Ubisoft führt NFT-Mikrotransaktionen bei Ghost Recon ein – Konkurrenz lacht über miese Einnahmen

Ubisoft hat im Shooter Ghost Recon Breakpoint neue NFT-Mikrotransaktionen eingeführt. Eine Entwicklerin von Apex Legends schaut auf die Verkaufszahlen und findet es „sehr, sehr lustig“, dass nicht mal NFT-Fans die Items zu schätzen wissen. Schon die initiale Reaktion der Fans war furchtbar. Jetzt haben die Items in den ersten Wochen offenbar nur sehr wenig Geld umgesetzt.

Was hat Ubisoft da gemacht?

NFT ist 2021 der neue Trend im Gaming, Firmen sind Milliarden $ wert – Aber warum?

NFT von Ubisoft setzen auf einem Marktplatz nur etwa 350 € um

So lästert jetzt die Konkurrenz: Eine Entwicklerin von Apex Legends schaut sich auf Twitter die Verkaufs-Zahlen der NFTs von Ghost Recon Breakpoint ein. Man glaubt: Wenn die Items ein Erfolg wären, würden die jetzt schon auf den Marktplatz rege gehandelt werden.

Es gibt zwei offizielle Marktplätze, auf denen die Items gehandelt werden und die offiziell von Ubisoft anerkannt sind: Rarible.com und Objkt.com.

Laut der Aussage von Liz Edwards seien auf einem der Marktplätze nur 15 Transaktionen überhaupt getätigt worden. Es gehe um etwa 94 Tezos, das ist die Kryptowährung, die Ubisoft verwendet. Ein Tezos ist etwa 3,7 Euro wert – es ginge also um einen Betrag von etwa 350 Euro.

Ein wirklich nichtiger Betrag, wenn man die Verhältnisse von Ubisoft bedenkt.

Edwards schreibt:

„Versteh ich das richtig? Ubisoft hat es geschafft, einen NFT zu erschaffen, den nicht Mal NFT-Fans möchten? Weil das finde ich … echt, echt lustig.“

Liz Edwards, Character Artist bei Apex Legends

Der Journalist Stephen Totilo schaltet sich ein und erklärt, er hätte sich das auch genauer angesehen. Auf dem Marktplatz Rarible seien 9 Items verkauft worden:

  • alle 9 Items gab es für den neuen Skin der Waffe
  • keiner habe die Hosen gekauft, für die man 100 Stunden Spielzeit benötigt
  • keiner habe den Helm gekauft, für den man 600 Stunden spielen musste
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Zudem seien wohl viele Transfers nur an einen bestimmten Account erfolgt: Es versucht da wohl einer besonders viele NFTs zu horten, glaubt Totilo.

Im Moment scheint der Vorstoß von Ubisoft in den NFT-Markt also nicht geglückt zu sein. Andere Spiele beeindrucken mit großen Zahlen:

Neues Multiplayer-Game bietet NFT-Grundstück für 800.000 Euro an, wird direkt verkauft

Quelle(n): kotaku
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LikeADwarf

Ich verstehe dieses NFT nicht…
Mein persönlicher Horizont reicht einfach nicht weit genug, um die Sinnhaftigkeit und den Nutzen dahinter zu begreifen. Eventuell bin ich dafür auch schon zu alt und das ist etwas für alle die ab dem Jahr 2000 oder später geboren wurden. Keine Ahnung.

Das wirkt für mich wie die aufgebauschte Version derer, die einem bei z. B. WoW auch nicht die Butter auf dem Brot gönnen. Ganz nach dem Motto: Wenn der Gegenstand/Mount/Transmog XY hat, dann ist es nichts besonderes mehr, dann will ichs nicht!

Vielleicht ist das auch eine Einstellungs- und Persönlichkeitssache. Mir ist es egal, wer um mich herum das selbe Item trägt. Hauptsache ich habe das, was mir gefällt.

Im Grunde sind mir NFTs also egal. Wenn das jedoch in Zukunft bedeutet, dass es neben kostpflichtigen DLC und Microtransactions nun eine weitere Seuche gibt, die unsere Spiele zumüllen, wird mir schlecht…

… na so lange diese kostenpflichtigen Dinge nicht meinen Spielspaß behindern, weil sie notwendig sind (Spielevorteile) , werde ich damit leben.
I

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von LikeADwarf
Caliino

Der “Sinn” dahinter besteht im Grunde genommen aus zwei Dingen:

  1. Die Spieler sollen Ingame erzeugte/gedropte/gekaufte Items für Echtgeld weiterverkaufen können und
  2. Der Publisher kann damit Items aus dem Echtgeld-Shop künstlich limiteren, dh. die Preise ins unermessliche hochtreiben….

Was bringt dir das?
Genau genommen nichts.

Mag zwar sein dass du Ingame etwas besonderes hast/bist, aber sobald der Server nicht mehr läuft ist dein Geld weg.
Der einzige der daran “verdient” ist also der Publisher und nicht du…

Mac31

Ein NFT ist eine Skript-Datei, welche in eine Blockchain geschrieben wird. Dadurch wird der Inhalt der Skript-Datei unveränderlich (zumindest nicht unbemerkt). Auf das damit gekaufte digitale Objekt, hat das nur den indirekten Einfluss, das es dieses dem Käufer zuordnet. Ein NFT ist also ein sehr sicherer digitaler Kaufbeleg.
Man braucht schon etwas Einbildungskraft, daraus eine “Einzigartigkeit” eines digitalen Gutes abzuleiten.

Irina Moritz

Verständnisfrage: Ist der Kaufbeleg nicht nur solange “sicher”, bis der entsprechende Server, auf dem es gespeichert ist, offline geht?

Mac31

Prinzipiell, Ja. 😉 Allerdings ist die Blockchain vieler Kryptowährungen nicht zentral in einen Server gespeichert. Sondern dezentral in einem Netzwerk mit vielen Kopien, bei den Minern (welche die Blöcke schreiben). Solange also die jeweilige Kryptowährung floriert, und es Miner gibt, wird die Blockchain weiter online bleiben.
Folglich sollte jemand der ein NFT kauft, sich genau ansehen, wo dieses gespeichert wird. Und wie es um die Zukunft dieser Blockchain steht (was allerdings, momentan wohl schwer vorhersagbar ist).

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Mac31
Irina Moritz

Folglich sollte jemand der ein NFT kauft, sich genau ansehen, wo dieses gespeichert wird. Und wie es um die Zukunft dieser Blockchain steht (was allerdings, momentan wohl schwer vorhersagbar ist).

Ist es dann nicht grundsätzlich unmöglich genau vorherzusagen? Das Ganze klingt vom Prinzip her wie Aktienspekulation, nur dass der Wert dahinter nicht z.B. von der Produktionskraft und den Einnahmen eines Unternehmes abhängt, sondern davon, wie viele Leute es kaufen. Oder was versteht man unter “solange die Kryptowährung floriert”?

Mac31

Wenn ein NFT als Sammelobjekt verkauft wird, hängt dessen Wert natürlich von der Nachfrage danach ab. Wie bei allen Sammelobjekten, seien sie nun Materiell oder Digital.
Nun solange eine Kryptowährung floriert, wird es Miner geben welche die dazugehörige Blockchain hosten. Stirbt aber eine Kryptowährung, stellt sich die Frage, wie diese weiter online bleibt?
Manche NFT Verkäufe sind schon sehr fragwürdig. Aktuell soll die “erste SMS der Welt” versteigert werden”. Was wird dabei verkauft: eine Nachricht, ein historisches Ereignis? Kann man so etwas überhaupt besitzen?
Das französische Auktionshaus Aguttes versteigert auf rechtlichen Gründen, dies zusammen mit einen materiellen Objekt. Ein Bilderrahmen, welche die Erste SMS zeigt. Was ist dann eigentlich das NFT das dazu verkauft wird? Wohl eher so etwas wie die digitale Entsprechung einer Gedenkmünze.

KushiRecordZ

Ubisoft hätte deutlich mehr Erfolg damit haben können, ich denke allerdings das es erstmal ein kleiner Testrun war. Sonst hätte man wohl kaum Breakpoint dafür gewählt.Wenn es um “Gewinne” ginge, hätte man sich deutlich stärkere Titel schnappen können, oder einen Usecase im Ubisoft Store bieten können (z.b. 10% rabatt für alle NFT holder). Bin gespannt was da noch alles kommt.

Ich persönlich denke, das eher EA das tatsächlich am besten in Fifa verbauen könnte & die Leute würden nur sagen “typisch EA” lmao. Außerdem ist das Spiel sowieso sehr hart mit gambling verseucht & es wäre eher was positives, wenn leute ihre Spieler als NFTs, kaufen & verkaufen könnten. Dann dürfte man natürlich nicht jedes Jahr ein neues Fifa raushauen, um wieder komplett von vorne beginnen zu müssen…

Tomas Stefani

Nicht mehr lange dann werden alle spiele damit verseucht sein.

ChrisP1986

Schon interessant das ausgerechnet eine Mitarbeiterin von “EA”, sich über “Ubisoft” lustig macht…

Finde den Fehler 😉😉

R3cOv3rY

Der Fehler ist gefunden. Die Dame arbeitet bei Respawn Entertainment und nicht direkt für den Publisher EA. 😉

Phoesias

Breakpoint ist hier glasklar als Tesbalon zu verstehen, die Wahl fiel bewusst auf einen Titel der kaum mehr Einnahmen generiert um kein Risiko einzugehen.

UbiSoft hat hier nie viel Umsatz erwartet, es war einfach nur ein kleiner Tipps mit dem Zeh in den See um zu schauen wie sich das so anfühlt.

Die Hürde selbiges bei AC einzuführen ist wohl deutlich größer. Zu riskieren, dass hier die Stimmung kippt – insbesondere mit Blick auf den für März angeklündigten, 40 € teuren DLC ist (noch?) viel zu groß

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Phoesias
Bodicore

Seh ich auch so… Warum soll man auch NFT von einem zweitklassigen Spiel kaufen. Es geht ja darum dass diese an Wert gewinnen sollen oder dass man ein anfenken an ein episches Spiel hat
Und dafür bräuchte es dann schon irgend was denkwürdiges. Der Arschgaul von Borderlands oder die Tore von Ogrimar…

Da kann man sich auch gleich Etherum kaufen.

Starlord

microtransactions sind der feuchte traum der Webdesigner, das problem ist man braucht ein wallet das das mitmacht, und auch leute die das wollen, wenn cih 200 euronen für ein game ingeblättert habe hab ich wenig lust noch mehr reinzustecken… wenn man dann sieht wie gewisse Gamermogule mit Geld ins All fliegen das sie mit ihren Spielen verdient haben, finde ich das eigentlich viel zu viel Geld verdient wird, in dem Sektor..
Aber die Kuh muss ja gemolken werden, auf die weise hat EA damals zig Spieleschmieden gefressen und ausgeblutet, aber was gutes ist dabei nicht rumgekommen… defakto kann man sagen wenn Manager übernehmen, dann verliert das Projekt bodenhaftung.

ich bin zZ auf der Suche nach einem Massen Multiplayer Online game das mich anfixt, aber weit und breit ist nix vernünftiges zu finden…

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Starlord
Don77

Ist ja auch ein uralt Game was nicht mal gut angekommen ist, würde man das in Assassin’s Creed valhalla wenn der dlc kommt machen, sehe das ganz anders aus. Wenn die Konkurrenz über sowas lacht, das sowas wie gesagt in ein uralt Spiel was nicht gut angekommen ist, nicht gut greift, kann man überhaupt nicht ernst nehmen

Horst

2 jahre = uralt? 🤣 alles klar

MaSc

Mich würde mal interessieren, wie viele Spieler auf dem PC in den USA (nur da gibts die Items) überhaupt 600+ Stunden Breakpoint gespielt haben und es jetzt noch anfassen. Sprich, wie viele dieser Helme gibt es überhaupt?

MaSc

Die Items wurden initial ja kostenlos von Ubisoft verteilt bzw. man konnte sie sich abholen, wenn man berechtigt war. Die Frage ist also nicht wie viele wurden Verkauft, sondern wie viele könnten überhaupt verkauft werden wobei ich davon ausgehe, dass nicht jeder der ihn hat und 600h dieses Game gezockt hat (was krass ist) überhaupt verkaufen wollen würde.

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