Grund 4: Fesselnde Kämpfe um Leben und Tod
Apropos: Im ersten Kingdom Come gehörten die Kämpfe zu den größten Frustfaktoren des Spiels. Mit Teil 2 haben die Entwickler jedoch die Zahl der möglichen Angriffsrichtungen verringert und das Abwehren und Kontern feindlicher Attacken vereinfacht. Dadurch sollte es allen Spielern vor allem in 1-gegen-1-Situationen sehr viel einfacher fallen, sich erfolgreich und ohne schwere Verwundungen durchzusetzen.
Ein Selbstläufer sind die Kämpfe dadurch aber vor allem in der ersten Spielhälfte nicht geworden. Reagiert man zu spät oder falsch auf Schläge des Gegners, liegt Heinrich in Sekunden besiegt auf dem Boden. Wenn man einfach nur kopflos den Kontrahenten mit Schlägen eindeckt, fängt man sich zudem leicht Gegenschläge ein oder gerät außer Puste.
25 Minuten Gameplay aus Kingdom Come Deliverance 2:
Dazu kommt, dass man es außerhalb von Duellen häufig mit mehreren Widersachern zu tun bekommt. Gelangt auch nur ein Fiesling in Heinrichs Rücken oder ungeschützte Flanke, schießt einem fast schon automatisch der Gedanke in den Kopf: „Wann habe ich eigentlich zuletzt gespeichert?“
Wenn man aber einen kühlen Kopf bewahrt, sich optimal positioniert, eventuelle Engstellen clever ausnutzt und sich vor allem aufs Kontern beschränkt, kann man auch solche Situationen meistern. Die angespannte Körperhaltung, die schwitzigen Hände und die auf vollen Touren arbeitende Pumpe belegen dabei jedes Mal eindrucksvoll, wie wirkungsvoll das Kampfsystem von KCD2 ist.
Grund 5: Lupenreines Singleplayer-RPG
Wir leben in Zeiten, in denen Publisher ihre namhaften Studios für Service-Games verheizen und in denen Ingame-Shops, Online-Zwang und Battle-Pass-Angebote so gut wie jedes Genre versauen. Umso schöner ist es, wenn ein Studio viel Geld in die Hand nimmt, um eine fast schon oldschoolige Spielerfahrung für Einzelspieler zu entwickeln, die man kaufen und durchspielen kann.
Die beiden Teile von Kingdom Come sind genau solche reinen Singleplayer-Abenteuer. Klar, es ist ein bisschen schade, dass über das Jahr 2025 hinweg noch drei kostenpflichtige Quest-DLCs für Kingdom Come: Deliverance 2 kommen sollen.
Die Hauptgeschichte von Teil 2 lässt sich aber auch ohne die DLCs vollständig durchspielen. Auch bei den Nebensträngen erwarten euch keine offenen Enden, die durch einen der DLCs finalisiert werden. Zudem ist bereits der Umfang zum Release so enorm, dass dieser manch einen Spieler eher abschrecken als anlocken dürfte. Sprich: Man bekommt richtig viel fürs Geld.
KCD 2 ist das erste, große Rollenspiel des Jahres 2025 und erscheint bereits am 4. Februar 2025 für PS5, Xbox und PC. Was ihr zum Release, Preload, den Editionen, den Besonderheiten der PS5 Pro, der Roadmap sowie zum Preis und der Spieldauer des RPGs wissen solltet, erfahrt ihr in unserer Übersicht zu Kingdom Come Deliverance.

Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.