Eine Vault in Fallout endet wie The Last of Us und ihr könnt sie sogar besuchen

Eine Vault in Fallout endet wie The Last of Us und ihr könnt sie sogar besuchen

Die meisten Vaults in Fallout haben eine düstere Geschichte. Ein paar verfolgen zumindest ein hehres Ziel – gehen dann aber trotzdem schief. Eine dieser Geschichten aus der Kategorie „gut gemeint“ ist die Vault 22 aus Fallout: New Vegas.

Vaults sind ein wichtiges Bestandteil von Fallout. Ob in der Fallout-Serie auf Amazon oder in den Spielen, sie formen die Welt mindestens ebenso sehr wie die Bomben, die alles zerstört haben.

Was sind Vaults? Offiziell handelt es sich bei diesen Bauwerken um Atomschutzbunker mit meterdicken Wänden. Menschen sollten darin Zuflucht finden, wenn die Bomben fallen. Die charakteristischen, zahnradförmigen Türen verschließen sich dann – vorläufig dauerhaft.

Sobald es wieder „sicher“ ist in der Nachkriegswelt, sollen sich die Vaults wieder öffnen und die Bewohner verlassen den Vault, um Amerika wieder aufzubauen und zu bevölkern. Aber natürlich wäre es nicht das Amerika aus Fallout, wenn dahinter nicht ein kapitalistischer Gedanke stünde:

Die Plätze in den Vaults sind horrend teuer. Die Entwickler, VaultTec, machen also ein Vermögen damit, die Plätze an die Menschen verkaufen. Oder an Unternehmen. Denn hier geht es an den inoffiziellen Teil.

VaultTec hat die Vaults an andere Firmen „vermietet“ in einer Art Auktion, wie am Ende der Fallout-Serie gezeigt wird. In den meisten Vaults wurden deswegen Experimente durchgeführt, häufig sozialer Art, wie im berüchtigten Vault 69.

Andere dienten der Forschung, etwa an Pflanzen oder auch direkt an Menschen. So gab es etwa eine Vault, in der alle Bewohner ständig unter Drogen gesetzt wurden. Alles, was nie an die Öffentlichkeit gelangen dürfte, weil es gegen die Menschlichkeit verstößt, wurde irgendwo mal erforscht.

Das ist Vault 22: In einer Vault wurde allerdings tatsächlich an etwas geforscht, was den Menschen helfen soll. Die Experimente von Vault 22 dienten dazu, Pflanzen so zu modifizieren, dass sie in der dystopischen Zukunft die Menschen ernähren konnten.

Die gesamte Vault wurde von Wissenschaftlern bevölkert, die unter anderem forschten an:

  • Düngern und Dünge-Methoden
  • Besserer Ertrag von Feldfrüchten
  • Widerstand von Erntepflanzen gegen Insekten, Dürre und Krankheiten

Wie Vault 22 zu einer Horrorgeschichte wurde

Was lief dann schief? Um Schädlinge effektiv zu bekämpfen, haben die Forscher einen Pilz eingesetzt. Der Pilz sollte Kleintiere befallen, sie dann töten und sich selbständig verbreiten. Das hat er auch getan. Nur etwas zu gut.

Der Pilz, Beauveria mordicana, hat seine Wirte befallen und nach etwa 10-20 Tagen völlig übernommen. Die Tiere wurden zu fremdgesteuerten Pilz-Zombies, selbst als sie schon tot waren. Das Ziel der Wesen war nur noch die Verbreitung der Sporen.

Schließlich hat sich der Pilz so weit entwickelt, dass selbst Menschen infiziert wurden, angefangen mit dem leitenden Forscher Dr. Harrison Peters, der den Verlauf der Infektion so beschreibt (via Fallout Wiki):

  • Atemprobleme, sobald der Pilz die Lunge erreicht
  • Schüttelfrost, Fieber und Keuchhusten folgen
  • jede Form der Behandlung, die Pilze vernichten soll, scheitert und tötet stattdessen den Wirt

Was passierte dann mit Vault 22? Der Pilz hat mehr und mehr Forscher übernommen und jeden Versuch, ihn zu bekämpfen, zurückgeschlagen. Schließlich mussten die Überlebenden fliehen – ihr Schicksal könnt ihr in „Honest Hearts“ erfahren, einem Addon für Fallout: New Vegas.

Dort findet ihr auch die Vault selbst, mitten in der Mojave-Wüste. Mit dem Warnschild: „Die Pflanzen töten!“ direkt beim Eingang ist die Vault allerdings eine der gefährlicheren. Lebende gibt es dort zwar nicht mehr, aber haufenweise Tote, die noch unterwegs sind.

Falls euch die Geschichte bekannt vorkommt: ähnlich läuft die Story in The Last of Us ab, hier allerdings mit dem Pilz Ophiocordyceps unilateralis – oder Cordyceps. Ein solcher Pilz existiert übrigens auch in echt und er befällt Kleinstlebewesen fast exakt so wie oben beschrieben. The Last of Us hat übrigens auch der Fallout-Serie geholfen: So half The Last of Us dabei, die Serie Fallout zu erschaffen

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