MMO-Trends: WoW dominiert, SW:TOR, TERA und HdRO erstaunlich profitabel

Eine Marktanalyse hat nun die profitabelsten MMOs des letzten Jahres ermittelt. Wenig überraschend liegt der Genre-Riese World of Warcraft (WoW) weit vorne. Doch auch TERA, Star Wars: The Old Republic (SW:TOR) und Herr der Ringe Online (HdRO) halten sich erstaunlich gut.

Superdata gibt an, die Daten von den Publishern direkt erhalten zu haben. In den vergangenen Jahren hat sich die Seite einen seriösen Ruf erworben, weshalb die jetzt veröffentlichten Daten viel Beachtung finden und für einige Diskussionen sorgen.

Markanalyse: Top 10 Abo-MMOs nach Umsatz

Auffallend an der Tabelle – neben der beeindruckenden Dominanz von World of Warcraft – ist es, wie stark NCSoft auf der Liste vertreten ist. Und das mit Games, die vor allem in Asien stark sind: Aion, Blade&Soul, Lineage 1 und 2. Das in Europa und Nordamerika erfolgreichste Spiel Guild Wars 2 bietet keine Möglichkeit, ein Abonnement abzuschließen und wird deshalb nicht erfasst.

Zwei starke Vertreter aus ganz anderen Richtungen tauchen in der Liste mit EVE Online und TERA auf. EVE Online gilt, wieder neben WoW, als das einzige MMO, das über Jahre hinweg kontinuierlich wachsen konnte. TERA scheint das einzige Asien-MMO zu sein, das auch außerhalb des östlichen Marktes auf sich aufmerksam machen konnte, im Westen trat es den Weg ins Free-to-Play an – mit der Option auf Sondervorteile durch ein monatliches Quasi-Abonnement.

Star Wars: The Old Republic und Herr der Ringe Online beweisen, dass dieser oft geschmähte Gang eines Vollpreistitels ins Free-to-Play nicht das Ende für ein MMO bedeuten muss. Beide Spiele haben schon einige Jahre auf dem Buckel, beide setzen auf große Lizenzen und beide spülen ordentlich Geld in die Kassen ihrer Betreiber.

Laut der Marktstudie liegt das nicht etwa daran, dass mehr Spieler hinzukommen, sondern dass die noch spielende Zocker über Mikrotransaktionen mehr Geld im Spiel lassen.

Der Weg vom Abo-Modell weg hin zu einem Free-to-Play-Modell mit einem Cash-Shop findet in letzter Zeit einige Nachahmer und Fans. Vor allem SOE’s Präsident John Smedley ist ein großer Befürworter und möchte auch Spielern die Gelegenheit geben, Items zu designen und sie selbst im Cash-Shop anzubieten. Im Jahr 2014 sind mit WildStar und The Elder Scrolls Online noch einmal klassische Abo-MMOs auf den Markt gekommen, die sich in den nächsten Jahren sicher um einen Platz in den Top 10 balgen werden. Auch das erst 2013 erschienene Final Fantasy XIV, mit angeblich über 2 Millionen Spielkonten, sollte sich in den nächsten Jahren auf dieser Liste wiederfinden.

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Quelle(n): Superdataresearch.com
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