Also doch – Entlassungen bei Ex-SOE: Unter anderem muss der Everquest-Chef gehen (Update)

In der Daybreak Gaming Company (H1Z1, Planetside 2, Everquest Next, Landmark u.a.) wurden am Mittwochmorgen US-Zeit einige Mitarbeiter entlassen. Darunter mit David Georgeson auch die Identifikationsfigur hinter Everquest, Everquest 2, Landmark und Everquest Next.

Letzte Woche wurde bekannt, dass Sony Online Entertainment nicht mehr bei Sony ist, sondern von der Investmentfirma Columbus Nova gekauft wurde. Damals sah man das noch positiv. Man änderte den Namen in „Daybreak Gaming Company“ und wollte mit „mehr Ressourcen“ im Prinzip unabhängig weitermachen. Studio-Chef Smedley sprach davon, dass er sich freue, nun auch für die XBox zu entwickeln.

Heute gab es Entlassungen. Wie der Creative Director von Planetside 2 twittert, waren das eine ganze Menge:

Darunter mit David Georgeson auch der Chef und das Aushängeschild von Everquest Next und Landmark.

Laut einer Quelle, die dem US-Magazin kotaku vorliegt, hätten die Mitarbeiter bereits kurz nach der Übernahme erfahren, dass Entlassungen anstünden. Das Management habe aber versucht, die Stimmung hochzuhalten und die Mitarbeiter zu motivieren.

Vom Studio selbst gibt es eine Pressemeldung in ziemlich kühler Manier. Man spricht von strategischen Entscheidungen und der Neuverteilung von Ressourcen. Diese seien nötig, um zukünftig wachsen zu können. Die jetzigen Spiele sollen davon nicht betroffen sein.

As part of a strategic decision to rationalize the business, Daybreak Game Company announced today that it will eliminate positions in both its San Diego and Austin studios. This alignment of resources better positions the newly independent studio for future growth opportunities and developments, including delivering on its legacy of making top online games and establishing a solid foundation for future multi-platform success. These reductions will not affect the operation of current games and the company will continue on its mission to partner with its player community to drive the future and push the boundaries of online gaming.

Update: Es kommen jetzt mehr Meldungen rein, wer gehen musste. Die Entlassungen trafen augenscheinlich vor allem die Everquest-Teams hart. Aber auch einige Mitarbeiter von H1Z1 sind betroffen.

Update 12.2. 11:00 Uhr: Es hat dann doch einige Mitarbeiter von H1Z1 und Planetside 2 getroffen. Aber man sorgt sich vor allem um das Schicksal der Everquest-Franchise. Nicht nur über der Zukunft von Everquest Next hängen dunkle Wolken. Man hat das ohnehin schon relativ kleine Team des Free2Play-Titels Everquest 2 nochmal weiter verkleinert.

Mittlerweile hat sich einer der entlassenen Producer von Planetside 2 in einem Brief auf reddit an die Community gewandt. Er gibt nicht der Investmentfirma Columbus Nova die Schuld, sondern sagt: Die Zahlen hätten einfach nicht gestimmt und man habe ein „Shake-Up“ gebraucht. Er spricht von Columbus Nova als „White Knight.“ Das ist ein Ausdruck aus dem Finanzwesen. So bezeichnet man eine Firma, die eine andere vor einer feindlichen Übernahme oder dem Bankrott rettet. Das heißt wohl, ohne die Investmentfirma würde es SOE überhaupt nicht mehr geben … Das ist ein düsteres Bild, wesentlich düsterer, als Analysten vor einigen Tagen annahmen.

Quelle(n): kotaku
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Cedric Biester
Cedric Biester
5 Jahre zuvor

SOE hat ja auch kein gut laufendes Steckenpferd mehr

N0ma
N0ma
5 Jahre zuvor

Da hatte ich ja mit meiner negativen Vermutung recht vorige Woche. Das es so hart kommt hätte ich allerings auch nicht gedacht. Georgeson war das Aushängeschild und sicher auch der Motivator intern. So haut man dem Projekt regelrecht die Beine weg. Die Comicgrafik hat mir nicht gefallen, aber das Konzept ansonsten war sehr gut.

Voxel ist schwierig aber lösbar, dazu muss man wissen das auch in Voxelgames Polygone verwendet werden. Dieses nach innen graben lässt sich mit Polygonen nicht besonders gut umsetzen, insofern war Voxel die richtige Wahl.

Elikal Ialborcales
Elikal Ialborcales
5 Jahre zuvor

Eineseits ein Hammer, Georgeson schien irgendwie das Gesicht von Everquest Next zu sein. Andererseits überrascht es mich nicht wirklich. Ich hatte damals Landmark Allpha bezahlt, und nach über einem Jahr Landmark bin ich reichlicgh ernüchtert, wie wenig sich da getan hat. Zuletzt bewegte man sich total im Kreis, da kamen man neue Möbel oder neue Materialien, aber Landmark war doch die Luft raus, und es waren auch außer den 4% Experten keine Spieler mehr drin. Das stimmte mich schon sehr bedenklich über die ganze Richtung, den ganzen Schwerpunkt.

Von Everquest Next hörte man fast gar nichts mehr. Ich habe das Gefühl mit der Voxelgrafik hat man sich total übernommen. Bei Voxeln geht eben doch der Großteil nicht über die Graka, und Landmark spielt sich immer reichlich zäh. Es sieht zwar ok aus, aber jetzt auch nicht nach dem Burner. Ich glaube, SOE bzw Daybreak hat sich mit Landmark und Everquest Next einfach total verzettelt. Klar ist es traurig, Georgeson war immer so enthusiasitsch, aber nichts was man sah, wirkte jetzt besonders toll. Ich wär soger echt für einen totalen Neustart mit normaler Pixel-Engine und weg von diesem cartoonigen Voxelzeug. Lieber ein normales MMO, aber gut in den Details, als so ein überzüchtetes Spezial-Pflänzchen. Dass sich so viel „anders“ zu machen als Flopp erweist, hat praktisch jedes MMO der letzten Jahre erwiesen, SWTOR, ESO, Wildstar.

Naja, vielleicht hat es also sein Gutes. Manche Dinosaurier sehen nach so langer Zeit den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
5 Jahre zuvor

Ich bin auch Zyniker genug, dass ich die ganze Zeit bei EQN dachte: Uff. Also das ist aus dem Stand ganz schön hoch gesprungen. Es hieß zwar immer, wenn es einer packt, dann SOE. Aber SOE hat ja jetzt auch die letzten Jahre keine Bäume ausgerissen. Die großen Lorbeeren hatte man sich vor 10 Jahren geholt.

Und mit EQN hat man so viele Baustellen aufgemacht – wenn ein Game, wie du sagst, die Basics hinbekommt und dann noch ein „großes super Ding“ bringt, das wär mir ja schon genug. Also supersolides Game+zerstörbare Welt oder solides Game+Storybrick-Kampagnen/Ai-System – dafür würde ich schon Geld gegen meinen Monitor werfen.

Erst Titan, jetzt das … mal sehen. Der Trend geht zu kleinen, überschaubaren Spielen – oder zu diesen Multiplattform Genre-Crossing-Dingern, mit denen man gezielt eine Nicht-MMORPG-Kundschaft anspricht (oder zu Mobile-Spielchen).

Elikal Ialborcales
Elikal Ialborcales
5 Jahre zuvor

Naja, solange alle 2-3 Jahre ein großes Triple A MMo rauskommt, können die anderen Mobile spielen. Wobei sich mir der Reiz an simplen Spielen nie wirklich erschloss. Mir kanns gar nicht komplex genug sein. Meine Marge ist da eher Ultima Online oder SWG. Aber die Basics müssen „normal“ sein, und keine solchen Exotenstadel. Das kriegt man nie ad hoc hin. Nach 1-2 Jahren kann man exortische Dinge hinzufügen, wenns läuft.

Ich fand den Reiz der zerstörbaren Welt eher kurzweilig. Vor allem wenn man seinen MMO quests später nachgeht, who cares? Die Storybrick Kampagnen fand ich die beste Idee. Aber GW2 hat damals auch so was versprochen, heh.

Persönlich finde ich Spiele mit einseitiger Ausrichtung eher langweilig. Etwas anderes als ein umfassendes MMO, eine Welt, mit vielen verschiedenen Elementen, interessiert mich eher nicht. Seit UO und SWG haben MMOs eh permanent eine Reduktion erlebt. Eine NOCH weitere Verengung der Horizonts würde mich aus diesem Hobby eher komplett raus treiben.

Michel
Michel
5 Jahre zuvor

Ich hätte absolut nichts gegen ein kleines, überschaubares aber dafür grundsolides MMO, welches bei Erfolg weiterentwickelt und vergrößert wird. Aber das geht halt nicht mit Themepark MMOs, sondern nur mit einer Sandbox. Spiele wie Minecraft, DayZ Mod usw. haben es ja gezeigt… Nur ist Minecraft nicht mein Ding und die DayZ Mod suchte ich ja schon seit über 2 Jahren grin Es ist nur so schade, dass die Arma 2 Engine so wenig hergibt um daraus ein richtiges MMO zu machen (und die DayZ SA entwickelt sich für mich sowieso in eine verkehrte Richtung).

Nomad
Nomad
5 Jahre zuvor

Ja, und 1 Monat nach Start geht dann das große Gejaule los, „zu wenig Inhalte, zu wenig Gebiete, zu wenig Events, langweilige Inis und Raids ohne Herausforderungen, zu flaches Handwerken, keine Addons und Updates,“ usw.usw. Der Trend geht zu kleinen, mobilen Spielen, weil keiner fähig ist, was anständiges herauszubringen.
Schlechtes Management ohne Durchblick, Entwickler ohne entsprechendes Knowhow, kurzsichtige Investoren ohne Geduld. Eine Industrie demontiert sich selbst (s. AA !).

m_coaster
m_coaster
5 Jahre zuvor

Der Trend ist auf Profit ohne Risiko, das ist über kurz oder lang dann aber nichts mehr für uns. Hat man ja an den letzte PR Events von EA gesehen…

N0ma
N0ma
5 Jahre zuvor

„Der Trend ist auf Profit ohne Risiko“
Richtig, das ist aktuell das Problem. Voxel sind nicht das Problem, damit wurden schon richtig gute Spiele erstellt wie Outpost oder Comanche. Outpost wird auch grad neu aufgelegt.

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
5 Jahre zuvor

Ich weiß es nicht. Ich merk an mir selbst, dass ich im Vergleich zu früher, wie ich mit 15, auch wie ich mit 25 war, immer anspruchsvoller werde. Und immer ungnädiger, wenn ein Spiel nicht genau so funktioniert, wie ich das will.

Es ist sicher so, dass sich die Industrie verändert und wir „älteren Gamer“ verändern uns auch und haben andere Ansprüche, die nicht so bedient werden.

Es ist einfach schwierig: Also ich versuche für mich, nicht so zu verknöchern, nicht so unflexibel als Spieler zu werden und den Spaß dann auch zu suchen und anzunehmen.

Ich hätte nie gedacht, dass mir Hearthstone Spaß machen würde – aber es hat Spaß gemacht. Und ich hätte schwören können, dass mir Crusader Kings 2 oder Total Rome 2 die Birne wegballern und dass ich monatelang zu nix mehr komme und beide Spiele haben irgendwie nicht so gezündet wie ihre Vorgänger.

Dass Gaming kommerzialisiert und professionalisiert wird oder dass das schon geschehen ist … man kann sich dagegen wehren und gezielt boykottieren und eben nicht DLC-games kaufen oder nicht das 20 Euro „Ich bin stärker Paket“ bei einem Game. Aber sich darüber permanent aufzuregen und sich ständig damit zu konfrontieren, macht in meinen Augen, dann auch jeden Spaß am Spielen kaputt. Und der sollte immer im Vordergrund stehen.

Ich sehe so viele Leute, die beim Gaming völlig vergessen haben, dass es da um Spaß gehen soll. Für so viele geht’s dann darum, „Recht zu haben“ oder „ihren Weg“ zu verteidigen oder „die Wahrheit zu sagen“. Gibt ja Leute, die spielen gar nicht mehr, die sind nur noch unterwegs und erklären allen, warum sie nicht spielen. So will ich auch nicht werden. Ich mein jetzt keinen hier, sondern was man in Foren sieht.

m_coaster
m_coaster
5 Jahre zuvor

Mir macht das aufregen die Spiele nicht kaputt, das schaffen die Spiele heute schon alleine. Ich bin nach wie vor sehr begeistungsfähig, aber das liegt immer weniger an irgendwelchen Triple A Produktionen, die meinen, wie jetzt EA, ein Spiel das 2 Stunden Einarbeitungszeit braucht sei zu komplex. Ja es darf auch gerne mal unkomplex sein, ein Spiel für Zwischendurch. Hearthstone ist im prinzip ein nettes Spiel (zumindest für Einsteiger, ich spiele lieber Mage Wars, Netrunner oder Conquest, wobei das eben keine PC Spiele sind).

Mag auch daran liegen das ich viele andere Hobbies habe die mir sehr viel Spaß machen und ich keine Energie „verschwenden“ möchte für halbgare Spiele. Da steigt der Anspruch mit dem Alter, da hast du recht.

Gewisse Misstände anzuprangern und einen Austausch fördern halte ich aber für wichtig. Ich sehe das nicht als meckern an! Viele Gamer sind einfach zu unkritisch. Wir als Konsumenten haben große Macht, die aber selten genutzt wird.

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