MeinMMO-Redakteur Dariusz hatte überraschend viel Spaß an New World, aber um es zu lieben, hätte sich das MMORPG grundlegend verändern müssen.
Als New World 2021 veröffentlicht wurde, war es das erste MMORPG, das mein Interesse wecken konnte. Es sah grafisch modern aus, hatte ein cooles (wenn auch nicht kreatives) Setting und zwang mich beim Kampfsystem nicht direkt in eine feste Rolle wie DPS oder Heiler. Stattdessen wählte ich die Waffen, auf die ich am meisten Bock hatte, und ging einfach meinen Weg,
Dass ich meinen Build nicht für eine spezifische Rolle ausgerichtet habe, könnte eingefleischte MMORPG-Fans sauer aufstoßen lassen, aber für mich bedeutete es sowas wie Freiheit. Ich konnte erstmal rumprobieren, was mir in diesem für mich noch recht neuen Genre am besten gefällt.
In dieser Woche erwarten euch jeden Tag spannende Artikel rund um das Thema MMORPG. Mit dabei: nostalgische Rückblicke, spannende Analysen namhafter Branchen-Veteranen, Ausblicke auf kommende Online-Rollenspiele und launige Streams.
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Für mich war zudem frühzeitig klar: Ich werde hier keine Gruppen-Aktivitäten wie Dungeons oder Raids spielen, da in meinem Freundeskreis kaum jemand MMORPGs spielt und ich schließlich die meiste Zeit mit denen zocken will.
New World wurde für mich zu einem Spiel, in dem ich kurz reinging, etwas questete, farmte und es dann wieder schloss. Das hat mich als hoffnungsloser MMO-Casual auch eine Weile beschäftigt – doch irgendwann wurde es zu repetitiv und für mich war klar:
Ich hätte so Bock auf New World, wenn es ein anderes Spiel wäre.
Vielleicht hätte es in einem anderen Genre mehr Erfolg gehabt
Bitte hasst mich nicht, aber: Ich hätte New World sehr viel besser gefunden und viel mehr gespielt, wenn es statt eines MMORPGs ein Survival-Game geworden wäre, so wie ursprünglich geplant.
Versteht mich nicht falsch, ich hoffe wirklich, dass ihr MMORPG-Spieler die Games bekommt, die ihr euch wünscht. Nach dem, was ich als Außenstehender so mitbekomme, hat das Genre auch seit einiger Zeit keinen superguten Stand. Ich will natürlich nicht, dass ein MMORPG, das ihr vielleicht mochtet, niemals ein MMORPG hätte werden sollen. Für mich persönlich hätte es aber durchaus ein Survival-Game sein können.
Es gab bereits zu Release das Farmen, wie wir es aus Survival-Spielen kennen. Heißt: Wir kloppen mit Axt oder Spitzhacke auf Bäume und Steine ein, um Ressourcen zu sammeln.
Mir fehlte aber der nächste Schritt zum Survival-Game: der Basenbau.
Es gab in New World verschiedene Städte und tiefgreifendes Housing, aber nicht die Möglichkeit, riesige Basen zu errichten und die eigene Kreativität auszuleben.
Der Bau einer Basis oder einer ganzen Stadt ist in Survival-Spielen immer das, was mir am meisten Spaß macht. Außerdem kann ich das jederzeit alleine machen: Ich brauche keine Gruppe an Mitspielern, mit denen ich einen Dungeon oder Raid laufe. Ich kann einfach bauen, ganz alleine. So viel ich will.
Die Gruppen-Aktivitäten und Quests würden dabei genauso wenig wegfallen, wie bei anderen Survival-Spielen. Ich denke da vergleichsweise etwa an ARK oder Conan Exiles. Man hat als Solo-Spieler eine ganze Weile zu tun, aber Bosskämpfe, Dungeons oder gar Raids könnte es trotzdem geben.
Unendliche Möglichkeiten auch nach dem Tod
Den größten Vorteil, den ein Survival-Game gegenüber einem MMORPG hat, ist die Ungebundenheit an offizielle Server. Natürlich könnt ihr euch dort auch einen festen offiziellen Server raussuchen, einen Clan gründen, PvP spielen, andere Spieler kennenlernen, jeden Mittwoch raiden und quasi alles machen, was auch in MMORPGs möglich ist.
Ihr könnt euch aber auch einen privaten Server beim Host-Dienst eures Vertrauens mieten und euch mit Freunden eine entspannte Zeit machen.
Private Server haben dabei den Vorteil, dass ihr euer Spiel beliebig mit Mods erweitern könnt und ihr unabhängig davon seid, ob die Entwickler die offiziellen Server weiterführen oder abschalten.
In ARK: Survival Evolved habe ich fast 2.000 Stunden. Die hätte ich wahrscheinlich nicht, wenn es keine Mods gäbe.
Wir haben über die Jahre unser Spiel mit verschiedenen Modifikationen verändert. Dazu zählen neue Kreaturen oder Waffen, Baustile, unzählige QoL-Verbesserungen und riesige, wunderschöne Maps mit eigenen Dungeons und Bosskämpfen. Oftmals gibt es auch für Roleplay-Fans eine große Auswahl an Mods.
Und wie die Mod-Community von Skyrim und Starfield zeigt: Es ist sogar möglich, dass große Projekte mit eigenen Story-Kampagnen und Questlines erschaffen werden.
Also selbst als Amazon bei New World den Stecker gezogen hat, hätte es als Survival-Game noch lange weiterleben können. ich wäre jedenfalls ein Fan gewesen.
Wie ist euer Eindruck von der Idee? Hättet ihr New World eine Chance gegeben, wenn es stattdessen als Survival-Game mit MMO-Elementen erschienen wäre? Schreibt es uns in die Kommentare!
Falls ihr nicht wisst, was ich mit dem großen Mod-Projekt von Starfield meine, das eine eigene Kampagne lieferte, werft gerne einen Blick in diesen Artikel. Die Community hat aus Starfield ein Star-Wars-Game gemacht: Eine kostenlose Mod macht Starfield endlich zu dem Spiel, das sich Fans immer wünschten, aber nicht jeder kann sie spielen
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Kommentare
Es hatte viel Potential und eine gute Atmosphäre. Denke da hätte man viel mehr draus machen können.
Die ständig wechselnde Richtung am Beginn war wohl auch ausschlaggebend für den Misserfolg, da man ständig mit seinen Zielgruppen gespielt hat und Eewartungen…
die dev’s haben pratkitisch mir ihrer dummen entscheidungen die community weg gepatched
Gerade bei Amazon glaube ich nicht das es die devs waren, dann eher der blöde Buchverkäufer…
Naja, das war ihr erstes Spiel und zb. solch gravierende Sachen wie der Markt/Duping war über Monate ein ziemlich großes Problem welches sie nicht gefixt bekommen haben.
Ergo waren schon die Entwickler dafür verantwortlich und selbst mit viel Geld kannst du dir keine Erfahrung kaufen…
Ob duping überhaupt möglich ist hängt oft daran wieviel der Verantwortung dem client überlässt, dies ist eine Grundsatzentscheidung (management) die oft aus Faulheit nicht zur Serverseite geschoben wird. Man damit unter anderem Latenzprobleme verbergen was auch beim ursprünglichen pvp focus eine logische Erklärung war.
Unsauber Datenbanken können auch dazu führen und ist tatsächlich dann tief im Code complex zu lösen.
Item ID’s siehe Arc Raiders ist auch im nachhinein schwer zu lösen,….
Usw…
Alles aber Grundsatzentscheidungen die nicht der kleine Dev trifft sondern die vorher geklärt werden müssen und meist aus Faulheit, Geldgier oder Zeitdruck vernachlässigt werden oder eine Kombination aus allem oben genannten sind.
Das Zeug im Nachhinein zu fixen ist dann oft richtig teuer und aufwendig, da nimmt man oft mit was man hat und lässt das game sterben wie Amazon.
Wenn man solche Entscheidungen den Devs überlässt ist man kein guter Chef und das unterstelle ich gerade Amazon Games vor allem das ganze hin und her am Anfang denke ich hat den Grundstein für das Chaos gelegt…
Die dummen Entscheidungen, der Community immer genau das zu geben, was sie gerade am lautesten will? (das war nämlich so ziemlich genau das einzige, was sie getan haben)
wenn man mehrmals den gesammtgen markt zerstört liegt das schon an den fehlenscheidungen der dev’s.