Guild Wars 2: 5 Gründe, warum ihr euch End of Dragons anschauen solltet

Guild Wars 2: 5 Gründe, warum ihr euch End of Dragons anschauen solltet

Im Februar bekommt das MMORPG Guild Wars 2 die neue Erweiterung End of Dragons. MeinMMO-Redakteur Alexander Leitsch konnte zusammen mit den Entwicklern bereits einen Blick in die neuen Inhalte werfen.

Das Franchise Guild Wars begleitet mich seit über 16 Jahren und damit mehr als die Hälfte meines Lebens. In den beiden MMOs habe ich zusammen über 18.000 Spielstunden verbracht. Entsprechend aufgeregt war ich, als einer der Pressevertreter die neue Erweiterung End of Dragons anspielen zu dürfen.

In meiner Session konnte ich in zwei Stunden zusammen mit den Entwicklern auf Schiffen fahren, ein wenig angeln, die ersten Gebiete erkunden, einige Welt-Events abschließen und die erste Angriffsmission spielen.

Der Eindruck von End of Dragons ist positiv, wenn auch an einigen Stellen etwas zu bunt. Mit guten Grafikeinstellungen sieht es nicht so knallig aus, wie es einige Trailer suggerierten, doch trotzdem stehen die Farben in einem starken Kontrast zur letzten Erweiterung Path of Fire.

Die Erweiterung bietet vor allem mehr von bekannten Inhalten und keine bahnbrechenden Neuerungen. Trotzdem sollten sich Fans von Guild Wars, aber auch MMORPG-Fans allgemein End of Dragons anschauen, denn die gezeigten Inhalte machen sofort Lust auf mehr. Ich stelle euch 5 Gründe vor und erkläre zum Abschluss zudem, wie Neueinsteiger jetzt am besten mit Guild Wars 2 anfangen können.

Guild Wars 2: Alles, was ihr zu der neuen Erweiterung End of Dragons wissen müsst in unter 3 Minuten

End of Dragons bringt mehr vom besten Content: den riesigen Welt-Events

Die für mich größte Faszination in Guild Wars 2 liegt bei den riesigen Welt-Events. Nichts fühlt sich in einem MMORPG so gut an, wie mit dutzenden anderen Spielern einen riesigen Boss zu bezwingen oder Einfluss auf die Entwicklung des Gebietes zu nehmen, in dem man einfach eine Siedlung aus Feindeshand befreit und so neue Händler freischaltet.

Für End of Dragons wurde uns ganz konkret ein Event im Echowald vorgestellt. Das ganze Gebiet ist ein eher düsterer und fast schon gruseliger Wald, in dem wir auf die Jade-Bruderschaft treffen. Die kennt man schon aus Guild Wars 1, doch damals waren sie eher eine harmlose Straßenbande.

Jetzt haben sie sich dazu entschlossen, mit verrückten Technologien zu experimentieren und bekämpfen uns mit riesigen Jade-Robotern und genmanipulierten Tieren.

Am Fort Espenwald angekommen müssen wir als Gruppe versuchen, das aus Guild Wars bekannte Fort zu erstürmen. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Belagerungs-Schildkröte, wie auch schon im Vorgänger.

Guild Wars 2 Fort Espenwald Belagerung
Das Fort Espenwald wird nun von der Jade-Bruderschaft kontrolliert. Wie in Guild Wars 1 müssen wir es mit Belagerungs-Schildkröten attackieren.

Wir kämpfen uns durch mehrere Ebenen und müssen mehrere Champions besiegen, was ohne die Hilfe von Dev-Tools bei unserer Gruppengröße von knapp 20 Spielern nicht möglich gewesen wäre. Am Ende des Events wartet ein besonderer Boss: eine außer Kontrolle geratene Maschine, die droht, das gesamte Gebiet im Umkreis in die Luft zu sprengen.

Am Ende des Kampfes gab es dann mehrere Loot-Truhen, wie man es von den Meta-Events gewohnt ist. Wie auch schon bei anderen Events ist es immer wieder ein besonderes Gefühl, wenn man gemeinsamen mit einer großen Gruppe eine solche Herausforderung meistert.

Die Entwickler versprachen außerdem, dass es noch einige weitere große Events in End of Dragons geben wird.

Es kommt das coolste Reittier überhaupt

Das eigentliche Highlight des ersten Meta-Events war jedoch das neue Mount. Denn die Belagerungs-Schildkröte wurde gebraucht, um Schutzschilde zu zerstören oder Feinde auf hohen Türmen zu bekämpfen. Diese Aufgabe konnte jedoch nur der zweite Spieler erledigen, denn die Schildkröte ist ein Reittier für zwei Spieler:

  • Spieler 1 steuert das Reittier und kann damit Angriffen ausweichen oder sogar in der Luft schweben. Er muss sich zudem viel bewegen, denn das lädt die Kanonen auf dem Rücken der Schildkröte auf.
  • Spieler 2 wiederum steuert die riesigen Belagerungswaffen und muss sich um die Zerstörung der Schilde kümmern.

Die Schildkröte hat dabei weitere Besonderheiten, darunter ihre Geschwindigkeit. Zu Anfang läuft sie sehr langsam und gemächlich, doch mit der Zeit baut sie ein gutes Tempo auf. Allerdings ist sie so riesig, dass ihr Wendekreis riesig ist. Auch das Bremsen ist nicht so leicht.

Genau diese Mechaniken – das Kämpfen und das Steuern – machen die Belagerungs-Schildkröte zum coolsten Reittier in allen MMORPGs.

Guild Wars 2 Belagerungs-Schildkröte
Die Belagerungs-Schildkröte ist eines der coolsten Reittiere überhaupt.

Angeln ist Entspannung pur

Zu den großen Neuerungen von End of Dragons gehören die Schifffahrt und das Angeln. Beides steht in direktem Zusammenhang, da die Schiffe primär dazu genutzt werden, auf ein Gewässer zu fahren, einen Angelplatz zu finden und dort zu ankern.

Ein Schiff, in Guild Wars 2 Skiff genannt, könnt ihr mit bis zu fünf Leuten nutzen. Einer der Spieler beschwört das Schiff und die anderen vier können sich darauf setzen und während der Fahrt Emotes nutzen, um so für einen Geschwindigkeitsschub zu sorgen.

Das Angeln selbst ist ein kleines Minispiel. Ihr werft den Köder aus, wartet bis sich an der Stelle des Köders zu Wellen kommt und holt die Angel dann ein. Dabei bewegt sich ein kleiner grüner Balken von rechts nach links. Diesen müsst ihr im richtigen Moment einfangen, was zumindest bei den sechs Angelversuchen auf dem Test-Server relativ einfach war.

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Angeln könnt ihr grundsätzlich überall in Tyria und ihr benötigt auch keinen speziellen Angelplatz. Allerdings soll es sich besonders lohnen, an diesen speziellen Stellen in den Gewässern zu angeln. Insgesamt soll es über 200 verschiedene Fischarten geben, die jeweils nur an bestimmten Orten zu finden sind. Das gilt auch für das Grundspiel und die alten Erweiterungen.

Ein Skiff zu bekommen soll in etwa so aufwendig sein, wie ein Reittier in der ursprünglichen Version in Path of Fire freizuschalten. Damals musste ein Herz abgeschlossen und das Reittier dann für Gold gekauft werden.

Das Angeln wiederum soll eine wichtige Rolle für Kochrezepte, aber auch für die Herstellung der neuen legendären Waffen spielen.

Auch die konnte ich im Test schon ausprobieren, wobei es Anfangs nur die Aurene-Waffen geben wird. Die machen jedoch in den Animationen einen soliden Eindruck.

Guild Wars 2 neue Legendarys
Die neuen legendären Waffen zum Start von End of Dragons.

Endlich wieder Gruppen-Herausforderungen

Zum Abschluss des Events haben uns die Entwickler in die erste Angriffsmission geführt. Der Gegner dort war Mai Trin, eine Piratin, die Spieler aus der Lebendigen Welt Staffel 1 kennen könnten. Die Instanz ist für 10 Spieler ausgelegt und kommt in zwei verschiedenen Schwierigkeitsgraden: Normal und Challenge.

Wir haben den Boss nur im normalen Modus gespielt, wo er bereits eine knackige Mechaniken hatte, darunter AoE-Angriffe, eine Break Bar und regelmäßige Phasenwechsel, in denen plötzlich mehrere Phantome auftauchen, die zudem selbst unterschiedliche Mechaniken haben.

Mitten im Kampf gibt es zudem einen interessanten Phasen-Wechsel, den wir euch hier jedoch nicht spoilern wollen.

Mai Trin Guild Wars 2
Kapitänin Mai Trin kehrt in der neuen Erweiterung zurück.

Generell sollen die neuen Angriffsmissionen das Bindeglied zwischen Casual-Spielern und Raid-Fans werden.

  • Die Bosse lernt man zuerst in der Story kennen. Dort sind sie für Solo-Spieler ausgelegt und können leicht besiegt werden.
  • Der normale Modus soll Spieler dazu bringen, sich intensiver mit dem Boss und seinen Mechaniken zu beschäftigen.
  • Wer es schwerer haben möchte, kann dann den Challenge Mode probieren. Der soll sich vom Niveau „wie ein richtiger Raidboss“ anfühlen.

Die Entwickler haben dafür zuerst die schwere Version des Bosses designt und diesen danach auf ein leichteres Niveau heruntergesenkt. Genauere Details dazu findet ihr hier:

Guild Wars 2 wird mit neuer Erweiterung großen Wunsch der Hardcore-Spieler erfüllen

Ein interessanter Mix aus Asia und Steampunk

Am besten gefällt mir persönlich der Stil von End of Dragons. Denn es geht zurück nach Cantha, dem asiatischen Kontinent aus Guild Wars 1. Doch der hat sich weiterentwickelt und setzt nun auf eine interessante Mischung aus Steampunk und Asia-Look.

  • Auf der einen Seite gibt es Shing Jea, eine traditionell chinesische Insel, auf der Kirschblütenbäume wachsen und alles irgendwie bunt und friedlich wirkt.
  • Auf der anderen Seite stehen jedoch die Jade-Bruderschaft und der technologische Fortschritt. Roboter, chemische Dämpfe, mutierte Kreaturen, riesige Schutzschilde.

Dieser Gegensatz zieht sich durch den ganzen Kontinent. Überall spielt Jade eine wichtige Rolle, etwa als Treibstoff. Doch der technologische Fortschritt führt eben auch zu Problemen und einer Ungleichheit in der Gesellschaft. Das sah man bereits in den ersten Videos zum Jademeer und dem Echowald.

Diese Welten werden wohl in der Hauptstadt Neu Kaineng aufeinanderprallen, auch wenn wir von dieser bisher noch nicht viel wissen.

Guild Wars 2 Steampunk
Riesige Rohre und fliegende Transporter, aber gleichzeitig alte, asiatische Bauwerke – das ist das neue Cantha.

Einstieg auch als kompletter Anfänger möglich

Guild Wars 2 End of Dragons richtet sich primär an die Veteranen des Spiels und natürlich an Fans von Guild Wars Factions, immerhin geht es in die alten Gebiete. Doch auch Anfänger können mit der Erweiterung ganz gut einsteigen.

Um die neuen Inhalte erleben zu können, müsst ihr zuerst die Erweiterung kaufen. Das geht entweder als Standalone für 29,99 Euro oder in der Standard-Edition für 49,99 Euro. Da sind dann auch die vorherigen Erweiterungen Heart of Thorns und Path of Fire enthalten.

Danach heißt es für euch erstmal Level 80 werden. Dazu könnt ihr:

  • Gebiete erkunden und der Story folgen
  • Über Berufe leveln
  • Die alten Dungeons laufen
  • Den Booster zünden, der beim Kauf der Erweiterung enthalten ist

Der Booster sollte aber nur eine Option sein, wenn ihr wirklich direkt mit Freunden in die Erweiterung starten möchtet. Denn zum einen verpasst ihr die wunderschöne Welt von Guild Wars 2 und zum anderen startet ihr komplett unvorbereitet und ohne Erfahrung in Inhalte, die in den ersten Stunden ganz schön überfordern können.

Zwar empfiehlt es sich alte Story-Inhalte nachzuholen, da ihr darüber die Charaktere eurer Gruppe genauer kennenlernt. Doch grundsätzlich könnt ihr direkt mit Level 80 in den Content starten.

Weitere Tipps für einen gelungen Einstieg findet ihr in unserem Anfänger-Guide:

Guild Wars 2 Einsteiger-Guide – Alles zum MMORPG im Jahr 2022

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Melisendre

überzeugt mich bisher noch nicht. Leider schreibst du nur über Gruppencontent. Mich würde vor allem der Solocontent interessieren oder Inhalte für kleinere Gruppen. Die letzten Inhalte und Maps haben mir überhaupt nicht gefallen und meine Sorge ist, daß es in EoD so weitergeht. In dem Fall kaufe ich mir das Addon bestimmt nicht zum Vollpreis.

Blacksala

naja immerhin ist licht am horizont jetzt noch eod überstehen dann ist hoffendlich schluss mit gw1 mist und es geht mal in wirklichen neue gebiete die es in gw1 nie gab. ich liebe gw2 aber ständig geht es in gebiete die es schon in gw1 gab klar etwas verändert aber meiner meinung oft nicht stark genug dafür das 250 jahre dazwischen sind und mal ehrlich wenn ich gebiete aus gw1 sehen will spiel ich auch gw1.

Dunarii

Bin immernoch unentschlossen, liebe Gw1 aber mit GW2 werd ich nicht warm. Und jetzt kommt mein Lieblingskontinent aus Teil 1 aber ich habe nichtmal Ansatzweise nen Hype. Mal sehen vielleicht juckt es ja zum Release doch noch in den Fingern.

Aouglas

Den Booster zünden, der beim Kauf der Erweiterung enthalten ist

Rate ich jedem davon ab, man wird auf die Fresse fliegen mit Verlaub. Man hat dann null Verständnis von seiner Klasse! Das trübt dann das Addon…

Aouglas

Weiß ich doch Alex 🙂
Ist nur für jene die es überlesen ^^ Aber guter Artikel.

Tronic48

Guter Artikel und Infos zur neuen Erweiterung.

Vorbestellt ist es schon, den nach wie vor Spiele ich auch GW 2 noch, vielleicht nicht mehr so viel und oft, aber hin und wieder schon, und mit der neuen Erweiterung wird es zumindest mal wieder etwas länger gespielt, man/ich will ja immer auf dem neusten stand sein, mit Story und so.

McPhil

Ich liebe Guild Wars. Ich mag Teil eins und Teil zwei sehr. Aber das Spiel steckt einfach fest und ich hätte lieber ein Guild Wars 3 gehabt mit aktueller Engine und einfach mehr von dem was GW2 groß gemacht hat.

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