Ein 10 Jahre altes Spiel im Pixel-Look schmort die 5.000 Euro teure Grafikkarte eines Spielers durch, der hofft nun auf Reparatur

Titelbild verbrannte Grafikkarte Reddit

In einem Fall wird jetzt ein 10 Jahre altes Indie-Spiel zum Endgegner einer RTX 5090. Das ist immerhin eine Grafikkarte, die derzeit mehr als 5.000 Euro kostet. Nun hofft der Besitzer auf eine Reparatur seiner Grafikkarte, weil der Hersteller einen Austausch abgelehnt haben soll.

Nvidias teure RTX-5000er-Grafikkarten haben schon seit einigen Monaten damit zu kämpfen, dass die Stromanschlüsse wegen Überlastung durchschmoren.

Im Mittelpunkt der Diskussionen steht immer wieder der umstrittene 12VHPWR-Anschluss, den Nvidia seit der RTX-4000-Reihe flächendeckend für die Grafikkarten verbaut. Nvidia hatte damals erklärt, dass das Problem der Nutzer und nicht der Anschluss sei. Dennoch hatte man den Anschluss später etwas angepasst.

Das englischsprachige Magazin Videocardz berichtet jetzt, dass es wohl wieder eine Grafikkarte erwischt hat. Dieses Mal aber beim Spielen eines Indie-Titels.

Unser Titelbild ist ein Symbold, das einen ähnlichen Vorfall zeigt.

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Ein Indie-Titel wird zum finalen Endgegner für eine RTX 5090

Was genau hat der Spieler gemacht? In seinem Post auf Reddit berichtet der Nutzer, dass er mit seiner RTX 5090 das Indie-Spiel “Crypt of the NecroDancer” gespielt habe. Das ist ein 10 Jahre alter Indie-Titel, der auf 2D-Grafik setzt und selbst auf uralter PC-Hardware noch laufen dürfte. Aber plötzlich habe es seltsam gerochen.

Der Nutzer erklärte, er habe kurz davor das ähnlich anspruchsvolle „Shattered Pixel Dungeon“ gespielt und wollte seinen PC mit „Crypt of the NecroDancer“ etwas abkühlen lassen. Für seine Grafikkarte sei das aber wohl zu viel gewesen. So meint er:

Ich spielte gerade „Crypt of the NecroDancer“, um meinen Computer nach einer Stunde intensiven „Shattered Pixel Dungeon“-Spiels (ich hatte die Grafik dummerweise auf „Ultra“ eingestellt) etwas abkühlen zu lassen, als mir der Geruch auffiel.

Ruhe in Frieden, meine kleine 5090 – ich hätte dich niemals so stark beanspruchen sollen.

Der Indie-Titel „Crypt of the NecroDancer“ ist mittlerweile rund 10 Jahre alt und hat sehr niedrige Systemanforderungen. Selbst auf einem uralten PC mit integrierter Grafik dürfte das Spiel problemlos laufen. Zum Vergleich: Eine RTX 5090 ist eine Highend-Grafikkarte, die laut Geizhals.de derzeit mindestens 5.300 Euro kostet.

Wie geht es jetzt weiter? Er hat sich laut eigenem Post an den Hersteller der Grafikkarte gewandt, doch dieser lehnte einen Ersatz oder Austausch ab mit dem Verweis, dass er das falsche Kabel für seine GPU verwendet habe. Der Verkäufer des Computers wollte ihm jedoch helfen. Am Ende hat er sich dafür entschieden, die Grafikkarte von einem externen Anbieter für 180 US-Dollar reparieren zu lassen und hofft, dass dies sein Problem lösen wird.

Man kann seine Grafikkarte auch zerstören, wenn man seinen Computer 30 Minuten lang alleine lässt. Das ist jetzt einem anderen Nutzer passiert, der einen Benchmark durchlaufen lassen wollte. Der Stresstest dürfte jedoch für die GPU zu viel gewesen sein: Die AMD-Grafikkarte eines Spielers stirbt, weil der seinen Gaming-PC 30 Minuten lang völlig alleine ließ

Kommentare

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4 Kommentare
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Interessant wäre halt mal zu wissen ob die Karte übertaktet war und/oder spezielle Software benutzt wurde.

marct86

Naja, in dem Artikel steht ja, dass der Grund ein falsches Kabel war. Interessant wäre das eher zu wissen, warum der User sich nicht an die Vorgaben gehalten hat und das beigelegte Kabel benutzt hat.
Ich werde vermutlich nie verstehen, warum man alternative Komponenten, anstelle die vom Hersteller und damit die sichere Variante für eventuelle Garantiefälle, verwendet.

der_sudi

Die beigefügten Kabel sind deutlich “Notfalladapter”, damit Leute, deren Netzteil keinen nativen 12VHPWR bzw 12V-2×6 Anschluss bieten dennoch die Grafikkarte nutzen können. Da liegt nichtmal ein “echtes” 12+4 Pin Kabel bei, wozu auch.
Wer ein Netzteil mit fest verbautem Kabelstrang hat, könnte damit sowieso nichts anfangen, und wer ein modulares Netzteil mit 12+4 Pin Ausgang hat, bekommt mit dem Netzteil auch das passende Kabel.
Die Aussage, es läge an einem falschen Kabel ist einfach nur falsch und billig, nichts anderes (es sei denn, es handelt sich tatsächlich um ein qualitativ minderwertiges Kabel von Wish und co, wobei ich zu bezweifeln wage, dass jemand, der vierstellige Beträge für eine GPU hinlegt, beim Kabel auf einmal auf jeden Cent achtet).

Das Problem ist das Einsparen der Lastüberwachung und -verteilung seitens der Grafikkarte. Es wird schlichtweg nicht bemerkt, wenn ein Pin auf einmal 15 Ampere oder mehr führt, statt der vorgesehenen 7-10 Ampere. Dafür gibt’s aber mittlerweile Netzteile und Adapter, die jeden einzelnen Pin überwachen und im Notfall den Strom begrenzen oder ganz abschalten.

Nun zum Problem “User”: mir ist es nach wie vor ein Rätsel, warum kaum jemand es hinbekommt, sich ein globales FPS-Limit entsprechend der Aktualisierungsrate des Monitors einzurichten.
Gerade Ältere- und/oder Indiespiele benötigen selten viel Leistung, dementsprechend fällt es einer leistungsstarken GPU leicht, das Spiel mit 500+ FPS zu rendern, was überhaupt erst den enormen Stromverbrauch möglich macht. Das Ergebnis auf dem Bildschirm ist im Vergleich zu einer Framerate, die der Aktualisierungsrate des Monitors entspricht, aber in keiner Weise beeinflusst oder schlimmstenfalls sogar negativ (Screen tearing).

MMn ist alles über 60 Fps eh unnützer Luxus. OK..vielleicht 120 Fps wenn es denn unbedingt sein muss aber alles darüber ist unnötig, braucht viel mehr Leistung und kann anscheinend auch teure Hardware zerlegen.

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