9 Jahre nach Release habe ich wieder Spaß an Ghost Recon Wildlands, aber nicht dank der neuen Questreihe, sondern drei kleiner Einstellungen

Ghost Recon Wildlands Soldat Last Rites

Ghost Recon Wildlands hat rund 9 Jahre nach Release ein neues Update bekommen. Der Kern des Content-Drops ist dabei eine neue Questreihe, die nach der Hauptkampagne auf einem separaten Spielstand spielt. Es gab aber auch ein paar Quality-of-Life-Verbesserungen. MeinMMO-Redakteur Dariusz Müller hat sich das Update angeschaut und möchte mit euch darüber sprechen, ob es sich nun lohnt, mal wieder in den Taktikshooter reinzuschauen.

Zur Feier des 25. Jubiläums von Ghost Recon hat Wildlands ein neues Update von Ubisoft spendiert bekommen. Im Mittelpunkt dieses Updates steht eine neue Questreihe namens „Last Rites“, in der wir uns einer neuen Antagonistin namens „La Llorna“ stellen.

Insgesamt hat das Update eine Handvoll kleinerer Highlights zu bieten:

  • Die neue „Last Rites“-Questreihe
  • Current-Gen-Update: Spieler auf PS5 und Xbox Series X|S können jetzt mit 4k-Auflösung und 60 FPS spielen
  • Neue Anpassungsmöglichkeiten für den Schwierigkeitsgrad
  • Die Rückkehr des Predator-Einsatzes
  • Es gibt jetzt eine Option, die Anzahl der NPC-Kameraden zu verändern
  • Neue Einstellungsmöglichkeiten für die Spielwelt

Außerdem gibt es jetzt eine neue Definitive Edition des Spiels, mit der ihr das Hauptspiel und alle bisherigen DLCs bekommt. Für mich persönlich aber viel interessanter: Das Grundspiel ist bis zum 16. August auf 2,49 € reduziert!

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Ghost Recon Wildlands Launch Trailer

Eine coole Questreihe, die man problemlos ignorieren kann

Last Rites ist nicht schlecht. Die neue Questreihe ist zwar kurz und in knapp einer Stunde komplett spielbar, aber weil wir dieses Update kostenlos erhalten haben, ist das für mich kein kritikpunkt.

Dafür bekommen wir eine kurze Story, die uns genau das bietet, was Wildlands auszeichnet: taktische Missionen mit Infiltration feindlicher Lager, eine düstere Story mit einer tragischen Antagonistin und random Unidad-Patroullien, die einen perfekten Stealth-Angriff unvorhersehbar ruinieren.

Der Einstieg ins DLC ist etwas träge und könnte schneller Fahrt aufnehmen. Außerdem wirkt die Spielzeit durch den Verzicht auf Helikopter-Support und Schnellreise-Punkte sowie den damit verbundenen unnötigen Fahrtzeiten etwas künstlich gestreckt. Dafür kann aber die düstere Story der Antagonisten überzeugen.

Das kurze Fazit zu Last Rites: Wenn ihr Spaß an Wildlands hattet, wird euch Last Rites auch gefallen. Das Gameplay bleibt grundlegend gleich und die Story ist gewohnt düster. Wer Wildlands aber noch nicht besitzt, sollte sich nicht nur für das Update zum Kauf entscheiden, sondern den Erwerb eher vom Gesamtpaket abhängig machen.

Die waren Highlights: zwei kleine Einstellungen.

Mit Last Rites erhielt Ghost Recon Wildlands auch drei neue Einstellungen, die die wahren Highlights des Updates sind, weil sie das Spielerlebnis massiv verbessern.

Zum einen könnt ihr nun eure Schwierigkeitsgrad-Einstellung sehr individuell anpassen. Hier könnt ihr etwa den Schaden regulieren, den ihr oder eure Gegner verursacht. Außerdem ist es möglich, die Wahrnehmung eurer Feinde zu verbessern oder zu verschlechtern. Diese entdecken euch dann entweder schneller oder langsamer.

Auf dem Schwierigkeitsgrad „Extrem“ werden beispielsweise die „Wolken“ auf der Mini-Map entfernt, die anzeigen, ob ihr alle Gegner aufgedeckt habt. Wollt ihr diese Anzeige behalten, aber trotzdem die Feind-Wahrnehmung und den Schaden von „Extrem“ erleben, könnt ihr euch nun etwa die Stufe „Fortgeschritten“ mit Schiebereglern entsprechend schwieriger machen.

Zudem gibt es jetzt eine kleine Option, die es euch erlaubt, im Solo-Modus die Anzahl eurer NPC-Begleiter festzulegen – zwischen 0 und 3 ist alles möglich. Das kann euch nicht nur eine neue Herausforderung bieten, sondern es vermeidet auch, dass eure Kameraden – die ihr gerade sowieso nicht benötigt – irgendwo nutzlos rumstehen oder rumlaufen und von einer zufälligen Patrouille entdeckt werden.

Wer 2017 Wildlands solo gespielt hat, wird diese Einstellung lieben. Davon bin ich überzeugt!

Die dritte Option ist aber fast noch besser: Ihr könnt jetzt bestimmte Parameter bei der Spielwelt selbst festlegen. Dort findet ihr jetzt den Standardkram wie Wetter und Tageszeit, aber auch die Möglichkeit, die Anzahl zufälliger Patrouillen zu verringern oder gar auszuschalten.

Wenn ich eine Sache an Ghost Recon Wildlands wirklich gehasst habe, dann waren es die Unidad-Helikopter, die mich und meinen Koop-Partner zu fällig entdeckten und einen Krieg anzettelten, obwohl wir gerade einen Stützpunkt des Santa-Blanca-Kartells infiltierten.

Diese fliegenden Penner haben uns viel zu oft einen richtig coolen Angriff versaut.

Lohnt es sich, jetzt wieder Ghost Recon Wildlands zu spielen?

Ja und nein. Wenn ihr auf Konsole spielt, ist es sicherlich cool, jetzt in 4K und 60 FPS zu spielen. Das Spiel sieht auch heute noch ansehnlich aus und ist nicht massiv veraltet. Für die neue Questreihe würde ich nicht extra zurückkehren. Die ist zwar solide, aber eher ein Beiwerk, das man mitnehmen kann, wenn man eh wieder reinschaut.

Die drei vorgestellten neuen QoL-Settings sind aber wirklich eine starke Verbesserung für das Spiel und haben bewirkt, dass ich nach vielen Jahren endlich wieder Lust und richtig Spaß an Wildlands habe. Da ich den Shooter bei Release noch auf PS4 gespielt habe, zocke ich ihn jetzt am PC nochmal von vorne. Die neuen Einstellungen sind dahingehend perfekt, um das Spielerlebnis so anzupassen, dass es sich nicht mehr wie das Spiel von anno-dazu-mal anfühlt.

Ich muss aber auch ganz ehrlich sagen: Ohne das Angebot für 2,49 € hätte ich mir das Spiel für dieses kleine Update nicht nochmal neu gekauft. Wenn ihr es jedoch bereits auf eurer Wunschplattform besitzt, müsst ihr keinen Cent ausgeben.

Quelle(n):
  1. Steam

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