Das „Blutbad bei Xbox“ soll laut des größten Branchen-Experten noch viel schlimmer sein als gedacht

Jason Schreier Blutbad Xbox

Bei Xbox verlieren bekanntlich 3.200 Mitarbeiter ihren Job. Laut Branchen-Experte Jason Schreier ist das jedoch nur die Spitze des Eisbergs. Das „Blutbad“ soll sehr viel mehr Menschen ihre Arbeit kosten.

Wie ist die Situation? Wie schon im vergangenen Jahr führt Microsoft auch diesen Sommer umfassende Entlassungen in der Xbox-Sparte durch. 1.600 Mitarbeiter verlieren sofort ihren Job. Weitere 1.600 Stellen sollen im laufenden Fiskaljahr gestrichen werden.

Im Zuge dieser Entlassungswelle trennt man sich von gleich mehreren First-Party-Studios, darunter Ninja Theory, Compulsion Games und Double Fine. Betroffen sind aber auch Entwickler-Teams, die in Zukunft weiterhin für Xbox Spiele entwickeln sollen. Bei ZeniMax, id Software und Obsidian gab es ebenfalls umfassende Entlassungen. Dadurch ist derzeit beispielsweise die Zukunft von Elder Scrolls Online völlig ungewiss.

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Die Spitze des Eisbergs

Wer ist noch betroffen? Darauf geht Jason Schreier in seinem neuen Video auf YouTube ein. Der Branchen-Journalist von Bloomberg hat sich in den vergangenen Jahren durch seine diversen Investigativberichte einen Namen gemacht. Es gibt kaum einen anderen Insider, der so gut in der Games-Branche vernetzt ist und so genau weiß, was in den Studios direkt abgeht.

Schreier erklärt, dass an vielen Spieleprojekten heutzutage nicht nur das jeweils hauptverantwortliche Studio arbeite, sondern ganz oft auch viele externe Partner. Sobald ein Projekt vollständig eingestellt wird, wirke sich das also nicht nur auf die Entwickler aus, die man direkt mit dem Spiel in Verbindung bringt.

Gleiches soll für die externen Partner von Xbox gelten, die beispielsweise bei PR oder anderen Aufgaben unterstützt haben. Auch hier möchte Microsoft in Zukunft einen Großteil der Investitionen kürzen.

Ihr könnt euch das über 16 Minuten lange Video auch im Folgenden anschauen:

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Bei diesen Outsourcing-Teams falle demnach plötzlich eine wichtige, eingeplante Einnahmequelle weg. Da im Normalfall kein Ersatzprojekt direkt bereitsteht, das den Wegfall kompensieren könnte, kommt es auch dort ganz oft zu Entlassungen.

Die Betroffenen der externen Teams sollen laut Schreier dann sogar noch mit einem weiteren Problem zu kämpfen haben: Sie seien oftmals an Verschwiegenheitsklauseln (sogenannte NDAs) gebunden und dürften bei der Jobsuche in ihrem Portfolio nicht dokumentieren, an welchem Projekt sie zuletzt gearbeitet haben oder warum sie entlassen worden sind.

In der aktuellen Marktsituation, in der Studios häufiger kürzen und kündigen als einstellen, soll das ein klarer Nachteil sein. Ganz oft müssen sich die Entlassenen derzeit auf eine lange Phase der Arbeitssuche einstellen, wenn sie weiterhin in der Games-Branche bleiben wollen.

Anders als bei den offiziellen Zahlen von Microsoft lassen sich die Betroffenen der externen Partner nicht unter einer einzigen Zahl zusammenfassen. Laut Jason Schreier soll diese jedoch sehr viel höher sein als die 3.200, über die aktuell jeder berichtet.

Im vorletzten Video von Jason Schreier ging es um die Strategien der Big Player der Branche und warum sich ein Xbox, EA oder Sony zwangsweise auf teure AAA-Spiele konzentrieren muss, statt viele kleine Perlen zu veröffentlichen: Blizzard hätte Hearthstone fast nicht machen dürfen, weil es sich einem Gesetz der Industrie verweigert

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