Klimaanlagen gelten oft als schlimmer Stromfresser und Kostentreiber. Ein Experte verrät, das muss gar nicht sein. Denn oft werden die Kosten falsch berechnet.
Klimaanlagen, insbesondere die mobilen Geräte, gelten oft als große Stromfresser. Denn es benötigt Energie, um die warme Luft nach draußen zu befördern und die Temperatur im Raum selbst herunterzukühlen.
Carlos Llull, ein erfahrener Klimatechniker, erklärte, dass viele Personen den Energieverbrauch von Klimaanlagen völlig überschätzen.
In einem Beitrag auf seinem Instagram-Account, der viral gegangen ist, wies er darauf hin, dass „die Klimaanlage nachts acht Stunden lang laufen zu lassen, etwa einen Euro an Stromkosten verursachen kann“.
Berechnungen gehen oft vom maximalen Verbrauch aus, nicht vom Optimum
Doch woran liegt das? Denn die Nennleistung liegt oft um ein Vielfaches höher. Die Lösung steckt in der Berechnung der Stromkosten: Viele gehen von der maximalen Leistung der Klimaanlage aus und multiplizieren das mit dem Stromverbrauch. Da kommt, wenig überraschend, ein hoher Verbrauch raus.
Doch moderne Klimaanlagen arbeiten nicht mehr nach dem An-Aus-Prinzip, sondern können sich selbst regulieren: Beim Start läuft er mit hoher Leistung, um die gewünschte Temperatur zu erreichen, doch sobald diese erreicht ist, passt er seine Leistung an und reduziert die Drehzahl drastisch, um lediglich die Raumtemperatur aufrechtzuerhalten.
Insbesondere nachts, wenn auch draußen irgendwann die Temperaturen sinken, muss die Klimaanlage weniger arbeiten und benötigt nur einen Bruchteil ihrer Leistung und verursacht damit auch kaum Energiekosten.
Wann spare ich am meisten? Um am Ende wirklich nur einen Euro an Stromkosten zahlen zu müssen, müssen aber im besten Fall auch andere Faktoren stimmen. Konkret werden oft zwei Punkte genannt: Je stärker ihr die Temperatur im Zimmer senken wollt, desto höher ist der Verbrauch.
Ein weiterer Kostentreiber: Ist der Raum schlecht isoliert, geht die kühle Luft schnell wieder verloren und eure Klimaanlage ist dazu „gezwungen“ wieder mit höherer Leistung zu arbeiten. Wohnt ihr in einer schlecht isolierten Dachgeschosswohnung, hat eure mobile Klimaanlage deutlich mehr zu tun, als wenn ihr in einer isolierten Kellerwohnung lebt (via enbw.com).
MeinMMO-Redakteur Benedikt Schlotmann wohnt in einer Dachgeschosswohnung. Der beste Trick gegen die drückende Hitze ist keine Klimaanlage, sondern sogenannte Waben-Plissees. Denn diese halten die Hitze effektiv tagsüber draußen: Ich wohne in einer Dachgeschosswohnung und dieser Kauf rettet mich seit Jahren vor der aktuellen Sommerhitze
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