MMOs Star Trek Online und Neverwinter von Entlassungen betroffen

Die MMOs Star Trek Online und Neverwinter sind von Entlassungen durch Publisher Perfect World betroffen. Beide Free2Play-MMOs werden von Cryptic Studios entwickelt.

Gestern geisterte es schon durch die sozialen Medien. Ein ehemaliger Mitarbeiter von Star Trek Online twitterte einen Gruß an die alten Kollegen bei Cryptic, die jetzt entlassen worden wären. Sonst hörte man nichts. Dann achteten die Fans mit Argusaugen auf Zeichen: Ein Community-Manager bei Star Trek Online verlor seine „Dev“-Kennzeichnung beim Forum, auch andere schienen nicht mehr bei Cryptic zu arbeiten.

Neverwinter Modul 4

Jeder Siebte musste bei Neverwinter und Star Trek Online gehen, sagt anonyme Quelle

Jetzt hat sich ein Cryptic-Angestellter, der anonym bleiben möchte, dessen Identität aber verifiziert ist, an MassivelyOp gewandt. Er informierte die US-MMO-Seite darüber, dass insgesamt 18 Mitarbeiter das Studio Cryptic Games verlassen mussten. Das sind ungefähr 14% des ganzen Studios. Auch der Lead Designer des glücklosen City of Heroes, Matt Miller, gehört zu den Entlassenen, wie MassivelyOp weiß.

Die Teams, die an Neverwinter und Star Trek Online arbeiteten, seien beide zu gleichen Teilen betroffen, meldet die Quelle. An „Champions Online“, dem dritten Game, habe man nicht gekappt, das laufe so mit und brauche „kaum was, um es am Leben zu halten.“ Im Moment noch geheime weitere Projekte werden allerdings von Cryptic mit vollem Tempo weiterentwickelt. Hier liege der Fokus des Studios.

Härter als Cryptic habe es die Niederlassung von Publisher Perfect World in Redwood Shores getroffen.

Entlassungen zeichneten sich ab, trotz nach außen positiver Signale

Im November 2014 gab es ein Statement von Perfect World. Die chinesischen MMO-Spezialisten haben damals schon angekündigt, dass die „US-Unternehmungen“ unter den Erwartungen blieben. Auch die Zukunftsaussichten für die bestehenden US-Games sah man kritisch, hielt aber große Stücke auf die „kommenden Spielen.“ Das scheinen jetzt die Konsequenzen daraus zu sein. Die Informationen der anonymen Quelle bestätigen das Statement aus dem November.

In der MMO-Szene werfen einige Fans den Spielen von Perfect World einen extremen Drall zu Pay2Win vor, wobei das vor allem für die in Asien entwickelten Games gilt. Gerade Star Trek Online kann diesem Makel entgehen. Erst neulich berichtete man stolz, wie gut es laufe und dass STO sogar Spieler gewinne. Auch Neverwinter hat mit dem Release der nächsten Erweiterung Elemental Evil und dem Start auf die XBox One eigentlich gerade Rückenwind.

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Quelle(n): MassivelyOp
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