LoL: Seit Patch 8.11 ist die League of Legends deutlich irrer geworden

Das MOBA League of Legends, kurz LoL, hat mit dem Patch 8.11 eine irre Wendung durchgemacht. Das seit Jahren relativ stabile Meta-Game steht Kopf. Die Profis sagen: „Die Bot-Linie ist die Hölle.“ Jeder Tag für die LoL-Stars ist jetzt ein „Alles ist möglich“-Donnerstag.

8.11 knüppelt die AD-Carries um: Anfang Juni ging der Patch 8.11 in League of Legends live (hier sind die Patch-Notes). Das Update klang ganz harmlos von Riot: „Wir machen mit den Änderungen der Rollen weiter.“ Dahinter versteckte sich aber eine der krassesten Balance-Änderungen in der Geschichte von LoL.

LoL Kai'Sa Skin Titel

AD-Carries starten schwächer, Early-Game in LoL wird aber immer wichtiger

Ad-Carries geht’s an den Kragen: Normalerweise war die Idee im LoL-Meta, den eigenen „Ad-Carry“ zu füttern. Der fängt schwach an, wird im Laufe eines Matches immer stärker, bis er am Ende zur wichtigsten Figur in einem Team wird. Ad-Carries sollten mit dem Patch am Anfang schwächer werden und noch langsamer stärker werden als ohnehin schon. Gleichzeitig ist LoL durch weitere Änderungen in den letzten Monaten aber immer schneller geworden. Das hat zu einer Änderungen der Meta geführt: AD-Carries lohnen sich einfach nicht mehr so wie früher.

LoL Ezreal Championship Skin

Auf der Bot-Lane ist jetzt alles möglich

So war die Bot-Lane früher: Seit Jahren bestand die Botlane aus einem Supporter, der sich zurückgehalten hat, und einem AD-Carry, der alle Kills an den Dienern sammelte, um rasch Gold zu verdienen. Die 5 Rollen waren fest verteilt. Jeder Profis spezialisierten sich auf eine dieser feste Rollen und nutzen ein bestimmtes Repertoire an Champions, um seine Rolle auszufüllen. Mit seinen Champions trainiert ein Profi dann für Jahre. So weiß er im Schlaf, wie er sich mit seinem „Lieblingsheld“ in jeder Situation verhalten muss. Das ist jetzt auf der Bot-Lane nicht mehr so.

LoL Irelia Skin

Trubel auf der Bot-Lane: Wie die Seite Kotaku weiß, haben Änderungen in 8.11 dazu geführt, dass typische AD-Carries wie Caitlyn, Tristana oder Kog’Maw so ziemlich aus dem Repertoire der Pro-Spieler geflogen sind. Picks wie Ezreal, Lucian, Draven oder Kai’Sa sieht man allerdings noch. Vor allem aber fangen die Pro-Teams jetzt an, wie irre mit außergewöhnlichen Bot-Lane-Duos zu experimentieren. Denn wenn der AD-Carry wegfällt, muss sich auch der Supporter ändern. Plötzlich kämpfen auf der Botlane Heimerdinger und Fiddlesticks gegen Brand-Nautilus oder Vlad-Morgana. Es ist plötzlich alles möglich auf der Bot-Lane.

„Es ist die Hölle da draußen“ – „Ich find’s super“

Profis jammern und freuen sich: Die Reaktionen der Profi-Spieler sind unterschiedlich.

  • So meint der AD-Carry von SKT Bang (via Inven), dass Riot mit den Nerfs hier zu weit gegangen ist. Die Änderung zwängen AD-Carries komplett dazu, umzulernen. Das sei so, als mache man im Fußball einen Stürmer plötzlich zum Mittelfeld-Spieler. Man müsse jetzt alle Counter-Picks und die Bann-Strategie komplett neu überdenken.
  • Der AD-Carry „PraY“ (via Inven) sagt kurz, „die Bot-Lane ist die Hölle.“
LoL Faker PC

Faker, LoL-Gott

  • Star-Spieler Faker (via Inven) aber sagt, die Änderungen täten LoL gut. Zwar seien es für die AD-Carries hart, aber LoL sei jetzt mehr ein Strategie-Spiel als ein Laning-Spiel.

Den Trubel von Bang und Faker im letzten Jahr haben wir hier  beleuchtet:

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