So hat sich das Interesse am MMORPG ESO seit dem Launch entwickelt

Das MMORPG The Elder Scrolls Online (ESO) ist eines der beliebtesten MMORPGs in Deutschland. Das verrät ein Blick auf Google Trends. Seit dem Release auf PS4 und Xbox One 2015 ist das MMORPG praktisch stabil im Interesse der Spieler – jedes Jahr im Sommer erreicht das Online-Rollenspiel einen Höhepunkt.

Was ist Google Trends? Der Service „Google Trends“ verrät, wie das allgemeine Such-Interesse an einem Spiel aussieht.

Normalerweise ist das Interesse zum Release eines Games am höchsten, um dann rasch abzufallen. Das ist bei jedem Spiel so und nichts Besonderes.

Interessant ist aber, wie sich das Interesse über Jahre entwickelt. Die meisten Spiele erreichen nie wieder einen spürbaren Aufschwung nach dem Release. Doch The Elder Scrolls Online gehört zu den wenigen Ausnahmen.

Grund dafür ist eine Entscheidung, die 2014 heftig kritisiert wurden. Denn damals verschob Zenimax den eigentlich angekündigten Release für PS4 und Xbox One auf unbestimmte Zeit.

ESO-Google-Trends
Die Entwicklung des Such-Interesses an ESO, laut Google Trends.

Wo ist ESO beliebt? Der Titel The Elder Scrolls Online ist ein typisch „westlicher Titel.“ Er ist in Kanada und den USA am beliebtesten. Aber Deutschland kommt fast auf dasselbe Interesse (98 %).

Hier in Deutschland steht man auf The Elder Scrolls Online. Bei unserem Artikel über die beliebtesten Spiele in Deutschland landete ESO stark auf Platz 2, nur WoW war noch beliebter.

WoW Classic Greifenreiter Titel mit Google Schriftzug

Sehr holpriger Release

Das ist noch interessant: ESO hatte 2014 einen extrem schwierigen Release. Bugs und Exploits plagten das Spiel. Das Endgame war für viele eine Katastrophe. ESO konnte die hohen Erwartungen nicht erfüllen, die Spiele wie Skyrim geweckt hatten.

Diese Krise lässt sich perfekt aus den Graphen ablesen.

Damals fiel das Interesse an The Elder Scrolls Online wie ein Stein herunter. Schon im Juni 2014 war das Online-Rollenspiel relativ am Boden. Der Hype war verflogen.

Besonders heftig wurde die Entscheidung kritisiert, die PS4- und Xbox-One-Version von ESO auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Dabei sollte gerade das sich als intelligent herausstellten, denn so verschaffte sich ESO eine zweite Chance.

The Elder Scrolls Online Dungeon
April 2014 war der Release von The Elder Scrolls Online – und eine harte Zeit für das MMORPG.

Am tiefsten Punkt von The Elder Scrolls Online kam die Wende

Wann ging es ESO richtig schlecht? Der Tiefpunkt war im Oktober 2014 erreicht. Damals galt das Spiel schon als tot und gescheitert oder auf dem sicheren Weg dahin.

Es war nur noch ein Neuntel des ursprünglichen Interesses an The Elder Scrolls Online vorhanden – und es war erst ein halbes Jahr seit dem Release vergangen.

Zu der Zeit arbeitete Zenimax jedoch bereits an umfassenden Änderungen. Man hatte sich Gilden ins Hauptquartier nach Maryland bestellt, um mit denen signifikante Änderungen am MMORPG zu besprechen.

Und die Wende kam dann.

TESO-Gauner
Der März 2015 leitete die Wende für The Elder Scrolls Online ein. Damals ließ man das Abo zurück.

Im März 2015 geht es aufwärts

Wann kam die Wende? Schon im März 2015 konnte ESO seinen Aufschwung einleiten mit dem Wechsel zu einem Buy2Play-Titel. Hier ließ man das Abo-Modell sausen – sofort schoss das Interesse an ESO nach oben. Nun war man wieder auf einem Viertel des Interesses zum Launch.

Später im Juni 2015 schaffte ESO mit dem Release auf PS4 und Xbox One das Comeback.

Mit 87 % war ESO im Juni 2015 wieder beinahe so interessant wie zum Launch im April 2014 – aber ein deutlich reiferes und besseres Spiel.

Das Interesse von diesem zweiten Launch konnte ESO deutlich länger konservieren als beim ersten Mal:

  • 2014 war der Launch-Hype nach 2 Monaten fast völlig verflogen
  • 2015 dauerte es 4 Monate, bis sich der Hype weitgehend abgekühlt hatte

Die Überraschung: 2014 ging es nach dieser Abkühlphase noch weiter runter. 2015 hielt ESO das Niveau.

The Elder Scrolls Online auf PS4 und XBox One ein Hit, laut Verkaufszahlen und Analysten

MMORPG ESO ist stabil seit 2015

So läuft es seitdem: Was auffällt ist es, dass ESO praktisch keine richtigen Täler mehr durchmachte. Seit dem November 2015 ist das MMORPG stabil und geht immer etwas rauf oder runter, aber die Schwankungen sind relativ gering.

ESO ist eigentlich nie mehr groß unter den Tiefpunkt aus dem Oktober 2014 gefallen. Aber es ist auch weit vom Hype des Konsolen-Releases entfernt.

ESO Summerset Geysire
Es läuft gut für The Elder Scrolls in den letzten Jahren.

ESO wird zum MMORPG des Junis jedes Jahr

ESO bleibt relativ konstant auf einem Niveau, hat also ein solides Grundrauschen:

  • Ruhiger wird es bei ESO zum Ende eines Jahres, wenn nur noch kleinere DLCs erscheinen wie 2019 Scalebreaker. Die Zeit ab September überlässt man dann den großen Konkurrenz- oder Singleplayer-Titeln
  • Höhepunkte schafft das Spiel regelmäßig im Sommer, wenn das Haupt-Addon wie Summerset oder Elsweyr kommt. Der Juni war 2017, 2018 und bislang 2019 der stärkste Monat des Jahres.

ESO läuft 2019 zwar etwas zäher, was mit ansteigendem Alter normal für ein MMORPG ist, aber es hält sich beträchtlich stabil, nach einem so turbulenten Anfangsjahr.

Das hätte man 2014 wohl kaum für möglich gehalten, dass ESO von 2016 bis 2019 so stabil und ohne großen Schwankungen läuft.

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