Mittlelalter-MMO gewinnt auf Steam plötzlich Spieler, aber warum?

Gloria Victis ist ein ein MMORPG, das bestimmt nicht viele Spieler auf dem Radar haben. In jüngster Zeit jedoch steigt die Beliebtheit des Onlinespiels.

Seit über zwei Jahren dümpelt das Mittelalter-MMO Gloria Victis im Early Access vor sich hin. Die Spielerzahlen waren gering, die Bewertungen auf Steam eher mau. Bis im Sommer plötzlich alles anders wurde.

Wie viele Spieler hat Gloria Victis? Das MMORPG hat jetzt laut Steamcharts täglich knapp 600 Spieler in der Spitze auf dem Server. Vorher dümpelte es meistens bei ungefähr 200 Spieler vor sich hin. Verglichen mit großen Spielen eine relativ kleine Menge, aber für ein Indie-MMO ein bedeutender Sprung, wodurch es gleich lebhafter wirkt. Die Spieler befinden sich alle in einer Instanz.

Ein missachteter Geheimtipp?

Was ist Gloria Victis? Gloria Victis ist ein Indie-MMORPG, welches in einer sogenannten „Low-Fantasy“-Welt angesiedelt ist. Das bedeutet, die Welt ist von unserem Mittelalter inspiriert, ohne Magie oder übernatürliche Kräfte sowie Monster.

  • Ihr agiert in einer offenen Sandbox-Welt
  • PvP ist generell überall möglich
  • Es gibt große Belagerungsschlachten zwischen den Spielern
  • Es ist nötig, Gebiete zu erobern und zu verteidigen
  • Crafting spielt eine wichtige Rolle
  • Die Gefechte laufen in einem actionbasierten „Non-Targeting“-Kampfsystem ab
  • Euren Helden entwickelt ihr ohne Klassen anhand von Skills weiterGloria Victis Kampf

Warum wurde das Spiel bisher kaum beachtet? Gloria Victis startete 2016 in den Early Access und befindet sich nach wie vor in dieser Phase. Es handelte sich damals um eine sehr frühe Version des Spiels, welche das kleine, polnische Indie-Team nutzen wollte, um Einnahmen für die weitere Entwicklung zu sammeln.

Das Spiel war einfach noch völlig unfertig und das ist es selbst jetzt noch, über zwei Jahre später. Da das Team klein ist, zieht sich die Entwicklung entsprechend in die Länge. Das dauert vielen Spielern zu lange. Wer jedoch treu dabei geblieben ist, der konnte über die Jahre viele Veränderungen Verbesserungen bemerken.

Spieler würdigen die harte Arbeit der Entwickler

Was ist jetzt passiert? Seit Juli ist ein stetiger Anstieg der Spielerzahlen zu bemerken. Auch die Bewertungen auf Steam haben sich stark verbessert. Aktuell liegen diese für die vergangenen 30 Tage bei „größtenteils positiv“. Im Forum und auch in den Bewertungen ist zu lesen, dass sich die Fans durchaus begeistert davon zeigen, wie viele Fortschritte das MMORPG gemacht hat:

  • Steam-Nutzer Zergjerk schreibt etwa: „Das Spiel hat hat viele Verbesserungen erfahren. Vor 6 Monaten habe ich es mit Freunden ausprobiert und es war „meh“. Aber jetzt mag ich es sehr.“
  • MagicalBiz meint: „Ich spiele dieses Spiel seit ein paar Tagen und ich muss sagen, dass es wirklich in PVP glänzt.“
  • Mr_Kawoosi erklärt: „Gloria Victis ist definitiv ein schönes und großartiges Spiel, es hat ein riesiges Potential und ich bin mir sicher, dass es eines der besten Spiele der Zukunft sein wird.“
  • Obsydian7 auf Reddit: „Das Spiel fühlt sich mit 600 Spielern mehr an wie ein MMORPG als viele andere MMOs mit höheren Spielerzahlen“
    Gloria Victis

Natürlich gibt es nach wie vor noch Probleme. Immerhin handelt es sich um ein Spiel in der Early-Access-Phase. Doch schaut man sich die schlechten Bewertungen auf Steam an, dann handelt es sich dabei meist um technische Probleme wie Abstürze, Lags oder Bugs. Und das ist in einer solch frühen Entwicklungsphase eigentlich normal.

Woran liegt dieser Umschwung? Das Entwicklerteam arbeitet fleißig am Spiel. Es erscheinen regelmäßig – eigentlich jeden Monat – größere und kleinere Updates. Neue Features werden eingeführt, Probleme behoben und man geht auf das Feedback der Spieler ein, was immer wieder Anpassungen und Änderungen mit sich bringt.

Autor(in)
Quelle(n): RedditSteam
Deine Meinung?
Level Up (8) Kommentieren (3)
Passwort vergessen

Bitte gib Deinen Benutzernamen oder Deine Email-Adresse ein. Du erhälst einen Link, um ein neues Passwort per Email zu erstellen.