ESO ändert sein Kampfsystem 4-Mal in 1 Jahr, findet aber nicht den richtigen Weg – Spieler meckern

ESO ändert sein Kampfsystem 4-Mal in 1 Jahr, findet aber nicht den richtigen Weg – Spieler meckern

Das MMORPG The Elder Scrolls Online bekommt im August das Update 35, das Änderungen am Kampfsystem bringt. Die Community reagiert darauf mit gemischten Gefühlen. Auf MeinMMO erfahrt ihr, welche Standpunkte vertreten sind und wie sie sich verteilen.

Änderungen am Kampfsystem haben schon immer für reichlich Diskurs in der Community gesorgt. Denn da spalten sich die Meinungen extrem. Seit Update 32 Deadlands gab es mit jedem weiteren Update des Grundspiels hitzige Diskussionen.

Dabei gehen die Meinungen der Spieler weit auseinander. Die einen befürworten die Änderungen am Kampfsystem, während andere strikt dagegen sind. Natürlich finden sich auch gemäßigte Stimmen unter den Spielern. Doch die sind eher überschaubar.

Um welche Änderungen am Kampfsystem geht es? Es werden zwei Dinge angepasst:

  • Der Schaden von leichten und schweren Angriffen skaliert nicht länger mit den Attributen. Damit verringert sich der Schaden um 6 – 11 %.
  • Kampfeffekte, die euch Buffs geben und euren Schaden verstärken, halten länger.

Die Entwickler begründen die Änderungen damit, dass sie die starke Differenz an ausgehendem Schaden, der maßgeblich von leichten Attacken beeinflusst wird, verringern wollen. Mit der Verlängerung von globalen Abklingzeiten und Verlängerung der Laufzeit von Fähigkeiten mit Schaden über Zeit wollen die Entwickler ein wenig Stress aus Kampfrotationen nehmen. Aber klappt das oder schießen sie damit am Ziel vorbei?

Seit dem 11. Juli könnt ihr die geplanten Änderungen übrigens selbst auf dem öffentlichen Testserver (PTS) ausprobieren. Ihr könnt ihn über euren Client downloaden. Dafür benötigt ihr aber nochmal so viel Speicherplatz, wie das Spiel selbst benötigt.

Langjährige Spieler sind genervt von den häufigen Änderungen

In der Community gibt es kritische Stimmen. Bei manchen stellt sich sogar ausgeprägter Unmut ein:

  • „Ich bin ehrlich gesagt skeptisch, ob die Änderungen die Effekte bringen die dem Spiel gut tun werden (in meinem ESO Umfeld)“, schreibt The_Saint im Forumsthread vom 6. Juli.
  • „Ich habe gerade gemerkt, dass ich dieses Spiel nicht mehr genießen kann. Was auch immer euch daran glücklich macht, ES WIRD in ein paar Wochen zu Müll gemacht. Ich fühle mich nicht mehr motiviert. Es gibt keine Fortschritte, es ist nur ermüdend“, schreibt Avishag im offiziellen Diskussionsthread vom 11. Juli
  • „Ich weiß nicht, ob ein genaues Feedback zum Schaden zwischen Live / PTS jetzt möglich sein wird, da die Buffs des Trial-Dummys nicht mit Live übereinstimmen, aber ich habe mindestens 20.000 DPS über acht Parses verloren. Das beendet effektiv meine ‚Rockgrove Hard Mode‘-Träume und könnte dazu führen, dass eine Prog-Gruppe dafür aufgelöst wird“, schreibt QueuesAsTanks ebenfalls im offiziellen Diskussionsthread vom 11. Juli
  • „Problematisch ist, dass der Gesamtschaden aller generft wurde. Warum ist das schlimm? Weil ZOS den Content nicht anpassen wird“, warnt Grabmoore in einem Kommentar auf MeinMMO.

Auch unsere Experten-Einschätzung deckt sich mit den Meinungen der Spieler. MeinMMO-Autorin MiezeMelli steht den Änderungen kritisch gegenüber:

ESO krempelt mit dem neuen Patch das Kampfsystem um – Doch das macht mir Sorgen

Erhöhte Effektdauer kommt schwächeren Spielern entgegen

Im Diskurs gibt es Spieler, die den Änderungen relativ neutral gegenüber stehen. Das ist aber eher der Ausnahmefall. Die meisten Kommentare sind Pro oder Contra.

  • „Das abschwächen der LightAttacks sehe ich unkritisch, allerdings in Verbindung mit der Verlängerung der Dots auch wirkungslos.“, schreibt Rollio im Forumsthread vom 6. Juli

Es gibt aber Spieler, die sich trotz der hitzigen Diskussion auf die Änderungen freuen:

  • „Vielen Dank an ZOS für diese Änderungen. Ich liebe ESO, aber ich bin schlecht im Kämpfen – ich habe einfach nicht die Geschicklichkeit, Bars zu wechseln und zwei bis drei Aktionen pro Sekunde auszuführen.“, schreibt mashugana im offiziellen Diskussionsthread vom 11. Juli

Dabei bleibt aber offen, ob die Umsetzung auch so erfolgt, wie sich die Entwickler das Ganze gedacht haben.

ESO schießt mit den Änderungen am Ziel vorbei

Was sehr ins Auge fällt, wenn man das ESO Forum im Auge behält, sind kritische Stimmen von sehr unterschiedlichen Spielern. Oft gibt es Kontroversen zwischen Casual- und Core-Spielern, doch diesmal kann man Gegenstimmen aus vielen Teilen der Community entdecken.

Es gibt auch Spieler, die einfach nur genug davon haben, dass mit jedem Update Änderungen am Kampfsystem vorgenommen werden. Oft wird auch kritisiert, dass der Zweck weit verfehlt wird und die Umsetzung geplanter Änderungen nicht zu den gehofften Ergebnissen geführt hat.

  • So äußert sich der User Jaava in einem Forums-Beitrag: „Mal davon abgesehen, dass uns viele Dinge davon Jahre zurück katapultieren. Warum muss man eigentlich alle 3 Monate so heftig an der Balance schrauben?“
  • „Ich kann mich an kein anderes von mir gespielte Game erinnern, das so oft mit ’schlechten‘ Nachrichten bei Änderungen aufwartet wie ESO. Zumindest auf die Änderungen am Kampfsystem bezogen. Bisher konnte ich mich aber auch immer irgendwie mit den Änderungen arrangieren. Aber die Änderungen haben bisher auch immer das von ZOS damit angestrebte Ziel verfehlt, den immensen Schaden, den Top-Spieler aus dem Game rausholen können, zu deckeln. So ganz subjektiv gesehen, haben sie damit bisher auch immer mir als Mittelklassen-DD das Leben schwerer gemacht als den Top-Spielern.“, schreibt ASSOLoki im Forumsthread vom 06. Juli.

Die Gründe für Pros und Contras sind vielseitig, da jeder Spieler natürlich andere Schwerpunkte setzt. Gerade in einem MMORPG muss man sich leider sehr oft für einen Teilaspekt des Spiels entscheiden, weil der Umfang des Spiels in all seinem Facetten viel Zeit beansprucht.

Wie findest du die Änderungen am Kampfsystem?

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Wie seht ihr das Ganze? Und könnt ihr vielleicht auch die Spieler verstehen, die eine andere Meinung vertreten? Habt ihr vielleicht noch andere Ideen als die Entwickler? Lasst es uns gerne in den Kommentaren wissen, wenn ihr noch Ideen und Gedanken mit uns teilen möchtet!

Quelle(n): DLC „LOST DEPTHS“ & UPDATE 35 SIND JETZT AUF DEM ÖFFENTLICHEN TESTSERVER FÜR PC/MAC (PTS) VERFÜGBAR, VORSCHAU AUF DAS KAMPFSYSTEM MIT UPDATE 35
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Todesklinge

Ist das jetzt komplett frei von Tab-Target und kann man auch gezielt Körperteile angreifen?

Tharlin

Eine sinnvolle Änderung wäre gewesen, dass Heavy Attacks und Light Attacks einfach ganz normal den Global Cooldown auslösen.

Damit wäre das angesprochene Problem gelöst und auch der „Stressfaktor“ aus dem Spiel genommen worden.

Christian

Das Kampfsystem war bei ESO schon immer Müll. Ich hoffe das Speelweaving und dieses Light Attacks spamming fällt dadurch endlich weg.

CptnHero

viele finden das Kampfsystem gerade erst gut durch das Weaving.
Ohne würde man halt stumpf ein paar skills durchkloppen die noch mehr clunky nicht sein könnten.
Und naja….light attacks werden auch mit diesem Patch nicht wegfallen…vermutlich auch nicht irgendwann anders

Terry Mørke

Hab aufgehört. Ist mir schon ab den permanenten Nerfs des Vampirs und dem kontinuierlichem Ignorieren der Bastion Sanguinaris zu doof geworden, wurde durch weitere permanente Nerfs an Sets noch untermauert und am Ende ist es eh nur noch schlimmer.

Compadre

Was genau meinst du? Bzw. welchen Content spielst du?

Die aktuelle Meta ist wohl so stark wie nie, der DPS ist so hoch wie nie… So schlecht können die Sets nicht sein.

Dennis

Wie bereits einmal erwähnt, sehe ich dem ganzen kritisch entgegen. Es gab in der Vergangenheit viel zu viele Änderungen. Die Spieler müssen sich jedes mal an die Änderungen neu anpassen und neu lernen ihrer Charaktere zu spielen. Und das kann wirklich schwierig sein wenn man gerade erst dabei ist überhaupt zu lernen wie man seine Chars spielt.

Ich mein ich beobachte die Veränderungen schon lange und bekomme als Gildenlead viel Feedback der Spieler mit und erlebe auch den Frust von vorallem denen die sich im CP Bereich zwischen 600 und 1000 befinden.

Wobei ich den Kommentar mit den 2-3 Skills pro Sekunde auch etwas lächerlich finde und das mit „nicht verstanden“ kategorisieren würde. Weil das sind einfach zu viele. 95k DPS erreicht man nicht weil man wie ein gestörter den Controller maltretiert. Rota muss mit Gefühl gefahren werden im richtigen Rythmus mit dem richtigen Timing zu jedem einzelnen Skill (ja das unterscheidet sich).

Jedenfalls viele meiner Endgamemember spielen mittlerweile selten bis garnicht. Ich bin auch schon seit Wochen in Elden Ring und gebe mir das ganze nicht mehr. Jedes Jahr der gleiche Mist. Immer alles umbauen um weiterhin im Endgame mitwirken zu können. Jedes Jahr das gleiche Update auf einer anderen Karte im Prinzip (nein die kleinen Gimmiks reißen es nicht raus). In Sachen Dungeon Aufbau ist es spannender geworden muss man zugeben aber leider zeitgleich mit schlechteren Belohnungen für mehr Aufwand.

Jedenfalls stimme ich dem zu, dass Microsoft einfach mal jemanden einsetzen sollte der wirklich an die Spieler denkt und nicht nur ans rich werden wie Rich Lambert. [Mod Edit] Aber als Chef muss man ja auf Feedback scheißen können um erfolgreich zu sein…

Zuletzt bearbeitet vor 20 Tagen von Irina Moritz
Brilliantix

„Ich spiele wieder wow“ wurde vergessen, bei den kritischen Stimmen ^^

N0ma

Die meisten Kritiken kommen aus der Ecke nicht kapiert bis schlicht Bullshit.

  • „ich hör mit spielen auf“ jo 🙂
  • „dass ich dieses Spiel nicht mehr genießen kann…ES WIRD in ein paar Wochen zu Müll gemacht“ weil man weniger DPS macht wie alle anderen auch, hahaha… mein Name passt nicht mehr Roxxor XXmaxdmgXX oder so?
  • „abschwächen der LightAttacks …in Verbindung mit der Verlängerung der Dots auch wirkungslos“ Hintergrund nicht verstanden
  • „subjektiv gesehen … Mittelklassen-DD das Leben schwerer gemacht als den Top-Spielern“ subjektiv, ohne Referenz, und kein Experte um das mit Zahlen zu belegen
  • „ich habe mindestens 20.000 DPS“ na dann funktionerts doch 😉 , denke die Wahrheit liegt da eher in der Mitte zu den im im Text genannten 6..11%

Das System mit dem Weaven wurde vor Jahren erst so stark gemacht. Was man hier macht man drehts einfach nur wieder zurück. Ich hatte das damals schon kritisiert. Was man evtl an echter Kritik sagen kann das ständige hin und her spricht nicht grad für sich.

Dennis

Ich spiele seit vielen Jahren ESO, kenne die ganzen Veränderungen gut genug. Es stimmt schon die Änderungen werden etwas weiter in Richtung altes Update ziehen. Jedoch sehe ich es deshalb kritisch weil in der Zeit zwischen Summerset und Blackwood sooo viele Änderungen im Kampfsystem vorgenommen wurden, dass ausnahmslos ALLE Charaktere in dieser Zeit komplett umgebaut werden mussten. Nach jedem Update sind es wertvolle Ressourcen die benötigt werden um die neuen Sets hoch zu lvln. Wieder Zeit die benötigt wird die Sets zu farmen (Stickeralbum sei dank ist das kein Krebs mehr). Zusätzlich stimmt es schon das unter diesen Änderungen hauptsächlich die im Mittleren DPS Bereich leiden. Während die Topspieler sich sofort an der neuen Meta orientieren und ihre brachialen Ressourcen aufwenden (ich zb hab für jedes Update genug Goldmats für 2 komplette Rüstungssets) um alles umzubauen. Wird der Mittlere Bereich hingegen der dann wieder Wochen braucht um das auszugleichen, vernachlässigt wird und aufgrund dessen im Fortschritt zurückhängen. Abschließend sollte noch gesagt sein dass alle Änderungen am PC bestimmt werden. Der PC ist deshalb ein schlechtes Medium dafür weil außer in der Frage des Könnens, gigantische Kluften in Sachen Hardware liegen. Zudem sind PC Spieler die einzigen die Bots nutzen können. Diese pushen den Schaden wenn sie richtig angewendet werden auch nochmal ordentlich (zum Beispiel Bots die Mechaniken Ansagen, die die Übersicht verbessern etc.).

Zuletzt bearbeitet vor 22 Tagen von Dennis
N0ma

meinst Addons
ja der ständige teure Umbau ist auch alles andere als schön

Jim

Die rudern langsam zurück. Und wenn nicht, werden einige Gilden das Spiel verlassen und dazu zig PVP Spieler. Damit macht man Microsoft auf das Ganze aufmerksam und ZOS wird sich dafür rechtfertigen müssen, wieso trotz neuer Ressourcen durch die Übernahme plötzlich das Spiel seine Spielerbasis verliert.

Risiko: Microsoft beschließt das Spiel weniger zu unterstützen und zieht ihm weitere Ressourcen ab.

Hoffnung: Microsoft will alles noch mal retten und es kommt jemand statt Rich Lambert der wirklich was für die Community tun will und nicht nur sein eigenes Ego befriedigt.

mmo_experiment

spieler verlassen immer wieder das Spiel. Der Trick ist neuen Spielern nicht das Leben schwer zu machen damit sie bleiben.
das macht eso gerade…

Dennis

Eso hat die brilliante Taktik die viele F2P-MMOs haben, viele Kurzzeitspieler die schnell voran kommen und Geld für Shop Items liegen lassen und der Anteil von 10% Engamespieler sind den Aufwand eh nicht wert. In anderen Worten Endgamespieler haben ihre Kohlr schon verprasst und sind erschöpfte Minen, wenn die gehen ist es nicht so schlimm.

Hamurator

Microsoft hat noch gar nichts zu melden, weil der Kauf von Bethesda erst voraussichtlich nächstes Jahr abgeschlossen sein wird – insofern die Kartellbehörden zustimmen.

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