5 Fehler, die MMORPGs aus Asien vermeiden müssen, wenn sie bei uns Erfolg haben möchten

5 Fehler, die MMORPGs aus Asien vermeiden müssen, wenn sie bei uns Erfolg haben möchten

Der Großteil aktueller MMORPG-Projekte mit Budget und Ambitionen kommt aus Asien. Damit sie hier im Westen nachhaltigen Erfolg haben, müssen sie jedoch aufhören, die immer gleichen Fehler zu machen oder auf ihren Eigenheiten zu bestehen.

Aus dem asiatischen Raum kommen immer regelmäßig große MMORPGs. Westliche Publisher tun sich hingegen seit mehr als einer Dekade schwer damit, ambitionierte Online-Rollenspiele zu veröffentlichen. Das liegt etwa daran, weil sie das Risiko gar nicht erst eingehen möchten oder weil die Entwicklung mittendrin eingestellt wird oder sich ewig hinzieht.

Was auffällt: Die kommende Generation der Asia-MMORPGs aus Aion 2, ArcheAge Chronicles und Chrono Odyssey möchte mit einem größeren Fokus als in der Vergangenheit den westlichen Markt ansprechen. Wie? Nun, die Strategien sind vielfältig:

  • Grind und PvP sollen zurückgeschraubt werden, dafür rücken die Story-Erfahrung und PvE-Herausforderungen für kleine Gruppen ins Rampenlicht.
  • PC und Konsolen werden als Haupt-Plattformen wieder wichtiger, auf Mobile-Portierungen wird verzichtet oder sie dienen als Zusatzangebot für bestimmte Aktivitäten.
  • Ein Chrono Odyssey verzichtet auf Genderlock in der Charaktererstellung und Zufallsmechaniken bei der Herstellung oder Aufwertung von Ausrüstungsteilen sowie Waffen.
  • Viele der verantwortlichen Entwickler betonen bei jeder Gelegenheit, dass es keine Pay2Win-Mechaniken geben wird und man das Bezahlmodell fair gestalten möchte.

Wer bestimmte Themen des Artikels direkt ansteuern möchte, kann das über unsere Inhaltsangabe tun:

Der Trailer zu Chrono Odyssey vom Summer Game Fest 2025:

Ein großer Teil der westlichen Fans ist skeptisch

Auf dem Papier klingen all diese Maßnahmen gut, außer vielleicht für Fans von Grind und PvP. Es gibt jedoch mehrere Probleme:

Wenn NCsoft etwa ein neues Spiel wie den MMO-Shooter Cinder City vorstellt, dann gehen viele Spieler sofort von einer Spielspaß-bremsenden Monetarisierung aus, wie in Throne and Liberty und Blade & Soul. Oder man erinnert sich an die Einstellung von WildStar, das bis heute viele Fans hat.

NetEase? Die haben Mobile-Geldgräber wie Diablo Immortal verbrochen! Tencent? Da sind wir wieder bei Tarisland. Pearl Abyss? Der Shop und Grind von Black Desert. Smilegate? Free2Play-Zugang plus Echtgeld-Auktionshaus in Lost Ark.

Lange Rede, kurzer Sinn: Asiatische Publisher haben aktuell ein Vertrauensproblem. Wenn sie den westlichen Markt begeistern möchten, reicht es daher nicht, Verbesserungen zu versprechen. Stattdessen müssen sie mit den nächsten Games erst einmal zeigen, dass sie tatsächlich bereit sind, hochklassige Spiele für eine globale Zielgruppe zu entwickeln.

Welche Fehler sie aus der Sicht unseres MMORPG-Experten Karsten Scholz vermeiden sollte, um im Westen erfolgreich sein zu können, darum geht es auf den nächsten Seiten.

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Yoma

Zunächst muss man natürlich sagen, solange die Spiele in Asien erfolgreich sind hat man alles richtig gemacht. Der westliche Markt ist nicht mehr der größte. Ansonsten bräuchte man westliche Entwickler, der asiatische Entwickler greift immer wieder zu dem was er kennt, macht ja im Prinzip jeder.

“NetEase? Die haben Mobile-Geldgräber wie Diablo Immortal verbrochen! ” naja die haben genau das gemacht was Blizzard ihnen gesagt hat. 😉

MathError

Ja, wir im Westen verbinden viele negative Aspekte mit MMORPG’s aus Asian, wobei einige (vor 10-15 Jahren, aber wirklich gut waren), damals war die Monetarisierung oder “p2w”-Aspket nicht so ausgeprägt wie heute.
Wobei ich große Hoffnungen in ArcheAge Chronicles und Chrono Odyssey, wenn die Versprechen von Fokus auf PvE und keine “p2w” Aspekte wirklich zutreffen, werde ich definitiv einige Zeit in den Games verbringen, dann muss halt nur noch das Gameplay überzeugen d.h. Endgame mit einem sinnvollen “Loop-Faktor” der mich immer wieder on bringt weil ich es will (nicht weil ich es muss) und der mir Spass macht, sowie meinen Charakter am Ende “stärker” macht. Ich bin daher mal gespannt, was das Jahr 2026 bringt.

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