Fortnite: Milliarden-Erfolg geht auf Kosten von LoL und PUBG, aber viele gewinnen

Fortnite: Battle Royale (PC, PS4, iOS & Xbox One) ist ein enormer Erfolg. Allein durch Mikrotransaktionen soll das Spiel über 1 Milliarde US-Dollar eingenommen haben. Doch dafür müssen andere leiden: vor allem League of Legends (LoL) und PUBG lassen Federn. Aber insgesamt kommen viele neue Spieler zum Gaming.

Fortnite ist nach wie vor ungemein populär und kann jeden Tag Millionen von Spielern auf die Server locken. Aktuell heißt es, dass Fortnite allein durch Mikrotransaktionen über 1 Milliarde US-Dollar eingespielt hat (via Fortune.)

Fortnite-Geld

Auch in der mittlerweile 5. Season ist der Erfolg des Battle-Royale-Games nicht zu leugnen. Doch wer so erfolgreich ist wie Fortnite, der zieht dabei Nutzer von anderen Spielen ab – selbst, wenn das erstaunlich wenige sind. Vor allem League of Legends und PUBG leiden unter dem Erfolg von Fortnite und verlieren Spieler.

Aber insgesamt bringt Fortnite auch viele dazu, mehr zu spielen oder mit dem Spielen wieder anzufangen.

Seh-Stunden

Die meisten Free2Play-Games sind sicher

Viele Spiele sind außer Gefahr: Die Millionen von Fortnite-Spielern und Stream-Konsumenten sind kurioserweise für die meisten anderen großen Free2Play-Spiele keine Gefahr. So blieben die Spielerzahlen zahlreicher Titel konstant, selbst mit steigender Beliebtheit von Fortnite.Fortnite-Absturz

Fortnite verbuchte im Mai 2018 12 Prozent mehr Einnahmen auf den Konsolen. Die meisten anderen Games blieben allerdings stabil und hatten keine oder kaum Verluste zu beklagen. Das gleiche gilt für Twitch, wo Spiele wie DotA 2 und Hearthstone recht stabil blieben, während Fortnite im Mai 2018 auf 574 Millionen Stunden auf Twitch und Co. kam – und damit das Spiel auf Platz 2, League of Legends, um das dreifache überflügelt.Super-Data-Fortnite-Twitch

LoL und PUBG müssen einstecken

Nicht jeder kam ungeschoren davon: Viele der Fortnite-User und Zuschauer kamen also wohl komplett neu dazu. Es gibt aber auch einen Teil, der wohl von andere Spielen abgewandert ist. Diese beiden großen Verlierer des Fortnite-Erfolgs sind PUBG und LoL.

LoL verliert Spieler: Laut der Analyse-Seite SuperData Research hat das MOBA League of Legends ab November 2017 ordentlich Spieler eingebüßt. Das war genau zwei Monate nach dem Release von Fortnite: Battle Royale. Andere MOBAs, wie DotA 2, haben hingegen nichts verloren und sogar ein paar neue Spieler bekommen.

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PUBG büßt fast zwei Drittel der Einnahmen ein: Das andere große Fortnite-Opfer ist der Konkurrenztitel PUBG. Dort gingen im letzten Frühling die Einnahmen von 91 Millionen runter auf 33 Millionen Dollar.

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Hausgemachte Probleme: Auch wenn die Verluste bei LoL und PUBG mit dem Aufstieg von Fortnite einhergehen, haben beide Spiele allerdings auch mit eigenen Problemen zu kämpfen:

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Vor allem Kids sind Zielgruppe – Mobile wird stärker

Wo kommen die alle her? Im Großen und Ganzen sind vor allem junge Spieler bei Fortnite neu hinzugekommen oder von anderen Spielen wie Minecraft, LoL oder PUBG abgewandert. Fortnite spricht mit seiner flachen Lernkurve und der bunten Grafik einfach die jüngere Generation besonders an.

Junge Spieler können mit dem Handy umgehen: Battle Royale ist lange kein PC-Trend mehr. Auch auf den Konsolen und sogar auf Mobile funktioniert das Genre. War das „Hardcore-Spielen“ auf Mobile lange nur in Asien ein Thema, kommt das nun auch in den Westen. Junge Spieler, die hier mit Minecraft auf dem Handy aufgewachsen sind, kämen mit den komplexen Mobile-Kontrollen von Fortnite oder PUBG auf dem Handy klar.
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Wann endet der Fortnite-Hype endlich? Wohl nicht zu bald

Battle-Royale-Trend nicht zu bremsen: Insgesamt geht aber der Trend nach wie vor zu Battle-Royale. Das Gerne dürfte laut SuperData Einnahmen um die 12,6 Milliarden US-Dollar verbuchen. Für 2019 sind sogar über 20 Milliarden US-Dollar vorhergesagt. Die kommen zum einen von klassischen Battle-Royale-Games wie Fortnite und zum anderen von Battle-Royale-Modi in Spielen wie Battlefield V.

Das bleibt: Bei Superdata denkt man, ein Ende des Hypes um Battle-Royale sei nicht abzusehen. Das sei ein Trend, der gekommen ist, um zu bleiben.

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Autor(in)
Quelle(n): MassivelyOPSuperData Research 1SuperData Research 2
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