Die neue DC-Serie bekehrt selbst einen Lantern-Hater wie mich

Lanterns Hal guckt sauer

MeinMMO-Redakteur Nikolas Hernes war, obwohl er großer DC-Fan ist, schon immer ein Hater der Green Lanterns. Mit der neuen Serie auf HBO Max hat sich das jetzt aber geändert.

Am 16. August 2026 startete auf HBO Max die DC-Serie Lanterns, die nach 8 Folgen am 5. Oktober zu Ende ging. Ich habe mich anfangs nicht sonderlich auf die Serie gefreut, weil mich die Green Lanterns auch in den Comics nie wirklich interessiert haben. Ich fand sie meist sogar lächerlich.

Die Kraft klingt zwar gut, aber auf mich wirkte das gesamte Konzept dieser Weltraum-Polizei immer recht albern und auch Hal Jordan als bekanntester Lantern war für mich als Figur nie greifbar. Immer wenn ein Green Lantern in einer großen Crossover-Story vorkam, hoffte ich, dass er nicht viel von sich geben darf.

Am Wochenende nach dem Release der letzten Folge habe ich mir die 8 Folgen aus Interesse aber trotzdem angeschaut und war so begeistert, dass ich mir direkt einen Comic reingezogen habe.

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Eine DC-Legende trifft im Trailer zu Lanterns auf ihren Rekruten

Eine geerdete Einführung der Weltraum-Polizei

Obwohl sich die Green Lantern oft um kosmische Probleme kümmern, ist Lanterns geerdet. Hal Jordan (Kyle Chandler) soll seinen Rekruten John Stewart (Aaron Pierre) trainieren, gleichzeitig untersuchen sie einen Alien-Fall in Rushville, einer kleinen Stadt in Nebraska.

Der große Fokus ist auch gar nicht mal der Fall an sich, sondern die Beziehung zwischen Hal und John. Während John zielstrebig ein Lantern werden möchte, ist Hal nicht mehr der berühmte Held, sondern ein gebrochener Mann, der nichts mehr hat – außer seinen grünen Ring und den Schwur der Green Lanterns. Dadurch entstehen lustige, aber auch dramatische Momente zwischen den beiden Hauptfiguren, die von den Darstellern auch schön gespielt werden.

Vor allem Kyle Chandler verleiht seiner Rolle eine schöne Tiefe, die ich Hal Jordan nie zugetraut hätte. Dazu passen auch der Schwur der Green Lanterns und die damit einhergehende Aufopferung. Es ist ein Kernelement, das sich durch jede Folge zieht.

Statt sich nur auf die ehrbare Aufgabe zu konzentrieren, beschäftigt sich Lanterns mit der Bürde und den Nachteilen, sich den Green Lanterns unterzuordnen – außerdem wird hinterfragt, was passiert, wenn man aus diesem Schwur herausbricht.

Dadurch schafft die Serie auch einen Bogen, der mich menschlich berührt hat und mich selbst darüber nachdenken ließ, was eigene Ambitionen aus einer Person machen und welche Vor- und Nachteile es gibt, sich so etwas unterzuordnen.

Das ist ein Punkt, der mir bei den meisten Marvel-Serien fehlt: ein Subtext, der menschliche Probleme thematisiert.

Schurken, von denen man nicht viel sieht

In Lanterns ist ein letzter Vertreter der Manhunter der Schurke, den die beiden Lanterns finden müssen. Manhunter sollten vor den Lanterns das Universum beschützen, doch als angeblich emotionslose Kreaturen zerstörten sie ganze Zivilisationen und Planeten.

Innerhalb der Serie sieht man sie nie aktiv in Action und auch wenn man das kritisieren kann, mochte ich das. Das liegt daran, dass Lanterns einen Zwiespalt erzeugt: Ist der letzte Manhunter wirklich so gefährlich, wenn er scheinbar nichts Gefährliches mehr tut? Dadurch, dass die Serie nicht aktiv zeigt, wie sie Böses tun, hinterfragt man auch als Zuschauer die Mission von Hal.

Wenn es aber doch mal Action mit den Superkräften gibt, enttäuschte sie mich eher. Die Effekte sind nicht herausragend und mir fehlte ein wenig die Kreativität, vor allem wenn man bedenkt, dass die Green Lanterns alles mit ihren Gedanken erschaffen können.

Für mich war das aber nur ein kleiner Kritikpunkt, eben weil die Serie eine geerdete Prämisse hat und mich die beiden Hauptdarsteller wirklich beeindruckt haben. So sehr, dass ich mir mehr von den Lanterns geben musste.

Von der Serie in die Comics

Den größten Erfolg, den ich Lanterns zuschreiben muss, ist, dass ich mich direkt in die Comics einarbeiten wollte. Da Hal Jordan schon 1959 das Licht der Comic-Welt erblickte, gibt es viel Auswahl, um in die Welt der Lanterns einzusteigen. Nach einiger Recherche startete ich aber mit Green Lantern: Rebirth, einer 6-teiligen Comic-Reihe von Autor Geoff Johns, die 2004 startete.

Zwar spielt diese Story nach dem großen Paralax-Event, in dem Hal zum Schurken wurde, doch mit dem Kontext der Serie empfand ich diese Reihe trotzdem als guten Einstieg, der Hal wieder ins Rampenlicht rückt und ihn wiederbelebt. Hier bekam man aber auch John Stewart, Guy Gardner und andere Green Lanterns zu sehen.

Aktuell arbeite ich mich jetzt durch die Lanterns-Storys, die zum großen Event Blackest Night führen, in dem sich das gesamte DC-Universum einem mächtigen Schurken stellen muss, der den Black-Lantern-Ring nutzt und tote Helden als Zombies wiederholt.

Es gibt mit Absolute Green Lantern aktuell auch eine Neuinterpretation im Absolute-Universe, aber dazu kann ich persönlich nichts sagen.

Habt ihr Lanterns gesehen und was haltet ihr von den Green Lanterns? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare. Marvel wirft selbst diese Woche eine neue Serie in den Ring und zeigt einen eher unbekannten Schurken: Den neuen Schurken im MCU gibt es eigentlich schon seit 1977, aber kaum jemand kennt ihn

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