Streamer nutzt WoW-Vergleich, um zu erklären, wie wichtig er für Twitch ist

Der Streamer Sebastian „Forsen“ Fors hat von Twitch einen Perma-Bann kassiert, kam jetzt aber zurück. In einem Stream erklärte er, dass er sich von Twitch mehr Wertschätzung wünscht, weil er wichtiger für die Plattform ist, als es die Zahlen nahelegen. Er nutzte dafür einen Vergleich aus WoW: Er verursache zwar nicht die meiste DPS im Raid, buffe den Schaden aller aber um 30%.

Das ist die Situation um Forsen: Der Schwede Forsen (30) ist seit 2011 auf Twitch und gehört quasi zum Inventar der Plattform.

Das Besondere an Forsen ist, dass er als Urgestein auf Twitch authentisch auftritt und ganz anders wirkt als die Streamer und Streamerinnen, die in den letzten Jahren populär wurden und besonders professionell, markenfreundlich und gut ausgeleuchtet auftreten:

  • Die Facecam von Forsen ist gar nicht wirklich auf sein Gesicht gerichtet, sondern zeigt ihn nur von schräg unten und sonst viel Wohnung.
  • Sein Twitter-Account besteht aus kurzen, spröden Mitteilungen.
  • Im Stream haut er sich schon mal Müsli in den Bart und ist halt so, wie er ist.
  • Er spielt das, worauf er im Moment Lust hat. Hypes interessieren ihn nicht. Wenn alle auf Twitch Valorant spielen, macht er’s grade nicht.
  • Besonders bekannt ist Forsen für seine Community, die „Forsenboys“, die als eine der kreativsten und garstigsten Communitys von Twitch gelten und Meister darin sind, Memes auf der Plattform zu etablieren.
  • Einmal sagte Forsen: Twitch sei ein Job, der einen nur erfüllt, wenn man nicht erfolgreich sein will, sondern einfach das macht, worauf man Bock hat.

Normalerweise ist Forsen fast täglich etwa 6 Stunden auf Sendung und spielt Indie-Games oder interagiert mit seinem Chat.

Aber ein Reaction-Stream wurde ihm Ende November zum Verhängnis: Er zeigte ein harmlos scheinendes GIF im Stream, das sich aber nach einigen Sekunden in ein Bild verwandte, das einen Akt der Sodomie zeigte: eine junge Frau und ein Pferd hatte intimen Kontakt.

Für das Zeigen dieses sexuell verstörenden Bildes wurde Forsen „auf unbestimmte Zeit“ von Twitch gebannt. Der Bann wurde später auf einen Monat festgelegt. Forsen konnte nach Weihnachten wieder senden.

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Forsen findet: Er bekommt zu wenig Wertschätzung von Twitch

Das sagt Forsen: In einem Stream nach seiner Rückkehr erklärt er:

„Um es zusammenzufassen, ich fühle mich ein wenig zu wenig gewürdigt. Wisst Ihr, ich hab vielleicht nicht die meisten Zuschauer, und nicht die meisten Abonnenten und ich bring vielleicht auch nicht das meiste Werbe-Geld oder was auch immer auf die Plattform, aber ich habe eine Art Aura-Effekt. Okay, Aura ist vielleicht das falsche Wort.

Was ich sagen will: 90% der guten Memes und Inside-Jokes kommen aus dieser Community und verbreiten sich auf andere Communitys. Also haben andere Communitys mehr Spaß, richtig? Und dann bleiben diese Zuschauer länger auf Twitch.

forsenE-meme
Das Meme „forsenE“ war Anfang 2018 das meistgenutzte Emote auf Twitch weltweit. Es überholte Kappa und TriHard. (Quelle: Polygon).

Er listete dann eine Reihe von Memes auf, die den Ursprung in seinem Kanal haben:

  • Peplaugh
  • he doesnt’s know
  • omegalul
  • pepega
Emote verschwindet von Twitch, das Streamer DrDisRespect veralbert

„Ich bin der fucking Schamane, den du nur für Bloodlust bringst“

Das ist der WoW-Vergleich: Forsen veranschaulichte seinen Aura-Effekt mit einem WoW-Vergleich.

„Also ja, im Prinzip, im motherfucking Twitch-Raid hab ich nicht die meiste DPS, aber ich bin der verdammte Schamane, den du mitbringst, weil er Bloodlust hat und jeder 30% mehr DPS macht. Also indirekt bin ich der verdammte Schamane, der am meisten Schaden macht, zwar nicht individuell, aber insgesamt.“

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So läuft es für Forsen: Forsen erlebt grade einen Rebound-Effekt, den schon andere Streamer nach einem Bann erlebten. Das Interesse an den ersten Streams nach einem Bann ist viel höher als an den Streams vor dem Bann:

  • Als er regelmäßig auf Sendung war, hatte Forsen seine Stammzuschauer, die ihn halt immer sahen: Da hatte er so zwischen 11.000 und 13.000 Zuschauer im Schnitt
  • Jetzt, wo er einen Monat weg war, hatte er in seinem ersten Rückkehr-Stream gleich 40.000 Zuschauer im Schnitt, beim 2. Stream dann immer noch 27.000

Vielleicht würdigen die Zuschauer den unterschätzten Schamanen aus Schweden jetzt gerade ein wenig mehr, als vorher.

Top-emotes-twitch
Die meist genutzten Emotes von Twitch (iva streamelements)

Das steckt dahinter: Die Community von Forsen ist in der Tat bekannt dafür, sich Emotes auszudenken und die zu etablieren. Allerdings „Etablieren sie die auf Twitch“, indem sie die Emotes brutal oft in anderen Kanälen spammen und andere Streamer und Communitys zum Teil damit belästigen und verärgern.

Dass jetzt als „30% mehr DPS für alle“ auszulegen, ist schon eine freundliche Sicht. Die Community von Forsen gilt eben nicht nur als kreativ, sondern auch als äußerst garstig.

Aber der WoW-Vergleich ist einzigartig, so wie Forsen, der ragt mittlerweile aus der Masse von großen Streamern raus, weil er so authentisch wirkt.

Knossi MontanaBlack Streamer

Auch in Deutschland gibt es erfolgreiche und große Streamer: Die 5 erfolgreichsten Streamer haben wir euch auf MeinMMO in einem Artikel vorgestellt. Da sind auch einige Typen dabei, die aus der Masse hervorstechen.

Twitch: Die 5 größten deutschen Streamer und wofür sie bekannt sind

Quelle(n): Dexerto
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Ahennys

Na ja.Hochmut kommt vor dem Fall.Twitch braucht Ihn nicht.Twitch gab es vor Ihm und wird es nach Ihm noch immer geben.

TNB

Wenn man keine Ahnung hat worum es geht und kein Grundwissen zum Thema hat, sollte man einfach still sein und sein Kommentar klemmen. 🙂

Tapir

Worum geht es denn nun?
Aus seinen Kreisen kommen lediglich ein paar substituierbare Pixel, die in vielen anderen Kanälen gebannt sind.
Twitch wäre auch ohne den Kerl (und seine Community) dort, wo sie heute sind.

Syborc

An den Kommentaren hier drunter erkennt man das Leute sich mit Twitch wenig bis garnicht auseinander setzen. Zu sagen Forsen wäre irwie mit Ninja oder Shroud zu vergleichen macht kein Sinn, da 80% der Emotes Ideen tatsächlich von Forsens-Community kommen. Und Emotes bei Twitch sind eines der Dinge die viel besser sind als die von anderen Streaming-Plattformen.

Tapir

80% klingt willkürlich herbeifantasiert 🙂
Mag sein, dass die eine Handvoll Emotes erfolgreich „spamtablieren“ konnten, allerdings gibt es auch zigtausende Alternativen, darunter etliche gute.

Bodicore

Eigentlich bin ich als Zuschauer wichtiger für Twitch.

AariusBahamut

Bei im schnitt 11000 zuschauer fühlt er sich nicht als großer? Moment es müssen nicht immer die 50k oder 100k zuschauer sein. 11k zuschauer die regelmäsig dabei sind ist ein verdammt guter schnit. Zumindest finde ich das. Man möge das sich mal vor stellen, er spielt ein Spiel das im schnitt nur sagen wir 500 sonst schauen und er streamt das jetzt bei 11k, was ergibt das für ein effekt auf das Spiel? Genau es schießt in die höhe und andere werden darauf aufmerksam! Aber das denke ich nur.

Vallo

Da überschätzt er sich aber sehr stark. Was man nach Jahren des Internetkonsums wissen sollte, ist das hier alles sehr vergänglich ist.
Sowas wie die so genannten „Internet-Stars“ kommen schneller in die Versenkung als man glaubt. Früher waren auf YouTube Ytitti der Shit, wo sich alle die Videos angeschaut haben. Nach 2 bis 3 Jahren kennt die entweder kaum jemand oder keiner denkt mehr an sie. Bei Twitch geht das sogar schneller. Da kommt dann einfach jemand anderes der die Lücke übernimmt

Alzucard

Ich kenn Forsen nicht direkt, aber er ist ja im Grunde kein Internetstar wie ninja oder shroud oder Pokimane. Auch die werden nicht mehr so schnell von der Plattform verschwinden bzw sie werden nciht mehr so schnell aus dem Internet verschwinden, solange sie streamen.

So vergänglich ist das ganze absolut nicht. Ninja z.B hat immer noch seine Zuschauer und Disrespect auch. Forsen is tnicht so bekannt und auch Ninja ist nicht mehr an der Öffentlichkeit, aber in der Versenkung ist keiner und wird sobald auch keiner verschwinden.

Zuletzt bearbeitet vor 21 Tagen von Alzucard
Frank Buddenberg

Einbildung ist bekanntlich ja auch eine Art von Bildung.
mehr gibt es zu diesem Herren zu sagen

Zord

Ich glaube da überschätzt sich der Heer extrem. Wenn Twitch in den letzten Jahren eines gelernt hat, dann das für jeden Großen Streamer der die Plattform verlässt, zwei andere den Durchbruch schaffen. Oder gab es beim Weggang von Ninja, DrRespect etc irgendeine Meßbare Abnahme an Zuschauern?

Zuletzt bearbeitet vor 21 Tagen von Zord
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