Der neue Finanzbericht von Publisher NCsoft ist da. Das Gaming-Unternehmen zeigt dabei auch, wie es um einige der beliebten MMORPGs steht und Guild Wars 2 sticht ganz besonders heraus.
Wie geht es Guild Wars 2? Der neue Finanzbericht von NCsoft hat die Umsatzzahlen für das aktuelle und die vorherigen 4 Quartale geliefert. Die Umsätze des langjährigen MMORPG-Dauerbrenners Guild Wars 2 sinken und das nicht nur einmalig, sondern über mehrere Quartale hinweg.
- Q1 2024: rund 16,2 Millionen Euro Umsatz
- Q2 2024: kleine Einbußen auf rund 15 Millionen Euro
- Q3 2024: deutlicher Rückgang auf 12,15 Millionen Euro
- Q4 2024: vorübergehende Erholung auf 15,8 Millionen Euro
- Q1 2025: erneuter Einbruch auf 12,3 Millionen Euro
Insgesamt bedeutet das: Guild Wars 2 hat innerhalb eines Jahres rund 24,1 % seines Umsatzes verloren. Auch wenn das MMORPG sich kurzzeitig über die Winterzeit erholen konnte, scheint dieser Effekt 2025 bereits wieder verpufft zu sein.
Hier könnt ihr den Trailer zu Janthir Wilds sehen:
Nur Blade & Soul zeigt Wachstum
Wie steht es um die anderen MMORPGs von NCsoft? Das Portfolio von NCsoft besteht gleich aus mehreren bekannten MMORPGs. Doch ein Blick auf die anderen Titel offenbart ein ähnliches Bild wie bei Guild Wars 2:
- Lineage bleibt zwar das umsatzstärkste Spiel, verliert jedoch 8 % im Jahresvergleich.
- Lineage 2 bricht um 18,7 % ein.
- Am härtesten trifft es Aion, das satte 40,4 % seines Umsatzes im Vergleich zum Vorjahresquartal einbüßt.
Einzige Ausnahme: Blade & Soul. Das MMORPG profitiert offenbar vom erfolgreichen Launch von Blade & Soul: Neo, der Neuauflage, die sowohl in Korea als auch im Westen gestartet ist.
Während der PC-Markt für NCsoft um 8,9 % schrumpft, sieht es im Mobile-Segment noch düsterer aus. Hier meldet das Unternehmen einen Umsatzrückgang von 17,3 % seit Q1 2024. Besonders bitter: Der Mobile-Sektor ist mehr als doppelt so groß wie das PC-Geschäft und damit entscheidend für die Gesamtlage des Unternehmens. Die wichtigste Region bleibt mit Abstand weiterhin Südkorea, was man auch bei den nächsten Veröffentlichungen sieht.
Wie geht es für NCsoft weiter? Am Beispiel von Blade & Soul zeigt sich, dass NCsoft neue Titel braucht, um wieder stärker zu werden und davon sollen schon bald neue erscheinen. Mit Chrono Odyssey und Projekt Q stehen gleich zwei neue MMORPGs bereit, die noch dieses Jahr in Korea starten sollen.
Das Online Action-RPG für PC und Konsole „ArcheAge Chronicles“ folgt dann im 1. Halbjahr 2026 und auch Aion 2 soll noch 2025 in Korea erscheinen, obwohl es unklar ist, ob es sich dabei um das Projekt Q handeln könnte.
Die aktuelle Lage bei NCsoft wirkt angespannt, doch mit den anstehenden Releases wird das Unternehmen bald nachlegen können. Das beliebte MMORPG Throne and Liberty findet im Bericht keine Erwähnung mehr. Das war auch schon in der Vergangenheit so: Die MMORPG-Firma hinter Throne and Liberty und Guild Wars 2 rutscht in die Krise, macht Verluste
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.
Das Guild Wars 2 schwächelt ist nachvollziehbar. Das Spiel ist in die Jahre gekommen und es wird zu wenig getan um die Spieler bei der Stange zu halten. Ich glaube auch das man das gar nicht mehr möchte.
Meiner Meinung nach ist Guild Wars in den falschen Händen. Alle anderen Titel sind Asia Titel und oder Mobile Games. Gw2 muss eine andere Strategie fahren wie die anderen Titel.
Ein westlicher Publisher wäre besser geeignet. Und ich finde Guild Wars 2 eine attraktive Marke aus Publisher Sicht. Etabliert, hoch geschätzt und gut verankert. Zudem dank dem vor allem horizontalen Spieldesign ein guter Titel der sich nicht mit anderen Platzhirschen streiten muss sondern sich gut als Zweimmo eignet da man keinen Content verpasst wenn man mal weg ist sondern den jederzeit spielen kann und Mitspieler dafür findet da er aktuell bleibt.
Ich bin ein GW2-Spieler der ersten Sekunden. Gw1 gespielt, GW2 direkt bei erster Möglichkeit auf der Gamescom 2010 (glaub ich).
Leider ist hier der Rückgang für mich normal. Mit End of Dragons war der Hauptstrang erzählt.
Guild Wars 2 wurde beworben als ein Spiel ohne (großen, langweiligen) Grind nur hat man diesem Grind einfach andere Formen gegeben.
Timegated Crafting, horrende Goldsummen zu erspielen, horrende Anzahl an Gegenständen zu erspielen.
Ich fand den Grind hier sogar schlimmer.
In andere MMO hat man sich beim Farmspot halb mental ausgeschaltet, gechatet, Videos etc.
GW2 verlangt(e) das immer und immer wieder spielen von Inhalten wo man sich konzentrieren muss (zumindest mehr als bei Swinging a sword again and again).
Da die Story quasi abgeschlossen war, mich der Grind verprellte und ich die Erweiterung nach End of Dragons nicht mochte, hatte mich GW2 an andere Spiele wie Monster Hunter World/Wilds, BotW, TotK, Skyrim, VR und Singleplayer generell verloren.
Dort bekam ich das Gleiche ohne Grind, alle Freunde schon lange aus GW2 raus.
Hier müsste eine neue Idee kommen, Grind extrem entschlackt (Bringe mir 10 von X anstatt 250 von x bitte) und neue Mechaniken wie neue Angriffe und Skillls für alle Klassen.
Aufladbare Angriffe bei allen Klassen, Combos, Sprungangriffe, Mehr Waffenfertigkeiten zum quasi austauschen dass zb 5 Schwertkrieger 5 verschiedene Angriffsmuster haben können und bessere Elitefertigkeiten weil die alle mega langweilig sind.
Aurene müsste für mich zurück kommen, damit ich wegen der Story zurück komme.
GW2 lebt wegen den Drachen und ich liebe Drachen.
Meine Zwei Cent dazu.
Auch wenns einem als Spieler nicht gefällt, aber Grind ist eigentlich was Gutes, weil er hält die Spieler im Spiel und generiert damit Umsatz.
GW2 war storytechnisch immer dann gut wenn sie Sachen aus GW1 übernommen. 😉 Vielleicht ist da nichts mehr da zum übernehmen? Wirklich gut war GW2 noch nie gegenüber GW1. Die guten Leute sind damals 2009 gegangen (worden). Eigentlich sollten sie GW3 machen. Nur wissen sie nicht was sie da anders machen müssten.
Der Endcontent generiert Umsatz und der “Grind” ist nur ein Teil des Endcontents. TheDant0r hat recht mit:
Da ist auch was mich am Ende vergrault hat, z.B “sammele 250 von XY” usw, das kannte ich vorher nur aus den p2w Asia Games von damals wie AK, EE usw, nur dass es in GW2 nicht p2w ist, trotztdem genau so sinnlos und mental zermürbend ^^
Auch das Crafting inkl. Gold ohne Ende anschaffen zu müssen, hätte auch irgendwie besser gelöst werden müssen.
Nicht falsch verstehen GW2 hat auch sehr viele gute Aspekte, aber ich bin noch immer der Meinung GW2 hat es schwer wirklich “neue” Spieler zu bekommen, da es im Vergleich zu anderen MMORPG’s sehr “überladen” ist, sei es durch alle die verschiedenen Symbole auf der Map, die vielen verschiedenen Währungen, das “zugemüllte” Inventar und sich die verschiedenen Typen von Mounts zu besorgen (Spring, Gleit, Reit, Flug usw. Mount) und auf diesen alles “freizuschalten” und sich dann am Ende noch zurechtfinden was Builds betrifft (Talente Punkte auch erstmal erspielen/finden/holen in der Welt), sowie dann die Endgame Inhalte zu laufen wie Dungeons/Raids (ich nenn die mal so, mir ist bewusste, dass diese alle andere Bezeichnungen haben, dient nur als Bsp. 😉) Und natürlich noch vieles mehr.
Für bestehende Spieler oder wiederkehrende ist das alles oft kein Problem, aber für Neue schon. Wenn ich mir WoW, Swtor, ESO, FF14 usw anschaue ist dort der Einstieg ins Endgame oft “simpel”, d.h. erreiche Endstufe und lauf deine Dungeons und Raids und “farme” dein Gear und die Marken und kaufe dann Teile die du nicht hast beim Rüstungsmeister, jetzt mal einfach ausgedrückt. Es gibt natürlich auch noch andere Inhalte in diesen Spielen wie Crafting, Gathering, Housing, Pet Battles, Aufstände usw.
Ich glaube GW2 hat sich nicht dem “Zeitgeist” richtig angepasst, daher wohl auch der Versuch mit GW3. Mal schauen, vllt erholen sich sich auch wieder wobei ich glaube sie setzen nun mehr auf ihre kommenden Games und dann später auch GW3.
Ist ja vieles nicht falsch, was du schreibst. Man darf nur einen Punkt nicht außer Acht lassen: GW2 kostet einfach gar nichts, um es anzufangen.
Bin gerade an einem ähnlichen Punkt und fange mit dem Spiel neu an. Ich habe früher auf der Konsole jahrelang ESO gespielt und stand jetzt vor der Entscheidung auf dem PC nochmal neu bei ESO anzufangen oder eben was neues auszuprobieren. Wenn ich mir anschaue, was ich alles kaufen müsste, um bei ESO wieder halbwegs up to date zu sein (Kronenshop ist ja mittlerweile auch sehr voll mit Quality of Life Dingen), dann fand ich es jetzt sogar ganz erfrischend, einfach mal mit einem Spiel anzufangen, bei dem ich keine 14 Erweiterungen kaufen muss, 12 Dinge aus dem Kronenshop, die mein Inventar erweitern und auf ein Abo komplett verzichten kann.
Dass das Spiel nicht perfekt ist, ist selbstredend. Aber dieser Umstand wiederum führt auch dazu, dass gerade für Leute die keine Zeit haben ein MMO wieder als Fulltime-job zu spielen oder erst mal wieder 200 Euro auszugeben, um halbwegs up to date zu sein. Ich suche ein MMO, das ich “nebenher” zu Spielen wie PoE2 spielen kann, wenn da zwischen den Seasons ein wenig die Luft raus ist.
Grind ist dabei für mich vollkommen okay, bzw sogar motivierend in einem MMO.