weil es ja durch die Möglichkeit, zum selben Preis Fernraids zu machen, keine Community vor Ort mehr gibt.
Fernraids müssen auf mindestens 150 verteuert werden und es braucht neue Features, um das Game wieder für Menschen attraktiv zu machen, die mehr Action wollen als nur Shinys hunten.

Ich habe mit PoGo weitestgehend abgeschlossen, denn ich fand das Game selbst nie übermäßig gut, ich habe eigentlich im Wesentlichen wegen der sozialen Komponente gespielt. Es machte Spaß, spontan mit Menschen quer durch alle sozialen Schichten in Kontakt zu kommen und die Raidtouren mit dem Fahrrad 2017 oder die Jagd über eine deutsche Urlaubsinsel in 2018/19 habe ich in positiver Erinnerung. Gerade auf der Insel gehörte es zum Spielspaß dazu, auf Menschen mit „auffälligen Aktionen am Handy“ zu achten und die gezielt anzusprechen, denn nur wenn man aktiv mögliche Spieler ansprach, konnte man die Raids schaffen. All das ist seit 2020 weg, man kann ja bequem vom Standkorb aus PokeRaid oder eine andere App zum fernraiden nutzen. Und die sichtbare Community besteht zum größten Teil aus Menschen, die die soziale Komponente gar nicht wollten und die Fernraids als Krönung ihres Ziels, nur mit der eigenen Familie spielen zu können, ansehen.

Campfire kann eine große Sache werden, die den Spielspaß zurück bringt, wenn es gut gemacht wird und wenn neue darauf zugeschnittene Inhalte kommen. Es braucht in PoGo über die Raids hinausgehend neue soziale Features – und es braucht ganz neue lebendige Niantic-Games, die wirklich AR sind, auf aktueller Technologie beruhen und mittels 5G-MEC lebendige Multiplayer-Aktionen vor Ort ermöglichen. Nach wie vor fehlen da die Ankündigungen. Peridot wird zwar tatsächlich dauerhaft AR nutzen, ist aber mehr auf Singleplay ausgerichtet, dürfte vor allem für Familien mit Kindern attraktiv sein. Ohne neue Game-Inhalte wird Campfire dem Real-World-Metaverse nicht dienen.

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