Monster Hunter Generations Ultimate ist herrlich frustrierend

Monster Hunter Generations Ultimate (XX) erscheint am 28. August exklusiv für die Nintendo Switch. Unsere Autorin Leya konnte schon mal vorab die Vollversion testen. Sie hat sich wieder zurück erinnert, warum Monster Hunter so frustrierend und befriedigend zugleich sein kann. 

Monster Hunter World gehört zu den Spielen, die ich hier auf Mein-MMO eng betreue und mit Freude etliche Stunden spielte. Ich spielte nicht alle Teile der Franchise, bin aber mit der Serie verwurzelt. Besonders hatte es mir seinerzeit Monster Hunter 3 Ultimate angetan, das ich am liebsten auf meinem Nintendo-3DS vom Bett aus zockte.

Monster Hunter Generations spielte ich nicht ganz so intensiv, was aber eher an Zeitmangel lag. Umso mehr freute ich mich, als ein Review-Key der Vollversion von Monster Hunter Generations Ultimate in mein Postfach flatterte. Endlich konnte ich mich diesem Titel auch mal so richtig widmen.

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Dank World vergaß ich den herrlich motivierenden Frust der Fehltritte

Monster Hunter World vergibt mir meine Fehler schneller: Bereits die erste Jagd auf ein großes Monster, den Groß-Maccao, erinnerte mich schlagartig daran wie brutal Monster Hunter sein kann. Es handelt sich hier um eine Mischung aus Vogelstrauß, Kängeruh und Echse. Das bunte Kerlchen verpasst einem Tritte mit seinen Hinterbeinen, die einen direkt in die Ohnmacht schicken können, wenn man nicht aufpasst.

In Monster Hunter World habe ich von Anfang an einen Palico dabei, der mich schon mal heilt. Genauso bin ich in der Lage zu laufen, wenn ich einen Trank einnehme oder meine Aktion abzubrechen. Ich hatte über all die Zeit mit Monster Hunter World vollkommen vergessen, wie viel es ausmachen kann, wenn man dieses nicht mehr hat.

Groß-Maccao

Der Groß-Maccao setzt sich wie ein Kängeruh auf seinen Schwanz und tritt dann brutal zu.

Der Ehrgeiz und die Wut wächst in mir: Genau diese Brutalität in Monster Hunter Generations Ultimate macht mich ziemlich heiß darauf, es den Monstern so richtig heimzuzahlen. Dieser Moment, in dem ich meinen Heiltrank schlürfe und stehen bleiben muss, weil das eben in älteren Teilen so war. Dieser Moment, wenn ich das Monster sehe, wie es zu seinem Ansturm ansetzt.

Dieser verdammte Moment, wenn ich stehen bleiben und zusehen muss, wie ich in den nächsten Sekunden entweder ohnmächtig geschlagen oder zumindest hart erwischt werde. Genau diese Frustration, die ich dann tief in mir spüre, ist mein Antrieb um besser werden zu wollen.

Diese starken Emotionen blieben bei mir größtenteils in World aus, auch wenn ich es nach wie vor für ein geniales Spiel halte.

Ich komme wieder, mein Freund: Wer in Monster Hunter besser werden möchte, muss an seiner Ausrüstung feilen. Denn hier bist Du, was Du trägst und kannst. Ich hätte Euch gerne noch einen tieferen Einblick gegeben, aber der Kängeruh-Vogel hat mich beim Anspielen direkt fertig gemacht. Ich muss jetzt erst mal noch ein bisschen Kleinzeug farmen, um meine Ausrüstung zumindest etwas zu verbessern.

Monster-Hunter-Generations-Ultimate-Mitsune

Mizutsune ist ein Leviathan in Monster Hunter Generations Ultimate.

Monster Hunter Generations Ultimate bietet so viel, ist aber sperrig

Mehr als 80 große Monster, 23 Maps, G-Rank, Jagstile, selbst zur Katze werden: Bevor ich überhaupt mit der eigentlich Jagd anfing, konnte ich mich lange mit den Jagdstilen und Palicos auseinander setzen.

In Generations Ultimate könnt Ihr zwei Palico-Begleiter haben, die unterschiedliche Skills besitzen. Diese kann ich selbst rekrutieren und ihnen dabei die Fähigkeiten verpassen. Alleine bei der Katzen-Rekrutierung ging einiges an Zeit drauf. Es ist sogar möglich, selbst zum Palico zu werden und mit ihm auf die Jagd zu gehen.

Mithilfe der Jagdstile spezialisiert Ihr Euch auf einen bestimmten Kampf-Stil. Jeder Stil verleiht Euch diverse Ausweichaktionen, spezielle Angriffe und verschiedene Jagdtechniken. Auch hier kann viel Zeit am ausprobieren und überlegen draufgehen.

Monster Hunter Generations Ultimate lässt meine grauen Zellen wieder richtig laufen, weil ich gedanklich viel dem Spielstil meiner Wahl beschäftigt bin.

Wieder zur alten UI und der Sperrigkeit zurück zu kehren ist schwer: Mir gefällt es, dass ich so in dem Spiel versinken kann. Es fällt mir allerdings nicht so leicht von World wieder zurück zur alten UI zu kehren. Denn die ist hier noch um einiges undeutlicher und komplizierter geregelt als in World. Genauso irritiert es mich, jetzt wieder mit Ladeschirmen zwischen den einzelnen Zonen auf den Maps konfrontiert zu werden.

Das ist aber eine Sache der Gewöhnung, die ich gerne eingehe.

Monster-Hunter-Generations-Ultimate-XX-Switch2

Valstrax ist ein Drachenältester, der im Prinzip Düsen in den Flügeln hat.

Ich werde auch daran erinnert, wie beeindruckend World eigentlich ist

Alles wirkt jetzt etwas dümmlich: Die Monster in Monster Hunter Generations Ultimate sind super ausgefallen und abgedreht. Es macht Spaß gegen sie zu kämpfen und sie haben einige knifflige Mechaniken auf Lager. Wenn ich diese KI aber mit der von World vergleiche, wird mir bewusst, dass diese doch etwas dümmlicher wirkt.

In Monster Hunter World sind das lebendige Ökosystem und die erhabenen Monster ein richtiges Herzstück. Sie wirken teilweise so lebendig und schlau, dass es schmerzlich sein kann, sie zu jagen. Bei den abgefahrenen und mehr comic-haften Monstern in Generations Ultimate zögere ich nicht einmal, um sie zu Brei zu schlagen. Das lässt mich doch wieder ein Stückchen beeindruckter von Monster Hunter World zurück.

World ist ein perfekter Einstieg für Anfänger: Wer jetzt mit Monster Hunter World eingestiegen ist, hat hier genau den richtigen Titel erwischt. Denn auch wenn uns hier schon einiges sperrig vorkommt, musste mich Generations Ultimate wieder daran erinnern, dass es auch „schlimmer“ geht.

Aber diese Erinnerung an das „alte“ Monster-Hunter-Gefühl ist gerade so frustrierend, wie sie auch herrlich ist.

Wer möchte, kann sich zumindest gerade eine Demo-Version von Monster Hunter Generations herunterladen:

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