Fortnite beendet legendäre Klage gegen 14-jährigen Cheater, den Mami verteidigte

2017 verklagte Epic einen 14-jährigen, der Cheats zum damals noch ganz neuen Spiel „Fortnite: Battle Royale“ auf YouTube zeigte. Seine Mutter verteidigte den Teenager, Epic wolle ihren Sohn zum Sündenbock machen. Jetzt erst, mehr als 3 Jahre später, wurde der Fall beigelegt. Epic und die Familie haben sich geeinigt.

Das ist der Fall: Im Oktober 2017 ging Epic Games gegen Leute vor, die Videos auf YouTube hochluden. In den Videos wurden Cheats zu Fortnite: Battle Royale gezeigt. Epic Games wollte die Videos über Copyright-Strikes von YouTube nehmen. Doch zwei Nutzer weigerten sich, die Videos offline zu stellen. Gegen die reichte Epic Games dann Klage ein: Man wollte 150.000$ US-Dollar Schadensersatz von ihnen haben.

In einem Fall stellte sich heraus, dass der YouTuber ein 14-Jähriger war. Der soll mindestens 14-mal aus Fortnite gebannt worden sein, habe aber einfach weitergemacht. Er lud Videos von sich hoch, wie er Fortnite spielte und dabei einen „Wallhack“- und einen „Aimbot“-Cheat verwendete.

Epic Games erfuhr erst im Rahmen der Klage, dass es sich bei dem Cheater um einen 14-jährigen handelte, fuhr mit der Klage aber ungerührt fort.

Mutter sagte: Epic mache ihren Sohn zum Sündenbock

Was sagte die Mutter damals? Die Mutter des Jungen machte im November 2017 eine Eingabe ans Gericht. Sie sagte, ihr Sohn müsse hier nur als Sündenbock herhalten. Der habe die Software gar nicht selbst hergestellt, sondern nur heruntergeladen.

Epic Games wolle mit der Klage nur von den eigenen Problemen ablenken. Sie habe ohnehin nicht zugestimmt, dass ihr minderjähriger Sohn Fortnite spiele.

Das sagte der Sohn: Der Sohn selbst sagte: Er hätte gar nicht gecheatet, sondern nur „gemoddet.“ Und Modden wäre ja nicht gegen die Regeln von YouTube. Daher sah er überhaupt nicht ein, die Videos vom Netz nehmen zu müssen.

Er verwendete in einem Video den Hashtag #FuckUEpicGames.

Das machte den Fall so legendär: Die Klage gegen den 14-jährigen war offenbar der erste Fall, in dem jemand nur wegen Cheatens verklagt wurde. In anderen Fällen hatten Beklagte die Cheats selbst entwickelt oder verkauft, wie eine Expertin damals sagte.

Das junge Alter des Cheaters und die Ausführungen der Mutter trugen zum Bekanntheitsgrad der Klage bei. Außerdem ist die Klage mittlerweile fast so alt wie Fortnite: Battle Royale selbst.

Nach mehr als 3 Jahren einigt sich Epic mit dem 14-jährigen Cheater

So lief der Fall dann: Tatsächlich hat sich der Fall ewig hingezogen. Das Gericht wollte den Fall nicht abweisen. Die Mutter und der Beklagte hatten sich aber ab einem gewissen Punkt nicht mehr zu den Vorwürfen geäußert. Daher drängte Epic darauf, dass das Gericht ein Versäumnisurteil fällen sollte. Das Gericht widersprach dem aber, weil der minderjährige Beklagte eine rechtliche Vertretung brauche. Also musste Epic weitere Anträge stellen. Das zog den Fall dann über Jahre in die Länge.

Erst jetzt hat sich Epic Games mit dem Beklagten geeinigt. Aber es heißt die Einigung sollte „vertraulich“ bleiben, weil der Beklagte noch keine 18 Jahre alt ist und geschützt werden soll.

Epic Games sagt in einem Statement ans Gericht (via torrentfreak): „In diesem Fall überwiegt das Persönlichkeitsrecht des Angeklagten das Interesse der Öffentlichkeit.“

Dem Jugendlichen könnten durch eine Veröffentlichung des Urteils unfaire Schäden entstehen.

Ursprünglich war der Junge auf 150.000 US-Dollar Schadensersatz verklagt worden, man kann aber wohl annehmen, dass die Einigung mit einer geringeren Zahlung zustande kam. Epic hatte zu verstehen gegeben, sie wollten niemanden ruinieren, sondern nur das Cheaten in Fortnite unterbinden.

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Der damals 17-jährige FaZe Jarvis wurde lebenslang aus Fortnite gebannt – auch er hatte für die Kamera gecheatet und einen Aimbot verwendet.

Epic Games hat in den Jahren danach weitere Exempel gegen Cheater statuiert. So hat man 2019 den professionellen YouTuber FaZe Jarvis lebenslang aus Fortnite gebannt und eine Karriere damit praktisch über Nacht beendet. Der damals 17-Jährige hatte in einem Video vorgeführt, wie das so ist, Fortnite mit einem Aimbot zu spielen:

Fortnite bannt 17-jährigen Profi permanent, beendet damit seine Karriere

Das Titelbild des Beitrags ist ein Symbolbild.

Quelle(n): torrentfreak
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Tapir

” Sie habe ohnehin nicht zugestimmt, dass ihr minderjähriger Sohn Fortnite spiele.”

“Der soll mindestens 14-mal aus Fortnite gebannt worden sein, habe aber einfach weitergemacht.”

Eine Bilderbuchmutter.

Diova

Ich hoffe er hat eine gerechte Strafe bekommen erziehung scheint der ja zuhause nicht zu bekommen

Jonny

Ich kann epic games in ihrem fall schon verstehen das diese so weit gehen.

Ein hack-entwickler dran zu bekommen ist schier unmöglich aufgrund der anonymität im netz.

Aber ein kleiner dummer junge der meint er müsse hacks verkaufen und es dann modden zu nennen der sich in der öffentlichkrit aufspielt. Und dann noch eine gute soziale-netzreichweite hat. Das perfekte fressen um ein exempel zu statuieren. Der gute hatte einfach pech.

Ich denke schon das verbreiten von hacks und nutzen davon einem unternehmen schadet. Jeder spieler ist für epic ein kunde. Wer hacks nutzt vergrault die spieler. Kurzgesagt es entsteht ein finanzieler schaden.

150k dollar sind schon etwas hart.
Ein eintrag ins straftigister und sozialstunden hätten es auch getan.

Davon hättet die gesellschaft zumindest etwas.

SCUMPY

Schon richtig so, desto härter die Strafe desto besser. Die wissen genau was sie tun.. ALSO drauf auf die Fresse. Solche Witzfiguren versauen schließlich allen anderen den Spaß am Gaming

Fole

Eher erbärmlich von nem großen Konzern, wie Epic, da so stark hinterher zu sein. ^^ Er hat keine finanziellen Einbrüche oder ähnliches verursacht, von daher. Wenn juckts.

Frank

Es geht darum ein Exempel zu statuieren. Wenn die Leute sehen die lassen selbst bei einem 14 Jährigen über Jahre nicht locker, dann traut sich das kein anderer mehr. Außerdem wurden dem Typ 14 Accounts gesperrt. Er hatte also mehr als nur eine Warnung. Und das cheaten verboten ist war auch bekannt. Jeder der googlen kann findet sofort den Unterschied zwischen Modden und Cheaten. Das ist einfach ein 9-mal Kluger kleiner Scheißer dessen Eltern ihn mal besser hätten erziehen sollen.

Mc Fly

Als Cheater würde ich das sicher auch so sehen………
?

Hans-Peter

Ein weiteres gutes Argument für Ganztagsschulen.
Solche Kinder müssen RAUS aus dem Internet.

voxaN

“in dem jemand nur wegen Cheatens verklagt wurde”
Äh, ihr schreibt es doch oben selbst. Er wurde nicht wegen Cheatens verklagt, sondern wegen Copyright Verletzung.

Florian

Er zeigt sie nur? Indem er sie zeigt, bewirbt er cheaten und animiert andere Leute zu cheaten.. Alles gerechtfertigt, die 150k Schadensersatz hätte ich ihn gegönnt… Oder eine so heftige schelle dass er im Leben nicht mehr daran denkt anderen das Spiel zu versauen, weil er selber nichts geschissen bekommt.. Wieviele accs wurden von ihn gesperrt 14 Stück.. Einfach krank, Wieviele andere Menschen er damit die Laune am Spiel genommen hat, und es dann nicht mal einsehen.. Da bekomm ich so puls..

Chris

Jap, deine “Erziehungsmethoden” sind ja mal erste Sahne.
Bei solchen Aussagen bekomm ich wiederum nen Puls von 180. Du warst mit 14 sicher die hellste Leuchte und hast nie auch nur irgendwas fragwürdiges gesagt oder getan.

Frank

Was fragwürdiges getan hat sicher jeder mal. Aber wenn dir 14 Accounts gesperrt werden ist das absoluter Vorsatz. Auch ein 14 Jähriger weiß das. Er wusste wie er sich die cheats beschafft und somit auch ganz genau was er da tut. Die 150K find ich persönlich unnötig. Man muss einem Kind bzw. seinen Eltern nicht das Leben versauen. Aber ne (verbale) Abreibung hätte der kleine durchaus mal verdient.

Chris

“Die 150K find ich persönlich unnötig. Man muss einem Kind bzw. seinen Eltern nicht das Leben versauen. Aber ne (verbale) Abreibung hätte der kleine durchaus mal verdient.”
Ist ja ok, sehe ich genauso. Aber, ich zitiere: “Oder eine so heftige schelle dass er im Leben nicht mehr daran denkt anderen das Spiel zu versauen, weil er selber nichts geschissen bekommt..” sind Aussagen wo mir die Galle hoch kommt.
14 Jährige handeln oft mit absoluten Vorsatz, sie wissen “Das ist Verboten.” das bedeutet aber noch lange nicht, dass diese auch die Tragweite ihres Handelns kapieren oder die möglichen Konsequenzen für sich bzw. andere wahrnehmen.
Wenn er imstande gewesen wäre, die Tragweite seines Handelns zu kapieren, hätte er das wohl kaum gemacht. Grade weil es ein leichtes ist solche Banns zu umgehen, denken sich solche Kids nichts dabei. Vielen Erwachsenen Menschen ist ja nicht einmal bewusst, was ihr handeln in der “nicht realen Welt” nach sich ziehen kann. Da fehlt leider bei den meisten Menschen der Bezug und die richtige Erziehung. Auch bezweifle ich, dass der das nach dem Theater nochmal machen wird. Allein der Rechtsstreit an sich ist ein Dämpfer fürs Leben und war in dem Fall sicher die richtige “verbale Abreibung”.

Ich sage nicht, dass das Handeln gut oder richtig war, aber Gewalt oder das Leben versauen ist sicher nicht die richtige Erziehungsmaßnahme.

Fole

Ganz großes Kino. Hat er Jemanden verletzt oder finanziell geschadet. Es handelt sich sogar, um n f2p Game. Das Leute das zocken so ernsthaft betreiben, da sie sich von cheatern triggern lassen, zeigt nur das diese Menschen starke Probleme haben. ??

Diova

Live Manipulationen im Arbeitsspeicher können auch Urheberrechtsverletzung sein

Phoesias

Ich weiss ehrlich nicht wie oft ich dieses bescheuerte Bild von diesem heulenden Jarvis oder wie der heisst auf meinmmo.de schon gesehen habe zu unendlich vielen News seit einem Jahr.

Der wird bei jeder Gelegenheit ausgekramt, einfach nur facepalm ^^

Tapir

Ist wie mit LoL-News und Faker.
Oder Twitch-Zeug und Ninja.
Man bewirbt seine Lieblinge gern ?

ImInHornyJail

Er hätte gar nicht gecheatet, sondern nur „gemoddet.“

Nein euer Ehren, ich habe ihn nicht totgepruegelt. Es waren nur sehr viele Fist Bumps.

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