Profi-Sportler unterschreibt Vertrag, der ihm 45 Millionen € im Jahr bringt – Aber mit bizarrer „Call of Duty“-Klausel

Profi-Sportler unterschreibt Vertrag, der ihm 45 Millionen € im Jahr bringt – Aber mit bizarrer „Call of Duty“-Klausel

Der Football-Spieler Kyler Murray wird zu einem der bestbezahlten NFL-Profis: Er unterschreibt bei den Arizona Cardinals eine Vertragsverlängerung über 230,5 Millionen $. Eine Klausel ist dabei interessant, die ihn zu „Hausaufgaben“ verpflichtet und seine Videospiel-Zeit beschränkt. Denn Murray gilt als riesiger Fan der Gaming-Reihe „Call of Duty“ und streamt selbst auf Twitch.

Wer ist Kyler Murray?

  • Kyler Murray (24) ist der Quarterback der Arizona Cardinals. Er war 2019 der Offensive Rookie des Jahres und schaffte es 2-Mal in den Pro Bowl – der Mann ist also richtig gut.
  • Neben seiner sportlichen Karriere streamt er auf Twitch: am liebsten Sportspiele wie NFL Madden oder NBA 2k. Er streamt nur wenige Stunden im Jahr, ist aber Mitglied im „FaZe Clan“, einer der größten Gaming-Organisationen der Welt.
  • Man weiß von Murray, dass er ein riesiger Fan der Reihe „Call of Duty“ ist.

Der Release eines neuen Call of Duty ist für einige Gamer der Höhepunkt jeden Jahres:

Call of Duty: Modern Warfare II „Ultimate Team“ Teaser

Was ist das mit Call of Duty? Es gibt eine legendäre Geschichte über Murray: Der hatte 2020 ein extrem spannendes Spiel gegen die Buffalo Bills und sein Team konnte in letzter Sekunde gewinnen. Das Team feierte den Sieg ausgelassen.

Murray feierte aber nicht mit, sondern fuhr nach Hause und spielte Call of Duty vor seinen Twitch-Zuschauern.

Es gibt zudem Statistiken, die belegen wollen, dass Murray in den Jahren 2019 bis 2021 deutlich schlechter gespielt hat, nachdem das jeweilige Call of Duty erschienen ist (via twitter).

Aber das wird kritisch gesehen: Denn die letzten Spiele einer Saison werden häufig von anderen Umständen begleitet: Spiele sind nicht mehr so wichtig oder eine lange Saison fordert ihren Tribut.

Profi-Fußballer sind so süchtig nach Fortnite, dass ein Trainer das Netz kappt

Keine Videospiele, während der Hausaufgaben-Zeit

Was ist das jetzt für eine Klausel? Murray hat eine neue, riesige Vertrags-Verlängerung unterschrieben. Es ist aber eine äußerst seltsame Klausel in dem Vertrag enthalten:

Diese Klausel verpflichtet Murray 4 Stunden die Woche zu einer Art „Hausaufgabe“, er muss sich Material anschauen, das vom Team bereitgestellt wird – also wahrscheinlich Videoaufnahmen der gegnerischen Verteidigung, sodass er als Quarterback darauf reagieren kann (via twitter).

In der Klausel ist ausdrücklich vorgeschrieben, dass er während der „Hausaufgaben“-Zeit keine Videospiele spielen darf – er darf auch nicht fernsehen oder im Internet surfen.

Zählt leider nicht als „Hausaufgaben erledigen“ – Kyler Murray liest die Defense in Madden:

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„Nach 30 Jahren im Football hab ich sowas noch nie gesehen“

Wie wird das diskutiert? So eine Klausel ist absolut unüblich, weil von Profi-Sportlern, die so viel Geld im Jahr verdienen, erwartet wird, dass sie sich optimal auf ein Spiel vorbereiten.

Dass man einem Profi sagen muss, er soll sich mit dem Spiel beschäftigen, statt Call of Duty zu spielen, gilt eigentlich als unerhört. Seit die Klausel an die Öffentlichkeit gelangt ist, wird in den USA darüber diskutiert, wie es sein kann, dass man einem Spitzensportler sowas vertraglich vorschreiben muss – gerade dass es „nur“ um 4 Stunden die Woche geht, empört viele Experten.

Ein früher Manager eines Teams sagt (via twitter):

In 30 Jahren, in denen ich mir NFL Verträge ansehe, habe ich sowas noch nie gesehen. Schräg, dass sie ihm 46 Millionen $ im Jahr zahlen und sich darum sorgen, dass er 4 Stunden die Woche Hausaufgaben macht.

Aber offenbar war es dem Team wichtig, das ausdrücklich in den Vertrag zu schreiben. Die werden ihren Spieler wohl am besten kennen.

Viele Profi-Sportler stehen auf Videospiele, häufig auf Shooter:

Jup, Griezmann hat im WM-Finale eben den Fortnite-Jubel rausgeholt

Quelle(n): kotaku, YouTube (Titelbild)
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Don77

Ich werde depressiver bei so überdimensionalen Gehältern im Vergleich zu einen normalo. Lese sowas nicht gerne und halte mich von Sport Nachrichten fern, weil mein Neid auf diese Leute mich weiter krank macht. Diese Welt ist so furchtbar und grausam ungerecht, das ist so unfassbar schlimm. Kann jeden verstehen der arbeitslos ist und sich ein normalo Arbeitsleben nicht antun will, da die lohnunterschiede von ganz unten normalo bis hin oben auch in Deutschland so unglaublich hoch sind.

Pierre

Diese Welt ist so furchtbar und grausam ungerecht, das ist so unfassbar schlimm. Kann jeden verstehen der arbeitslos ist und sich ein normalo Arbeitsleben nicht antun will, da die lohnunterschiede von ganz unten normalo bis hin oben auch in Deutschland so unglaublich hoch sind.

Also, dass Sportler so viel Geld verdienen liegt ja nicht an den Sportlern selbst, sondern an denen, die denen so ein Gehalt zahlen. Und die Vereine oder Organisationen können den Sportlern so viel Geld zahlen, weil wir als Gesellschaft so viel Geld da rein pumpen in Form von Stadionbesuchen, Streaming-Abos, Merchverkäufen usw.

Dann: Ein „Normalo“ verdient nunmal so wenig, weil er auch viel viel weniger leistet, als z.B. ein Profi-Sportler. Und die die was leisten bekommen auch gutes Geld, zum Beispiel Handwerker, nur schaut da halt keiner zu und feiert es ab, wie du die Fliesen legst. Trotzdem lässt sich da wirklich sehr gutes und auch viel geld verdienen, z.B. als Fliesenleger jetzt.

Ich werde depressiver bei so überdimensionalen Gehältern im Vergleich zu einen normalo. Lese sowas nicht gerne und halte mich von Sport Nachrichten fern, weil mein Neid auf diese Leute mich weiter krank macht.

Mach dir darüber mal Gedanken:
Warum macht es dich neidisch, wenn jemand zu dem du absolut keinen Bezug hast mehr Geld verdient als du?
Wie äußert sich dieser Neid (wird dir z.B. körperlich übel wenn du sowas liest)?

Ich glaube, du hast ein sehr ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, aber denk mal darüber nach, ist das Gehalt von Spitzensportlern nicht vielleicht doch gerechtfertigt?
Du gibt deine Privatsspähre auf, musst dich zwingend an Routinen halten, musst desöfteren körperlich an deine Grenzen gehen, es ist auch nicht ungewöhnlich wenn man als z.B. Footballer oder Fußballer sich auch mal hart und schmerzhaft verletzt, du musst viel Reisen (siehst deine Familie selten), du bist im Blick der Öffentlichkeit & Medien und du hast nach deiner Karriere nicht unbedingt einen Folge-Job und musst u.U. mit allem was du verdient hast auskommen für den Rest deines Lebens.

Na klar, 45 Mio. jährlich ist vielleicht echt sehr sehr viel, aber wie gesagt, es spielen verschiedenste Faktoren da rein. Größtenteils natürlich das, was wir als Gesellschaft überhaupt in die jeweilige Sportart investieren.
American Football = große Reichweite = großer Verdienst.
Handball = kleine Reichweite = kleiner Verdienst.

P.S.: Aber um auf „Diese Welt ist so furchtbar und grausam ungerecht, das ist so unfassbar schlimm.“ zurückzukommen, dass du sowas in einem solchen Bezug schreibst… Es werden Menschen in China und Israel unterdrückt, in der Ukraine ist Krieg und du sagst die Welt ist grausam und schlimm, weil ein amerikanischer Footballer sehr viel Geld verdient. Finde ich irgendwie daneben und befremdlich.

ImInHornyJail

Bei den Handwerkern verdienen meist nur die Chefs ganz gut.
Und was Leistung angeht finde ich sind die Handwerker (es gibt ausnahmen) über den Sportlern. Physische und psychische Belastung bei Handwerker bzw. den „normalo“ verdienern ist meist größer als bei Sportlern. Klar leisten die Sportler auch viel aber ich denke nicht, dass die sich große Sorgen machen wie sie weiter ihre Familie ernähren. Da fällt schon mal diese Belastung weg.

Deswegen finde ich immer diese Aussage „Lebe einfach dein Leben. Genieße es.“ Von den ganzen superstars lächerlich.

Pierre

Alle meine Freunde die ich so habe die Handwerker sind verdienen als Gesellen gutes Geld. Der eine macht Notdienste, der andere arbeitet zwischendurch schwatt, aber am Ende haben die alle gutes und auch nicht grade wenig Geld.

Ich komme selbst aus einer Hartz-IV-Familie und weiß genau wie schwer es sein kein und wie frustrierend. Als ich mein FSJ angefangen habe musste ich 200€ von meinen 450€ an meine Mom abgeben, weil das zusätzliche Geld vom Hartz-IV-Satz gestrichen wurde. Das war extrem frustrierend und ich hab wirklich überlegt „einfach arbeitslos“ zu werden, wenn die es einem schon Berufsanfängern so schwer machen.

ABER ich wusste auch, dass das nichts bringt und ich mir am Ende so sicher nicht mal einen guten Rechner oder Urlaube leisten kann, und deswegen gehe ich arbeiten und habe eine Ausbildung gemacht. Im Büro, also schwarz ist leider nicht so viel drin, aber wenn man gut verhandeln kann dann läufts auch mit dem Gehalt.

Was KEINE Ausrede ist, ist folgendes:“Kann jeden verstehen der arbeitslos ist und sich ein normalo Arbeitsleben nicht antun will, da die lohnunterschiede von ganz unten normalo bis hin oben auch in Deutschland so unglaublich hoch sind.
Wenn man anfängt so zu denken, dann sieht man in allem nur das schlechte und auch ein gut bezahlter Job ist einem auf einmal zu „wenig“, weil „der Chef verdient doch viel mehr und speist mich mit einem Hungerlohn ab“. Dabei verdient man doch meistens mehr Geld als wenn man nichts tun würde.

Und wer sagt mit Ü30 oder Ü40 fange ich doch keine Ausbildung mehr an, ich hatte im Altenheim während meines FSJ eine 45-jährige Frau die eine Ausbildung zur examinierten Pflegekraft gemacht hat, es ist wirklich NIE zu spät.

Physische und psychische Belastung bei Handwerker bzw. den „normalo“ verdienern ist meist größer als bei Sportlern.

Nie, nie, nie, nieeeeeeemals im Leben ist die körperliche Anstrengung bei normalen Handwerkern größer als bei Spitzensportlern, also wer DAS behauptet hat glaube ich noch nie wirklich Sport jeglicher Art gesehen und sich damit befasst, wie man überhaupt dahin kommt wo die sind.
Fußballer und allgemein Spitzensportler opfern ihre Kindheit, ihre Jugend und auch die Anfänge des Erwachsenwerdens für tägliches, hartes Training und Verzicht nur damit die überhaupt so gut werden in dem was die machen. Jeder, der sowas (siehe Zitat) sagt kann ja mal eine Woche versuchen ein Trainingspensum von einem Spitzensportler durchzuziehen.

Ich will dem User Don77 auch nichts böses, aber ich glaube einfach dass dem und auch vielen anderen nicht klar ist, wie sich solche Gehälter überhaupt zusammensetzen. Und da dann von „Unfair“ oder so zu sprechen ist unfair den Sportlern gegenüber (die in erster Linie nicht mal was für ihr Gehalt können, die Verhandlungsbasis macht ja der Markt und nicht der Verein oder Spieler).

ImInHornyJail

Da haben wir dann verschiedene Ansichten was die Belastung angeht.
Ein Sportler, der immer im Training ist, „fast“ immer das gleiche macht (plump gesagt rennen und Ball treten) und dann mit ca 30-40 Jahren aufhört
Ein Handwerker, der bis 60+ körperlich anstrengen muss. Steine, Werkzeuge etc schleppen muss. 8 Stunden jeden Tag dauerbelastung des Körpers.

Klar die Sportler müssen ihr privates leben opfern.
Viele Handwerker müssen gucken ob die sich überhaupt noch ein vernünftiges Leben leisten können.

Pierre

Hahahahaha ja gut, wenn man keine Ahnung von Profi- und Spitzensport hat, dann sollte man lieber ruhig sein, denn eins kann ich dir versichern, dein plump dahergesagtes kommt nicht mal annähernd an die Realität heran xD

Ich liebe es immer, wenn sich Leute äußern die keine Ahnung haben aber denken es wäre so.

ImInHornyJail

Jaja die armen armen Sportler. Anscheinend hast du auch keine Ahnung wie vernünftige Handwerker arbeiten.
Aber deine Antwort zeigt mir deine geistige unreife. Danke für die Diskussion.

Zuletzt bearbeitet vor 11 Tagen von ImInHornyJail
Threepwood

Es werden […] grausam und schlimm, weil ein amerikanischer Footballer sehr viel Geld verdient. Finde ich irgendwie daneben und befremdlich

Bloß weil es immer irgendein schlimmeres Ereignis gibt, macht es beständige, sehr fragwürdige und (auch gesellschaftlich scheinbar) etablierte Dinge nicht „daneben und befremdlich“.

Und mit deinem Handwerker, also puh…schwierig. Wenn die auch alle internationale Top-Ärzte, medizinische Versorgung, Krankentage….ach egal. Das lässt sich alles hinten und vorne nicht vergleichen und rechtfertigt diese absurden Gegensätze nicht. Man kann den Verdienst von Spitzensportler in den letzten gut 25 Jahren ruhig als ein schräges, kapitalistisches Phänomen und für sich als einen Fail von vielen der ach so entwickelten reichen Länder anerkennen.

Kanone

Das stimmt wohl, Harz4ler sind meist besser gestellt als Mindestlohnarbeiter und wenn das Geld bei Harz4 nicht reicht, arbeitet man halt schwarz(hat ja genug Zeit). Kenne mehrere die sich eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung geholt haben und dann schwarz Putzen gehen, kann es ihnen ehrlich gesagt auch nicht verübeln. Wenn Bürgergeld kommt, wird das ganze noch viel viel einfacher. Der normale Arbeiter(Mindestlohn) weiß vor lauter Steuern/Abgaben nicht mehr wie er über die Runden kommen soll. Rente bekommt der normale Arbeiter (Mindestlohn) eh nur Mindestrente und wenn er dann noch einen Riester Abzockvertrag hat wird ihm der Riesterbetrag vom Aufstockbetrag abgezogen, darüber freut sich dann die Regierung weil sie weniger aufstocken muss, nicht jedoch der Rentner der dann trotz Riesterrente nur den Mindestrentenbetrag erhält.

Zuletzt bearbeitet vor 12 Tagen von Kanone
Pierre

So einen Quatsch habe ich auch selten gelesen, das letzte mal wahrscheinlich auf Facebook.

Harschen

Kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Gerade in Deutschland hast du unglaublich viele Möglichkeiten aufzusteigen, dich weiter zu Bilden und etwas aus deinem Leben zu machen. Du kannst kostenlos über den zweiten Bildungsweg einen höheren Abschluss nachholen, kannst studiere gehen, wenn du willst. Bekommst deine erste Ausbildung komplett vom Staat finanziert.

Und wir haben momentan so einen krassen Fachkräftemangel in Deutschland, dass eh bei vielen Firmen die Aufnahmebedingungen reduziert wurden und mit massiven Boni geworben werden.

Bessere Chancen aufzusteigen als jetzt hattest du in der Vergangenheit noch nie.

Ja, man muss etwas machen und es wird einem nicht auf dem Silbertablett präsentiert, aber es ist machbar. Allein ein Gehalt von mindestens 2.000 Netto ist kein Ding der Unmöglichkeit und sehr einfach zugänglich.

Ich selber komme aus einer Arbeiterfamilie und wir hatten kaum Geld, in meiner Kindheit konnten wir uns gerade einmal 3 Urlaube leisten. Ich bin damals mit einem Hauptschulabschluss von der Schule gegangen, habe auf dem zweiten Bildungsweg mein Abi nachgeholt. Habe studiert. Da ist sehr viel Zeit in meine Bildung geflossen. Es hat nicht lange gedauert bis ich mehr als meine Eltern zusammen verdient hatte. Jetzt verdiene ich mehr als genug und könnte meine Familie, Frau und zwei Kinder, alleine versorgen und wir haben ein Haus gekauft.

Threepwood

Das sind die Geschichten, warum primär junge Männer auf die FDP reinfallen und die grad da ist, wo sie nicht hingehört.
Mich freut es für dich individuell, wirklich und ganz ehrlich! Aus einem Fallbeispiel von seeeehr, sehr wenigen in unserem Land, lässt sich leider kein gemeingültiger sozialer und wirtschaftlicher Aufstieg ableiten. Zumal ein Studium nicht des Rätsels Lösung ist – individuell je nach Schulden anschließend manchmal ja, manchmal auch so gar nicht und für eine Gesellschaft definitiv nicht.
Es braucht Arbeitnehmer ohne Studium für diverse Bereiche der Erhaltung einer Gesellschaft. Diese müssen einfach angemessen ausgebildet, anerkannt, entsprechend vergütet und nicht verheizt werden.

Wir sind ein Land, in dem ein wesentlicher Grundbaustein der Gesellschaft: „Soziales, Bildung und Gesundheit“, als nicht produzierende Zweige, real nichts von den ganzen angeblichen Boni aufgrund des Fachkräftemangels spürt. Diese Boni erlauben sich produzierende Zweige. Der Rest schuf vor gut 20 Jahren halbwegs angemessene Altverträge, Tarife etc. ab. Und bleibt dabei, mit dem Segen der jeweiligen Politik.

Zuletzt bearbeitet vor 12 Tagen von Threepwood
Harschen

Es geht mir darum, dass du in Deutschland dein persönliches Glück definitiv finden kannst. Du bist nicht an deine Klasse gebunden und kannst aufsteigen. Allein weil die Einrichtungen vom Staat finanziert sind, musst du nur für dein Lebensunterhalt aufkommen und das macht uns schon deutlich einfacher als z.b. die USA. Ich hatte keine hohen Schulden, als ich fertig war. Ich hatte gar keine Schulden. Ich war aber auch durchgehend nebenbei arbeiten. War der Alltag damals leicht? nein, aber ich hatte mein Ziel gehabt.

Ob ein Studium sinnvoll ist oder nicht, hat leider auch nichts zu sagen. Wir leben in einer Gesellschaft, bei dem so ein Abschluss hoch angesehen wird. Du bist mit einem Zettel auf dem Bachelor oder Master steht, schon deutlich besser dran. Mir ist aber auch bewusst, dass der deutsche Bachelor in vielen Länder gar nicht qualifiziert um ein Masterstudium anzufangen. So geil ist der einfach nicht, hat aber seine gesellschaftliche Wirkung.

Mich stört es einfach, wenn Menschen nicht einmal versuchen etwas an ihrem Lebensumständen zu ändern und sich einfach lieber hinsetzen und sagen, dass die Welt scheiße ist und ihre Zeit und Frust in Videospiele ertränken.

Pierre

Mich stört es einfach, wenn Menschen nicht einmal versuchen etwas an ihrem Lebensumständen zu ändern und sich einfach lieber hinsetzen und sagen, dass die Welt scheiße ist und ihre Zeit und Frust in Videospiele ertränken.

Das ist es nämlich. Alle die hier rumheulen sind wahrscheinlich exakt genau so. So wird auch der Hauptkommentator hier sein und ich will den Menschen ja auch nichts böses, die sind halt einfach nicht so gut gebildet wie unser eins, aber ich verspüre da schon einen gewissen Hass, wenn ich so einen Scheiß lese.

„Kann jeden verstehen der arbeitslos ist und sich ein normalo Arbeitsleben nicht antun will, da die lohnunterschiede von ganz unten normalo bis hin oben auch in Deutschland so unglaublich hoch sind.“

„Das stimmt wohl, Harz4ler sind meist besser gestellt als Mindestlohnarbeiter“

Zum Kotzen solche Aussagen, wirklich, weil es nicht stimmt und weil die sich mit so einer Einstellung erst in eine solche Lage bringen, ich würde jeden Menschen der Arbeitet mehr Respekt zollen als solchen arbeitslosen Pissern, weil Arbeitslos kann jeder mal sein, aber zu sagen „Arbeiten lohnt sich nicht“, da kannste dich auch einfach umbringen, sorry wenn ich das so sage, aber wir brauchen dich als Gesellschaft dann einfach nicht und du kostest und allen unnötig Geld.

Threepwood

Aus einer Gegenbewegung heraus arbeitslos zu werden, ist jetzt auch nicht das Wahre, aber im Kern macht mich das auch fassungslos.
Es ist komplett absurd geworden, was Sportler, Vereine, Verbände und die Netzwerke dahinter verdienen. Es ist zudem auch spannend, was für Verträge alle nebenbei laufen. Es funktioniert irgendwie für alle Beteiligten, bishin in den Schwarzmarkt und die Illegalität hinein.
Die Konsumenten spielen das Spiel aber auch mit und tragen ihre „Mitschuld“ bei – insofern sie dies überhaupt hinterfragen.

Pierre

Wo viel Geld reinfließt lässt sich nunmal auch viel Geld verdienen, ganz einfach.
Niemand hat die Leute dazu gedrängt NICHT Fußballprofi zu werden. Das hätte jeder werden können. Es gibt kein Privileg, dass es einem erlaubt Fußball zu spielen, von daher kann oder konnte es jeder mal schaffen.

„Es ist komplett absurd geworden, was Sportler, Vereine, Verbände und die Netzwerke dahinter verdienen.“
Komplett absurd ist eher, was die Gesellschaft in die Sportarten investiert. Alles andere ist eine Folge dessen.

Threepwood

Ein Cousin von mir ist Profi-Fußballer, ob du mir das nun glaubst oder nicht, erzähl mir nichts von „jeder kann es schaffen“. Das musst du von Kindheit an massiv forcieren, supporten, bezahlen, die Zeit dafür haben, bis es überhaupt erst in die Internate und Nachwuchsmannschaften geht.
Die jeweilige Zielgruppe wird konditioniert, überdurchschnittlich in das Fan-sein zu investieren. Sie machen es mit, weil sie es nicht mehr missen möchten. Die Preise für Fanartikel, TV-Rechtevergabe, Kartenpreise etc gehen von denen aus, die damit Geld verdienen. Und sobald ein Sport populär genug ist, wird es aus der Massenbewegung heraus funktionieren. Von Korruption in nahezu allen Sportarten fang ich mal nicht an. Gibt sehr aufschlussreiche Bücher dazu, direkt aus der Bubble des Sports, vor allem Fußball international.
Man kann sich professionellen Sport in seinem jetzigen Stadium schön reden und es als fair verkaufen wollen. Oder wie geschrieben, man öffnet die Augen und nimmt es als Absurdität für sich und Ergebnis von dreckigstem Kapitalismus wahr, der die Tätigkeit selbst auf die Ersatzbank geschickt hat.

PS: mir geht’s nicht darum, den Leuten ihr Glück auf diese Summen zu missgönnen. Sollen sie mitnehmen, kann ich individuell verstehen. Das System ist aber krank.

Vinception

@Schuhmann
Der Mann heißt „Kyler“ und nicht „Kyle“ (siehe Artikelbild) 😉

Zum Thema selbst bin ich mir nicht sicher, was mich mehr amüsiert: Die Klausel selbst, oder dass sie direkt geleakt wurde

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