Für unsere Grindfest-Themenwoche 2026 blickt Video-Redakteurin Anna auf die aktuellen Trends des MMO-Genres und fragt sich: Ist die goldene Ära der MMORPGs endgültig vorbei?
Klassische MMORPGs wie World of Warcraft, Tibia oder Ultima Online haben sich früher wie echte, zweite Welten angefühlt. Man kannte andere Spieler, wartete gemeinsam auf Schiffe, suchte Gruppen vor Dungeons und erlebte Geschichten, die nicht von Quests, sondern von der Community geschrieben wurden.
Heute wirken viele MMO-Spiele anders: schneller, bequemer, stärker instanziiert und oft mehr auf Dailys, Battle Passes und schnelle Belohnungen ausgelegt. Aber liegt das wirklich nur daran, dass wir älter geworden sind und weniger Zeit haben? Oder hat sich das MMORPG als Genre grundlegend verändert?
In dieser Woche erwarten euch jeden Tag spannende Artikel rund um das Thema MMORPG. Mit dabei: nostalgische Rückblicke, spannende Analysen namhafter Branchen-Veteranen, Ausblicke auf kommende Online-Rollenspiele und launige Streams.
Hier geht’s zum Programm zur großen MMORPG-Themenwoche 2026 von MeinMMO
In unserem neuen Video auf dem YouTube-Kanal von MeinMMO schauen wir uns an, warum klassische MMORPGs heute kaum noch entstehen, weshalb MMO-Lites wie Destiny oder Lost Ark so erfolgreich wurden und warum diese Entwicklung für Hoffnungsträger wie Guild Wars 3 spannend, aber vielleicht auch gefährlich sein könnte.
„Man spielt heute nur noch nebeneinander her, nicht mehr miteinander“
Die MMO-Community diskutiert: Unter dem Video auf YouTube diskutieren bereits einige Genre-Fans über die Probleme vieler aktueller MMOs und warum ihnen Online-Rollenspiele damals oftmals mehr Spaß gemacht haben.
- Shisalya schreibt beispielsweise: „Genau das ist es, man spielt heute nur noch nebeneinander her, nicht mehr miteinander.“
- Auch Hansmundwurf sieht das so: „Nebeneinander spielen statt miteinander trifft es gut. Sehr gute Einschätzung.“
- Avator2010 nimmt einen Teil der Community in die Verantwortung: „Viel ist der Spieler auch schuld. Egoistisch, toxisch und schnell, schnell. Und natürlich der weltbeste DPS-Gamer.“
- Matteozero5814 stört noch etwas anderes: „Mich hat aus den letzten MMOs der PvP-Zwang vertrieben. Lange SW:TOR und WoW gespielt, irgendwann wurds halt langweilig. Bei mir liegts auch definitiv am Alter und Job, will abends meine Ruhe haben.“
Was war euer prägendster MMO-Moment? Vermisst ihr die alte Zeit oder findet ihr moderne MMORPGs heute besser? Schreibt uns eure Geschichten gerne in die Kommentare. Wer Lust auf eine nostalgische Reise durch die gesamte Geschichte der MMORPGs hat, schaut gern hier vorbei: Über 60 Jahre MMORPGs: Wir blicken auf die Anfänge, Premieren, Höhepunkte und Niederlagen
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Habe schon vor Jahren gesagt: Früher spielten wir alle zusammen miteinander, heute spielen wir alle zusammen gegeneinander. Diese Entwicklung wurde schon vor über zehn Jahren angestoßen. Spiele wie WoW haben darauf reagiert und alles “soloable” gemacht. Der eigentliche Kern eines MMORPGs ist quasi nicht mehr vorhanden oder ziemlich aufgeweicht.
Warum ändert sich sowas? Neue Generationen führen zu neuen Bedürfnissen. Neue Generationen wachsen allein auf. Allein mit ihrem PC, allein mit dem Internet. Sie haben ja alles online. Wozu das Haus verlassen und beim Bekannten klingeln? Den kann man ja zur Not auch online treffen. Das Soziale Miteinander ist also auch im realen Leben weniger geworden und so wundert es nicht, dass sich das auch in einem MMORPG zeigt.