Am Wochenende fand das Fan Festival für Final Fantasy XIV in Berlin statt. Dort gab es zahlreiche Ankündigungen rund um die neue Erweiterung. Doch ein Feature, das erst in einiger Zukunft erscheint, rettet MeinMMO-Redakteurin Jasmin ihr MMORPG-Erlebnis.
Ich versuche schon seit Längerem, meinen Partner zum Zocken von Final Fantasy XIV zu bewegen. Die Story ist einfach zu gut, als dass je ein Gamer, der ansatzweise etwas mit MMORPGs anfangen kann, sie verpassen dürfte.
Ich selbst zocke nämlich mit jeder neuen Erweiterung rein und genieße einfach die Story. Ich bin gar nicht so auf den Endgame-Content aus und fokussiere mich nur auf die Hauptkampagne.
Doch bei meinem Partner ergibt sich ein großes Problem. Er hat Final Fantasy XIV in seinen Anfängen gespielt und hat sich irgendwann mal in den Quests zwischen A Realm Reborn und Heavensward verloren. Die Quest-Reihe ist so bekannt, weil sie einfach unzählige Stunden dauert und sogar nachträglich irgendwann gekürzt wurde.
Er hasst es abgrundtief, wieder und wieder zum selben Questgeber zu rennen, den er schon seit Stunden kennt, nur um irgendein Item zu sammeln oder Monster zu besiegen. Doch mit der Erweiterung Evercold kommt ein neues Feature, durch das er keine Ausrede mehr hat, Final Fantasy XIV den Rücken zu kehren.
Keine direkte Zeitersparnis, aber eine tolle Komfortfunktion
Bei dem Feature handelt es sich um Auto-Move und Auto-Guide. Dadurch rennen Charaktere automatisch zum Zielort der Quest und es gibt zusätzliche optische Hilfen, die anzeigen, in welche Richtung man gehen muss.
Beim Fan Fest wurde bereits mit einem Prototypen gezeigt, wie das aussehen soll. Der Charakter läuft eine bestimmte Strecke entlang, die mit einer blauen Linie angezeigt wird.
Dadurch kann mein Partner die Funktion einfach anstellen, zum Questgeber laufen und in der Zeit etwas anderes machen. So muss er nicht die gesamte Zeit über zum Questgeber rennen, den er bereits kennt.

Noch praktischer wäre es natürlich, wenn man sich direkt zum Questgeber teleportieren könnte. Dadurch müsste mein Partner sich nicht zwischendurch ablenken oder anderen Dingen widmen, während sein Spielcharakter zum nächsten Questziel läuft.
Stattdessen könnte er die ganze Zeit am Controller der PS5 bleiben und Final Fantasy XIV zocken. Aber hey – er wird sich spätestens bei den Warteschlangen für Inhalte daran gewöhnen, dass es auch mal etwas Wartezeit braucht.
Final Fantasy 14 passt sich der modernen Zeit an
Die Implementierung sei zudem schon jetzt eine Mammutaufgabe. Deshalb soll die Funktion nicht pünktlich mit dem Release von Evercold für jede Quest erhältlich sein, sondern Stück für Stück mit jedem Patch weiter über alle Erweiterungen hinweg ausgebaut werden.
Naoki Yoshida, der Director von Final Fantasy XIV, betonte bei seiner Ankündigung, dass es den Spielern völlig freigestellt sei, ob sie diese Funktion nutzen möchten oder nicht. Wer weiterhin selbst die Welt erkunden und navigieren möchte, könne dies tun.
Bislang habe sich das Team geweigert, diesen Ansatz zu fahren. Es wollte Automatisierung nämlich bewusst vermeiden. Doch Yoshida erklärte, dass sie den modernen Entwicklungen im Gaming-Bereich und dem heutigen Lebensstil der Spieler Respekt zollen wollen.
Ich freue mich schon jetzt darauf, dass mein Partner sich endlich schneller durch die nervigen ARR-Quests schlägt und wir dann ab Heavensward gemeinsam Inhalte erleben können. Zudem versteht er dann endlich, warum ich immer von so einer grandiosen Story spreche, wenn ich über das MMORPG schwärme.
Was haltet ihr von dieser Funktion? Werdet ihr sie in Zukunft nutzen oder trotzdem jeden Weg manuell beschreiten? Schreibt es uns gerne in die Kommentare.
In Final Fantasy XIV gibt es unterschiedliche Wege, wie Partner zusammenspielen. Einige davon haben berichtet, welche Erfahrungen sie gemacht haben und was sie gemeinsam erleben – oder eher bewusst vermeiden: Final Fantasy 14: „Wir spielen zusammen, aber ganz verschieden“ – Ehepaare erzählen von ihren gemeinsamen Abenteuern im MMORPG
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Kommentare
Ich sehe das Feature extrem kritisch. Die automatische Wegfindung nimmt uns etwas weg was uns mit der offenen Spielwelt verbindet.
Wenn wir nur noch auf Knopfdruck passiv zum nächsten Ausrufezeichen reisen, verkommt die Spielwelt zu einer reinen Kulisse. Das nimmt dem Abenteuerer jegliche Immersion.
Das Paradoxe daran, Yoshi hat in der Vergangenheit immer wieder betont, dass er das Spiel eigentlich nicht noch einfacher oder anspruchsloser machen möchte da dies bereits sehr viele Spieler vergrault hat.
Klar muss jeder selbst wissen ob er es nutzt oder nicht und die meisten eingefleischten Spieler werden es nicht nutzen aber das ist wieder ein großes Warnsignal an sie, das das Spiel trotz zahlreicher versprechen weiterhin den falschen Weg gehen wird.
Es nimmt ja nichts weg, es bleibt einem selbst überlassen, ob man das Feature nutzt oder nicht, wie du selbst sagst ^^ Ich kann mir auch vorstellen, dass es anderen Spielern auch so geht, dass sie keine Lust haben, ständig dieselben Wege zu laufen. Das hat ja nichts damit zu tun, etwas von der offenen Spielwelt zu nehmen. Bei meinem Partner ist es beispielsweise so, dass er gerne auch die ersten Wege zu einem Questgeber rennt – wenn du aber das 10. Mal zur Basis vom Bund der Morgenröte durch diesen Wüstenabschnitt musst, macht das irgendwann keinen Spaß mehr ^^ Keine Ahnung, wie andere Spieler es handhaben, ich fände es aber weird, wenn dadurch Spieler “vergrault” werden, da sie doch wie bisher zocken können. Ich denke stattdessen auch, dass mehr Spieler dadurch hinzugewonnen werden können.
Ich weiß ja nicht, wann dein Partner mit FFXIV angefangen hat, aber so ab 2022 (da hab ich begonnen) bekam man Teleporttickets zur Bucht der Morgenröte während der MSQ. Wenn man diese klug einsetzte, ersparte man sich viel Rennerei. Zwischenzeitlich wurden diese Tickets einmal wieder aufgestockt innerhalb der MSQ von ARR.
Also im Prinzip muss dein Partner aktuell gar nicht so viel hin und her rennen, wenn er besagte Tickets in seinem Inventar hat.
Ich kann nur nicht sagen, ob es die schon immer gab, oder ob die irgendwann hinzugefügt wurden.
Puh nee, seine Spielzeit war definitiv vor 2022 ^^ Aber gut zu wissen, dass es die gibt, dann könnte er sich da schonmal ein paar Minütchen sparen 🙂 Danke für den Tipp!
Vielleicht ist das für Neueinsteiger ne nette Hilfe, aber wenn man es genau nimmt, gibt es bei den Gefechtserlassen nach Beendigung der Aufgabe eine Möglichkeit, sich zum Questgeber zurück porten zu lassen. Daher frag ich mich, warum dann nicht diese Funktion, die im Spiel längst enthalten ist, auf die anderen Quests im Spiel übertragen wurde.
Ansonsten verstehe ich auch die Bedenken, dass dann für die Autorunfunktion die Umgebung entsprechend angepasst werden muss, damit der Charakter nicht aus Versehen irgendwo hängen bleibt oder gar mitten in einen Mob reinrennt.
Ich selbst werde die Funktion nicht nutzen, da dann mMn der Reiz des Spiels, das Erkunden, für mich flöten gehen wird.
Dito, find das super schade. Ich denke, die Entwickler wollten da einen… Kompromiss eingehen?
Und ich weiß nicht, ob mir die fehlenden Steinchen oder Bäume auffallen würden tbh 😀 Gibt ja immer überall irgendwie ne Route, auf der man sich durchkämpfen kann. Die Flora opfer ich gerne, damit mein Partner endlich mal zockt 😼
Ich sehe da wenig Sinn drin,wie im Artikel erwähnt,hätt ich ein Port zum Questgeber sinnvoller gefunden. Soviel zu entdecken gibt es ab dem 1.Addon mit 6 Karten pro Addon auch nicht und ab dem Fliegen in ARR halten sich die Laufwege auch in Grenzen.
Das finde ich echt schade, dass es keine direkte Schnellreise gibt. Immerhin kann man die Zeit dann am Handy daddeln oder weiter die Spülmaschine ausräumen oder irgendwas anderes ^^ Aber nimmt einen ja auch irgendwie aus dem Spiel raus, nen Schnellport fände ich persönlich auch besser.
Die Poblematik an solchen Features ist, sie sind nicht alleine in einem luftleeren Raum. Und die Vergangenheit zeigt auch, dass wenn SQEX sowas einführt dann nehmen sie an anderer Stelle etwas weg. Weil deren neue Features ansonsten nicht richtig funktionieren. Ein gutes Beispiel sind Instanzen, die man mit Bots bestreitet. Damit die Bots funktionieren mussten sie alle Instanzen, in denen Bots zugelassen sind, massivst versimplifizieren. Sowas könnte auch passieren mit dem automatischen Laufen.