Everquest Next: Goldenes Zeitalter abgesagt; DGC beendet Zusammenarbeit mit KI-Team Storybricks

Das Team von Everquest Next arbeitet nicht mehr mit dem KI-Team von Storybricks zusammen. Die Arbeit will man „ins Haus“ holen.

Dem Team der künstlichen Intelligenz-Spezialisten von „Storybricks“ sagt man wahre Wunderdinge nach. Ihre Arbeit sollte dynamischere Gegner und sich verändernde Events bringen; allgemein ein goldenes Zeitalter bei den MMOs einleiten. Oft wurde die Geschichte erzählt: Eine Bande Goblins spawnt und im Gegensatz zu normalen „MMOs“ fragt die sich dank Storybricks erstmal, was sie eigentlich für Ziele hat und verfolgt diese dann: Ein Dorf erobern, stärker werden, auf Opposition reagieren. Kein Tag würde dann dem anderen gleichen, alles wäre immer in Bewegung: Eine sich selbst variierende Geschichte.

Everquest Next

Solcherart Hoffnungen haben einen rüden Dämpfer erlitten: In einem Livestream haben die Entwickler von Everquest Next nun erklärt, dass die Zusammenarbeit mit dem Team von Storybricks zu Ende ist. Man halte es für besser, die KI-Entwicklung „in House“ zu erledigen. Man werde aber das mit Storybricks Erarbeitete weiter nutzen.

Wie sich das genau auf Everquest Next auswirkt, weiß man zu dem Zeitpunkt nicht. Angeblich arbeite Storybricks so, dass sie sich selbst überflüssig machen und der anderen Firma das Knowhow vermitteln. Ob das zu einem so frühen Zeitpunkt in der Entwicklung schon gelungen ist, dürfte mehr als fraglich sein.

Everquest Next Screenshot 4

Mein MMO meint: Oh Mann. Das „Storybricks“-Ding war eigentlich das Interessanteste an Everquest Next und das, was am meisten Hoffnung gemacht hat, dass DGC die ambitionierten Ziele wirklich würde erreichen können. Man kann nur hoffen, dass ein anderes Entwicklungsteam die eingeschlagene Richtung mit Storybricks fortführt und wir in absehbarer Zeit herausfinden, ob denn all diese Wunderdinge wirklich wahr sind. Die klangen, wie so oft, zu schön, um wahr zu sein. Dass der Traum von einer dynamischen, von einer „echten“, anderen Quest- und Monster-KI schon stirbt, bevor man richtig dran glaubte, ist wirklich schade.

Die Unkenrufer, die sagten, Everquest Next werde nach den Änderungen nicht mehr so ambitioniert und groß werden wie vor zwei Jahren angekündigt, scheinen derweil Recht zu behalten.

Die Präsentation der Zusammenarbeit von Storybricks und dem EQNExt auf der SOE Live 2014 in Vegas … „not the same-old mmo“ warb man damals und stellte eine Kuh auf ein Laufbahn:

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Quelle(n): massivelyop
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Wolf Fang
Wolf Fang
5 Jahre zuvor

Die zweite Katastrophale News innerhalb kurzer Zeit. Kann man ja nur das beste hoffen.

Keupi
Keupi
5 Jahre zuvor

Meinetwegen ein realistisches, gutes EQ3. Es muss nicht das Mega-super-Next-Big-Thing sein. Die Fantasy dafür haben sie, das Knowhow auch. Inspirationen bei der Konkurrenz, was geht und was nicht ist auch vorhanden. Baut ein gutes MMORPG im EQ-Setting und verpulvert keine Kohle in Sachen, welche erstmal nicht funktionieren.

Zunjin
5 Jahre zuvor

„Das Storybricks Ding“ – also die sog. „Emergent KI“
wie sie 2013 für EQNext angekündigt war und in angepasster Form eben
auch Teil des „User Content Generator“ von Landmark werden soll, ist
immer noch in Arbeit. Nur ist eben keiner der Jungs von Storyricks mehr
als Berater bei Daybreak, da deren Berater-Vertrag gekündigt wurde.

Das Etwicklerteam hat ja bereits früher sehr stark selbst an der KI
gearbeitet, da die Grundversion von Storybricks das sog. Pathing, sprich
die Laufwege u.a. Dinge nicht hinbekommen hat und SOE / Daybreak dort selbst
Hand anlegen musste. Das ist ähnlich wie mit der Voxelfarm Engine, auch dort
müssen sie für Landmark große Teile des Codes selbst schreiben. Also keine Sorge. smile

Für alle die mit dem Englischen auf Kriegsfuß stehen, gibt es die kompletten Fragen / Antworten auch hier auf Deutsch: http://eq-next.de/8-news/51

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
5 Jahre zuvor

Also wenn’s man realistisch sieht: Der Punkt, sich Sorgen zu machen, war ungefähr vor 2 Wochen erreicht. smile

Ich denke es hatte jeder große Zweifel dran, dass sie das stemmen können würden. Und die Zweifel sind in den letzten zwei Jahren, als relativ wenig kam, nochmal gestiegen. Und jetzt so die letzten zwei Wochen … uff.

Dass sie sagen, dass sie alles hinkriegen und dass sich nichts ändert und dass alles super ist – klar. Das sagen die immer. SOE ist ja bekannt dafür, mit den eigenen Produkten extrem enthusiastisch umzugehen und die in sehr rosafarbenem Licht zu sehen. Aber: Wir lassen einen Beratervertrag auslaufen, wir entlassen Schlüsselmitarbeiter und das hat aber keinen Einfluss auf unser Projekt … nee.

Die Zukunft von EQN ist im Moment sicher fraglich. Das ist klar, wenn man da eine Fanseite hat, sieht man das bisschen positiver, aber … ich fürchte die Realität hat mit dem Marketing-Eindruck, der noch erweckt wird, hier relativ wenig zu tun. Das sieht man auch daran, wie Landmark verkauft wird und wie’s angenommen wird. Da sind schon starke Diskrepanzen drin.

Ich hab bei EQN wirklich die Angst, dass sich das Ding erledigt. Oder dass zumindest alle Besonderheiten, wegen denen das Spiel interessant ist, derart gekappt und runtergefahren und Notlösungen werden, dass es nicht interessant ist.

Also EQN sollte man im Moment sehr kritisch sehen, denke ich. Und das wird auch so gesehen.

Gorden858
Gorden858
5 Jahre zuvor

Nach den letzten Nachrichten habe ich ja noch versucht mir meinen Optimismus zu bewahren, aber jetzt befürchte ich auch, dass es nur „just another MMORPG“ werden könnte. Sehr schade, war meine große Hoffnung auf eine Revolution nach GW2. sad

Chris Utirons
Chris Utirons
5 Jahre zuvor

An GW2 hat man leider gesehen das viele Leute keine Revolution möchten, GW2 hat zwar noch recht viele Spieler aber auch sehr viele die das System nicht mochten und Ihr heiliges Tank/DD/Heiler System brauchen und den Grind nach Items, viele wollen heute nicht einfach des Spaßes wegen spielen, sonderen brauchen den grind nach Waffen/Fähikgeiten oder anderen Dingen.

Früher habe ich stundenlang Unreal gespielt und da gabs nichts zu leveln keine Waffen keine Perks nichts und ich habe dort Stunden verbracht heute würde das leider nicht mehr funktionieren.

Gorden858
Gorden858
5 Jahre zuvor

Die nicht vorhandene Itemprogression hat mich eigentlich nie wirklich interessiert. Ich spiele eh hautpsächlich für die Story und die Welt. Meinen Charakterfortschritt mache ich dann eher an den vollbrachten Taten und nicht an der Ausrüstung fest. Interessanter hat es das Spiel für mich allerdings auch nicht gemacht.

Die gestrichene Holy Trinity stört mich dagegen tatsächlich, weil es das Encounterdesign doch ziemlich eintönig macht. Ich bevorzuge ein System mit Hybridklassen und der Möglichkeit zu wechseln, sodass es dedizierte Tanks und Heiler gibt, aber man sich nicht bei der Charaktererstellung für immer darauf festlegen muss und nie DD sein darf. Vielleicht haben sie aus den Möglichkeiten aber auch einfach nicht alles mögliche rausgeholt.

Was ich aber tatsächlich sehr interessant fand, war das Questsystem. Mit den Events, die bei bestimmtem Ausgang andere Events auslösen und so hin und her wogende Schlachten simulieren sollten. Ich hatte mir erhofft, dass die Welt dadurch einfach wesentlich glaubwürdiger wird. Der Effekt ist auch da, aber hier ist noch wesentlich mehr möglich. Und dieses Mehr hatte ich mir eben von EQN erhofft. sad

Svatlas
Svatlas
5 Jahre zuvor

Es gibt ein schönes Sprichwort: „Kopieren, heißt nicht kapieren!“ Nicht umsonst gibt es Experten in verschiedenen Gebieten. Wer so etwas spezielles auf einmal selber machen will…. das ist zum scheitern verurteilt. Was sie vorher nicht konnten, werden die jetzt auch nicht können.

Michel
Michel
5 Jahre zuvor

Haha, den Spruch kannte ich noch gar nicht grin

Michel
Michel
5 Jahre zuvor

Geil. Das Wissen von einem externen Unternehmen weiterverwenden und so tun als könne man das selbst. Ich berate auch oft Unternehmen, gebe denen viel Wissen mit und irgendwann meinen sie dann, dass sie den externen Berater nicht mehr benötigen und beenden (vorläufig die Zusammenarbeit). Oft hört man dann ein paar Monate/Jahre später wieder was von denen, weil es doch nicht so gut klappt wie erhofft wink Entweder man stellt Experten auf dem Gebiet ein, die das nötige Know How haben und auch die Zeit und Ressourcen bekommen, bei dem Gebiet auf dem Laufenden zu bleiben. Gerade bei so einem sehr speziellen Expertenwissen muss man sehr tief in der Materie stecken um das auch erfolgreich umsetzen zu können.
Erst neulich bei einem Kunden erlebt: Weil er keinen Bock mehr hatte noch mehr Geld auszugeben, wollte er verschiedene Bezahloptionen in seinen Magento Onlineshop selbst einbauen. Der Shop ist seit drei Monaten offline smile

Zu EQN: Ich fürchte, in ein paar Monaten wird die Entwicklung eingestellt.

Bodicore
Bodicore
5 Jahre zuvor

Echt cool ich denke etwas und du schreibst es fast Wort für Wort für mich auf…
Ich komm auf dich zurück wenn ich wieder man einen längeren Text verfassen muss…

MisMG
MisMG
5 Jahre zuvor

Da meist mit steigenden Nutzerzahlen die Qualität der Kommentare sinkt, schlage ich vor, das Verfassen der Kommentare ab sofort zu outsourcen.

Offensichtlich ist Michel ein Experte in diesem Gebiet. Daher mein Vorschlag: Wir bezahlen Michel eine monatliche Pauschale, um dauerhaft das Kommentar-Niveau zu gewährleisten. Im Gegenzug verfasst Michel unsere Kommentare.

Nach 1 bis 2 Wochen können wir Michels Kommentare kopieren und in Textbausteine zerlegen.

Beispiel: News zu Everquest Next. Ein Kommentar könnte lauten: „Ich fürchte, in ein paar Monaten wird die Entwicklung eingestellt.“

Alle Einverstanden? grin

Michel
Michel
5 Jahre zuvor

Genau und dann wird stolz verkündet „Mein MMO jetzt mit automatisierten Antworten von Michel“. Danach steigen die Anfragen von Sponsoren, aber die Leser werden leider zurückgehen, was aber nichts ausmacht grin (wer brauch die schon, verursachen eh nur Traffic und motzen ständig rum)

Jörg Albrecht
5 Jahre zuvor

Sehr schade Auch ich muss gestehen, EQN interessiert mich durchaus, eben wegen dieser KI. Nun erscheint wohl EQN nichts anderes zu werden als alle anderen. Irgendwie hab ich das Gefühl das alles rund um SONY MMOS irgendwie etwas abgespeckt werden (h1z1 mal so am Rande erwähnt)

TR3LON1ST
TR3LON1ST
5 Jahre zuvor

Kein Storybricks, heißt nicht, keine KI nach deren Vorstellung. Storybricks hat mit Daybreak zusammengearbeitet, diese Arbeit bleibt bei Daybreak und daran wird auch weiter gearbeitet smile

Jörg Albrecht
5 Jahre zuvor

Kein Storybricks heißt einfach keine KI nach Storybricks Vorstellungen und das glaube ich ist die Krux an der Geschichte. Man gibt sich gern mal mit etwas „weniger“ zufrieden wenn der Experte nicht dabei ist

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