Mit dem Twitch-Streamer Marcel „MontanaBlack“ Eris wird für ein Parfüm Werbung gemacht, dabei weiß er davon gar nichts. Der YouTuber Klengan hat sich die Werbung in einem Video einmal genauer angeschaut.
Was ist das für eine Werbung? Es handelt sich dabei um eine Werbung von einem Shop, der Duftzwillinge verkauft. Er ahmt teure Düfte von bekannten großen Marken nach und verkauft sie für einen günstigeren Preis.
Die Firma schaltet seit einiger Zeit Werbung auf Plattformen wie Reddit und es scheint, als würde der Twitch-Streamer MontanaBlack das Parfüm empfehlen und dafür werben. In einem Clip schwärmt er angeblich vom Duft Imperial: „Ich hab’ mich jetzt gerade eingesprüht und der [Duft] hält noch zwei, drei Tage.“ (via YouTube).
Danach nennt der Twitch-Streamer das Parfüm und sagt weiter: „Das ist der geilste Duft, den ich jemals gerochen habe.“
MontanaBlack ist nicht als Einziger betroffen
Was steckt dahinter? Die Werbung ist allem Anschein nach ohne das Wissen des Twitch-Streamers entstanden und nicht echt. Er wirbt nicht wirklich für das Parfüm und seine Stimme im zweiten Teil des Videos, als er den Namen des Parfüms ausspricht, scheint KI-generiert zu sein.
Wie der YouTuber Klengan ausgegraben hat, ist der Clip von MontanaBlack, der für die Werbung benutzt wird, schon mehrere Jahre alt und ursprünglich redet der Twitch-Streamer über ein ganz anderes Parfüm, nämlich Ombre Nomade von Louis Vuitton. Das ist unter anderem in diesem TikTok zu sehen:
Auch der Parfüm-Influencer Jeremy Fragrance wird für diese Werbung genutzt, wie Klengan in seinem Video (auf YouTube) zeigt. Hier wurde allerdings auch das Video an sich manipuliert und nicht nur die Stimme imitiert, wie bei dem Clip von MontanaBlack. Ursprünglich stammt der Ausschnitt von Jeremy Fragrance aus einem Interview mit dem Magazin VICE, wie Klengan zeigt.
Die große Reichweite, die Influencer sich innerhalb ihrer Karriere aufgebaut haben, wird häufig von Firmen für Werbung und Kooperationen genutzt. Geschieht das in Absprache mit dem entsprechenden Content Creator spricht man von einer Kooperation.
Einfach das Gesicht oder die Stimme eines Internet-Stars nachzuahmen und so für die eigenen Zwecke zu inszinieren, scheint zumindest moralisch fragwürdig.
Klengan beleuchtet in seinem Video weiter, dass gegen solche KI-generierten Inhalte nicht wirklich effektiv vorgegangen werden. Zwar könne man die Inhalte sperren lassen, falls man auf sie aufmerksam wird, doch bis dahin könne schon ein entsprechender Schaden entstanden sein.
Schließlich benötigten die entsprechenden Plattformen Zeit, um die Inhalte zu prüfen und dann im gegebenen Fall auch zu löschen. In der Zeit sei das Video allerdings schon von vielen geschaut worden.
Wie machtlos man langfristig gegen solche Aktionen ist, zeigt auch die Tatsache, dass die Werbungen bereits vor einem Jahr schonmal verbreitet wurden, nachzusehen auf TikTok.
MontanaBlack selbst hat sich zu der Werbung noch nicht geäußert. Dass der Twitch-Streamer als KI-generierte Version Werbung macht, liegt gar nicht so fern von der Realität. In der Vergangenheit bewarb ein Fake-MontanaBlack die neuen Sorten seiner Getränkemarke GÖNRGY und zeigte damit, dass der Twitch-Streamer schon in Rente gehen könnte, wenn er wollte. Mehr dazu lest ihr auf MeinMMO: Ein Supermarkt wirbt mit einem Double von MontanaBlack – Zeigt, dass der Twitch-Streamer in Rente gehen könnte
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