Gen Z glaubt nicht mehr an das Wohlstands-Versprechen, mit dem ihre Eltern aufgewachsen sind

Titelbild Mann erschöpft Büro Office

Ein kleines Haus, ein schickes Auto und vielleicht sogar eine kleine Urlaubsreise: Was für die Gen Y (1981-1996) wie ein normales Leben klingt, scheint für die Gen Z (1997-2012) kaum erreichbar. Wohlstand durch fleißiges Arbeiten aufbauen zu können, wird für viele immer unglaubwürdiger.

Bei dem Aufmacherbild handelt es sich um ein Symbolbild.

Wie pessimistisch blickt die Gen Z auf den eigenen Wohlstand? Für den Jugendfinanzmonitor 2026 wurden junge Menschen zwischen 16 und 25 Jahren befragt. Das ernüchternde Ergebnis:  60 Prozent glauben nicht daran, in Zukunft einen gleich hohen oder höheren Lebensstandard als die Generation vor ihnen erreichen zu können.

Aber was genau versteht Gen Z unter „Wohlstand? Für manche bedeutet er, laut MDR, Eigentum und finanzielle Sicherheit. Andere möchten reisen, gut essen oder kleinere Ausgaben tätigen können, ohne ständig aufs Geld achten zu müssen.

Selbst das scheint oft schwer erreichbar. Eine befragte Person glaubt etwa, ohne ein Erbe kaum auf einen ähnlichen Lebensstandard wie die vorherige Generation kommen zu können. Eine andere denkt darüber nach, ob sie sich später überhaupt Kinder leisten kann.

Video starten
Zumindest in WoW kann man sich den Hausbau noch gut leisten: Dort könnt ihr euer Haus sogar abheben lassen – Pimp Your House Edition

Die vielen Krisen belasten Gen Z stark

Wieso ist die Gen Z so pessimistisch? Die finanziellen Sorgen und Ängste seien nur ein Teil eines größeren Problems. Die Gen Z wurde in den letzten Jahren mit Kriegen, Klimawandel und der Pandemie konfrontiert. Hinzu kommen enorme politische Unsicherheiten und die Angst vor den Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz. 

Die Angst vor KI geht übrigens soweit, dass einige junge Menschen in die Handwerksbranche flüchten, wie MeinMMO berichtet. Nur 52 Prozent der Befragten glauben, eine Chance auf eine gute und sichere Beschäftigung zu haben. 

Auch beim Umgang mit Geld fühlt sich Gen Z nicht ausreichend vorbereitet. Ganze 92 Prozent der Befragten wünschen sich mehr Finanzbildung in der Schule. Themen wie Geldanlage, Sparen und der richtige Umgang mit den eigenen Finanzen sollen dort also eine größere Rolle spielen. 

Inés Brock-Harder vom Bundesverband für Kinder- und Jugendpsychotherapie erklärt gegenüber dem MDR, dass die vielen Krisen der letzten Jahre für junge Menschen erdrückend wirken können. Der finanzielle Aufstieg sei für sie längst keine Selbstverständlichkeit mehr.

Wie seht ihr das? Glaubt ihr, dass junge Menschen heute schlechtere Chancen auf Wohlstand haben als ihre Eltern? Schreibt es uns in die Kommentare!

Während viele aus der Gen Z also daran zweifeln, den Wohlstand ihrer Eltern erreichen zu können, sieht ein 31-jähriger Millionär die Sache ganz anders: Für ihn sei es noch nie so einfach wie heute, reich zu werden. Warum er deshalb wenig Mitleid mit arbeitslosen jungen Menschen hat und Gen Z sogar sagt, sie habe „keine Ausreden“, lest ihr auf MeinMMO. 

Quelle(n):
  1. mdr
  2. schufa

Kommentare

Bitte lies unsere Kommentarregeln, bevor du kommentierst.
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Kommentare
Neueste
Älteste Meisten Abstimmungen
0
Sag uns Deine Meinungx