Progression: Keine Pay2Win-Todsünden, aber ein Soft-Gate
Wenn man Asia-MMORPG hört, kommen einem ja schnell einige Todsünden in den Kopf, die viele Genre-Kollegen falsch machen. In Honor of Kings: World gibt es aktuell kein Pay2Win, es gibt keine Zufallsmodifikatoren für Items und Gacha gibt es nur für zwei der vielen teuren Skins.
Aber was ist mit Time-Gates? Damit die Spieler am Anfang zusammenbleiben, gab es in den letzten Jahren den Trend zu Time-Gates. Die Story geht nächsten Montag weiter
, das nervte viele Spieler in Tarisland und Konsorten. So etwas gibt es in HoKW glücklicherweise nicht.
Allerdings gibt es dennoch eine Art softes Time-Gating
. Um mit der Story weitermachen zu können, müsst ihr irgendwann ein bestimmtes Level erreichen, zum Beispiel Level 31. Um das zu erreichen, müsst ihr euer Weltenlevel – also das Level, das die Gegner in eurer Instanz haben – erhöhen.
Dafür müsst ihr allerdings eure Waffen, Fähigkeiten und euer Gear auf der entsprechenden Stufe haben. Dafür wiederum müsst ihr teilweise Bosse bezwingen, die Aufwertungsmaterialien droppen lassen. Um diese Bosse looten zu dürfen, habt ihr eine Art Energie-System, das sich nur mit der Zeit auffüllt.
Ich kann aktuell noch nicht einschätzen, ob man trotz dieser Restriktion das Leveln in einem Rutsch bis zum Ende durchziehen kann. Ich selbst bin nach über 30 Stunden erst im Midgame und kann entsprechend noch nicht sagen, wie sich das System hintenheraus entwickelt. Vielspieler sollten sich jedoch erstmal nicht fürchten.

Gameplay: Gefangen in der Komfortzone?
Da weite Teile des Spiels – wie Quests, Dungeons und Weltbosse – darauf ausgelegt sind, dass man sie auch wunderbar solo spielen kann, ändert sich das Spielgefühl stellenweise zu wenig.
Während die PvP-Modi mit der Arena und einer Eskort-Variante auf den ersten Blick einen guten Eindruck machen, fehlt es im PvE noch an Tiefe. Die Bosse, ihre Mechaniken und das Kampfsystem sind zwar erfrischend und machen Spaß. Was aber spürbar fehlt, sind beispielsweise Herausforderungen in Form von Raids.
Die gibt es bislang nämlich noch nicht, was ein ganz klarer Schwachpunkt des Spiels ist. Die Story- und Dungeon-Boss, die ich bislang gespielt habe, fühlten sich alle vergleichbar an. Selten hatte ich das Gefühl, als müsste ich Mechaniken lernen und besser werden, um eine dieser Herausforderungen meistern zu können.
Das Gameplay an sich ist durch seine vielseitigen Ereignisse im Singleplayer zwar spaßig, was mir aber fehlt, ist der Punkt, an dem man die Komfortzone verlassen muss und es mal richtig brenzlig wird. Entweder man ist zu schwach für das aktuelle Weltenlevel oder man besiegt die Feinde so einfach, wie ein warmes Messer durch Butter gleitet.
Weiter geht es auf der nächsten Seite.
Deine Meinung ist uns wichtig!
Gefällt dir der Artikel? Hast du irgendwelche Kommentare? Sag uns, was du denkst!

Bitte lies unsere Kommentarregeln, bevor du kommentierst.