In Roblox wurden Spieler durch einen Exploit zu Unrecht gebannt, Hacker sagen: Da kommt noch mehr

In Roblox wurden Spieler durch einen Exploit zu Unrecht gebannt, Hacker sagen: Da kommt noch mehr

Roblox gehört zu den größten Spielen der Welt und ist gerade bei Kindern sehr beliebt. Allerdings wird die Spieleplattform immer wieder von Hackern heimgesucht. Nun wurden Spieler durch einen Exploit automatisch gebannt. Die angeblichen Hacker sagen, sie hätten noch mehr Angriffe geplant.

Was war das für ein Exploit? Roblox ist eine Art riesiger Baukasten, in denen die Spieler eigene Spielmodi entwickeln und diese zusammen mit anderen zocken können. Das Spiel ist extrem erfolgreich, hatte während der Coronapandemie zeitweise über 150 Millionen monatlich aktive Spieler und ist an der Börse wertvoller als Activision Blizzard.

Allerdings bergen die von anderen Spielern erstellten Server auch ein gewisses Risiko. So kam es auf einigen solcher Server zu einem Exploit bei der Chat-Moderation. Der automatischen Moderation wurde dabei vorgegaukelt, dass der beigetretene Spieler schlimme Dinge gesagt habe. Daraufhin folgte anscheinend ein automatischer Bann.

Die Entwickler von Roblox bestätigten gegenüber PCGamesN, dass es zu einem solchen Problem kam. Die Spieler werden dazu aufgerufen, bösartige Inhalte zu melden und ein Berufungsverfahren einzuleiten, wenn sie überzeugt sind, dass sie zu Unrecht gebannt wurden.

Hacker und andere Probleme rund um Roblox sind nichts Neues. Schon Anfang 2022 haben wir darüber geschrieben:

Bericht zeigt: Weltweit größte Spieleplattform für Kinder ist ein Hacker-Paradies

Angebliche Hacker sagen: „Wir machen das nur zum Spaß“

Wer steckt hinter diesem Exploit? Das ist nicht ganz klar. Laut dem Twitter-Account Roblox RTC wurde der Besitzer vom Server Crosswinds [A.2] permanent gesperrt. Er war wohl der erste Nutzer, der diesen Exploit nutzte.

Auch das beliebte Plugin „Kohl’s Admin“ stand laut Roblox RTC im Verdacht. Allerdings stellte sich heraus, dass wohl nur Kopien des Plugins, die für andere Server genutzt wurden.

Roblox RTC teilte in diesem Zusammenhang jedoch ein Statement vom Discord-Nutzer Syntax 64. Er behauptet, gemeinsam mit anderen hinter der Aktion zu stecken. Sie wollten damit einen Weckruf an die Entwickler schicken, denn das Problem soll diesen schon seit mehr als einem Jahr bekannt sein.

Das ignorante Verhalten von Roblox führe jedoch dazu, dass die Angreifer weiter machen wollen:

Nur um das klarzustellen: Wir geben nicht vor, noble Menschen zu sein, die Roblox dabei helfen, weiter faul zu sein und ihre Plattform zu flicken. Mir persönlich ist es egal, was passiert, denn ich habe die Hoffnung für die Firma als ganzes bereits verloren. Aktuell sind wir nur hier und machen das zum Spaß. Es ist uns egal, was unsere Aktion für einen Einfluss auf Kooperationen haben.

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Wie kann ich mich vor solchen Angriffen oder Exploits schützen? Grundsätzlich gilt, dass man in Roblox niemandem vertrauen sollte. Gerade in Accounts von Kindern sollte im Bereich „Privatsphäre“ bei der Option: „Wer kann mit mir chatten“ die Option „Niemand“ gewählt werden.

Auch sollte genau geschaut werden, auf welchen Servern gespielt wird. Hier spielt es auch eine Rolle, welche Einstellungen in dem Account vorgenommen wurden. Wurde das korrekte Alter bei Kindern eingegeben, werden Server ausgeblendet, auf denen es gewaltvoller zugeht.

Mehr zu dem Thema Sicherheit findet ihr in unserem Interview mit Laura Higgins, Director of Community Safety and Digital Civility bei der Roblox Corporation: Roblox ist seit Corona ein großes, soziales Netzwerk für Kinder – Doch diese Gefahren lauern.

Auch wenn vieles in dem Artikel danach klingt, dass Roblox einige Probleme hat, ist das Spiel bei Kindern dennoch sehr beliebt und bietet viele Möglichkeiten. Wie Eltern mit dem Thema am besten umgehen, verriet unser ehemaliger Autor Andreas Bertits in seinem Artikel 2019:

„Papa, ich will mehr Robux!“ – Wie ich mit meinen Gamer-Kids klarkomme

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