In ESO kann man 5 Gilden beitreten – Doch ich bräuchte noch viel mehr Plätze

In dem MMORPG The Elder Scrolls Online kann man bis zu 5 Gilden beitreten. Das klingt zunächst erstmal viel. Dennoch sorgen einige Rahmenbedingungen dafür, dass viele Spieler die Anzahl als zu wenig wahrnehmen. Darunter auch MeinMMO Autorin MiezeMelli.

Für viele MMORPG-Spieler mag sich das zunächst komisch anhören. Aber ESO ist in manchen Punkten ein bisschen anders als seine Genre-Kollegen. Und das betrifft beispielsweise ganz gravierend den Handel. Aber zunächst einmal etwas über meine aktuellen Gilden:

  1. Meine eigene Community-Gilde “Die magische Miezmuschel”
  2. Meine Raid-Gilde “Wings for Victory”
  3. Meine 1. Handelsgilde “Nirn Traders”
  4. Meine 2. Handelsgilde “Ork Mania”
  5. Andere Community Gilde “Arkays Segen”

Was euch mit Sicherheit als erstes ins Auge fällt: Ich habe 2 Handelsgilden. Wie ich schon angedeutet habe, funktioniert der Handel in ESO etwas anders, als viele es aus anderen MMORPGs kennen. Und da bin ich auch schon bei einem meiner zentralen Punkte:

ESO hat kein zentrales Auktionshaus

Im Gegensatz zu einigen anderen MMORPGs gibt es in ESO kein zentrales Auktionshaus. Um Handel zu betreiben, müssen die Spieler einer Gilde beitreten. Diese Gilde wiederum muss einen Händler erwerben. Dafür muss die Gilde jede Woche auf den gewünschten Händler bieten.

Nur die Gilde mit dem höchsten Gebot kann dann für 1 Woche über diesen Händler Items verkaufen. Das bedeutet allerdings, dass die Händler an zentralen Punkten besonders begehrt und somit auch besonders teuer sind. Daher können sich dort nur Handelsgilden mit starkem Kapital und Umsatz durchsetzen.

ESO Gildenhändler Rzgugul
Der Gildenhändler Razgugul in Gramfeste (Deshaan). Dies ist einer der beliebteren Handelsorte.

So kommt es, dass einige Handelsgilden seit etlicher Zeit ihren Stammhändler erwerben. Möchte ein Spieler nun einer der stärkeren Handelsgilden beitreten, muss er natürlich auch lohnenswert für die Gilde sein. Dadurch gibt es Mindestumsätze oder Spenden, die wöchentlich getätigt werden müssen.

Für den Handelsneuling stellt dies vielleicht ein Problem dar. Es empfiehlt sich da eher bei einer kleineren Gilde zu starten.

Eine weitere Tatsache stellt ebenfalls eine Einschränkung für den Handel dar.

Man kann pro Gilde nur 30 Items anbieten.

Pro Gilde können gleichzeitig nur 30 Items angeboten werden. Das klingt zuerst nicht wenig. Aber wenn man beispielsweise eher Gold verdient aufgrund der Quantität relativ günstiger Items, dann wird es schon schwieriger.

Da man natürlich auch nicht rund um die Uhr eingeloggt ist, fallen immer wieder Zeiträume dazwischen, in denen diese Plätze wiederum ungenutzt bleiben. Es wäre gut, wenn es zumindest die Möglichkeit geben würde, dass Verkaufs-Items “nachrücken” können.

Gilden spezialisieren sich meist nur auf einen Teilbereich des Spiels

Die meisten Gilden bieten nicht jede Aktivität, die man in ESO machen kann, an. Sie spezialisieren sich meistens auf einen kleinen Teilbereich. Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass es auch eher weniger sinnvoll ist in einer Handelsgilde nach Replacements für Raids und Co zu fragen.

Andersrum ist auch nicht jeder starke Spieler unbedingt eine Bereicherung für eine Handelsgilde. Diese Spezialisierung ergibt also so gesehen schon Sinn. Das Problem ist eigentlich, dass es mehr Gildentypen und Aktivitäten gibt als Gildenplätze.

Und auch wenn jeder Gildentyp vertreten wäre: Was ist mit den Leuten, die eine 2. Handelsgilde benötigen? Was ist, wenn ein Spieler in unterschiedlichen Gilden Raids läuft? Oder wenn man sich nicht von seiner 1. Gilde trennen will, obwohl dort eigentlich kaum noch Leute aktiv spielen?

ESO Gildensuche
Wagen wir einen Blick in die Gildensuche stellen wir fest: Es gibt viele Unterschiede.

Allein in der Gildensuche gibt es 7 Kategorien, 11 Unterkategorien (Aktivitäten) und noch 3 verschiedene Spilstile, die man bei der Suche auswählen kann. Da meint man instinktiv, dass es zumindest 7 Gildenplätze geben müsste.

Das sind die 7 Kategorien:

  • Handel
  • Gruppen-PvE
  • Rollenspiel
  • Geselligkeit
  • PvP
  • Questen
  • Handwerk

Gleichzeitig kann man aber auch noch bis zu 11 Aktivitäten anwählen:

  • Handel
  • PvP
  • Verliese
  • Prüfungen
  • Heime
  • Quests
  • Rollenspiel
  • Handwerk
  • Angeln
  • Rechtssystem
  • Antiquitäten

Beim Spielstil wählt man noch zwischen:

  • Locker
  • Normal
  • Hardcode

Für mich persönlich sind manche Kategorien natürlich auch uninteressant. Gleichzeitig fehlen mir da auch Aktivitäten. Ich denke, dass zum Beispiel das Housing sich als eigene Kategorie durchsetzen könnte und dass ich an solch einer Gilde auch Interesse hätte.

Ich muss sagen, dass ich oft auch gerne noch eine 3. Handelsgilde hätte. Ich verkaufe sowohl einzelne teure Items als auch viele günstige Items. Mein Bankplatz ist nach ein paar Jahren Spielzeit auch mehr als ausgelastet. Je nachdem wie fleißig ich Handwerks-Daylies mache, weiß ich manchmal gar nicht, wohin mit den ganzen Sachen.

Aber auch bei dem Gruppen-PvE habe ich noch Gildenplatzbedarf. Ich bin jetzt und auch in der Vergangenheit in einigen Raid-Gruppen gewesen, für deren Gilde ich aber keinen Platz habe. Den Kontakt konnte man nur halten, weil man dafür jemand anderen aus der vollen Freundesliste rausgehauen hat.

Und da sind wir auch schon beim nächsten Problem.

Die Freundesliste ist begrenzt auf 100 Plätze

Oft geht es aber nur darum mit einigen Leuten Kontakt zu halten, wenn eine Gilde einer anderen Platz machen musste. Da muss dann jeder Spieler abwägen, in welchen Gilden er am aktivsten ist. Leider betrifft die Begrenzung aber nicht nur die Gilden, sondern auch die Freundesliste.

In ESO kann man bis zu 100 Freunde haben. Wer längere Zeit Social-Media benutzt, der wird wissen: 100 Plätze sind nicht viel. Meine Freundesliste ist schon seit etlichen Jahren voll und ich musste anfangen nach Aktivität im Spiel zu priorisieren. Das finde ich wirklich schade.

Gerade weil ESO so viel Wert auf Community legt, finde ich diese Begrenzung etwas paradox. Denn wie im realen Leben lernt man mit fortlaufender Zeit immer mehr Menschen kennen. Und obwohl das Spiel nun seit über 7 Jahren online ist, wurde die Anzahl an Plätzen nie erhöht. Langsam wirds Zeit!

Wie seht ihr das mit den Gilden? Seid ihr selbst schon einmal in der Situation gewesen, dass ihr euch für die eine oder andere Gilde entscheiden musstet? Lasst es uns gerne in den Kommentaren wissen.

Wenn ihr in ESO kein Event mehr verpassen wollt, dann besucht unseren ESO Event-Ticker.

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Shaaya

Ich finde das Händlersystem von Hause aus nicht gut. Es macht die kleinen Gilden erpressbar. Selbst schon erlebt das unser Gildenleiter von einer grossen Handelsgilde angeschrieben wurde und mehr oder weniger versucht wurde zu erpressen in der Art: wenn ihr euren Händler halten wollt müsst ihr uns Betrag x bezahlen sonst bieten wir drauf und wir haben mehr Geld. Oder von einer Handelsallianz wenn ihr nicht beitreten wollt dann bieten wir auf euren Händler. Natürlich ist es der Gilde selbst überlassen auf sowas einzugehen, aber grade für kleine Gilden oder Communitygilden die ein bißchen von allem bieten wollen ist es schwer dann noch irgendwo in der hintersten Ecke einen Händler zu bekommen. Dementsprechend ist man ja fast gezwungen in einer Großen Handelsgilde zu sein oder man muss damit leben das wochenlang kein Händler da ist.
Ansonsten finde ich das 5 Gilden vollkommen ausreichen. Ich hab eine Communitygilde, eine Raidgilde eine Handelsgilde und ich finde das reicht. Wenn man sich eh fast täglich einloggt langen 30 – 60 verkaufsslots aus.

Steelfish

Gott, da bin ich ja direkt froh nie mit eso angefangen zu haben. Klingt irgendwie unnötig kompliziert. Kann man denn ohne Gilde gar nicht handeln dann?

Und Freundeliste 100 Plätze reicht doch locker. Man muss ja nicht jeden Spieler den man mal 15 min irgendwo kennengelernt hat auf die Freundeliste setzen. Wozu auch…

Und was sind denn Community Gilden? Die klingen für mich am ehesten nach “bringt spielerisch absolut nix”. Da hast doch dann noch 2 slots für wichtigeres frei…

Compadre

Wie so oft klingt das in Artikeln wieder etwas dramatisch. Natürlich kannst du auch ganz ohne Gilde handeln. Wenn du das richtig anstellst, ist das sogar lukrativer, da du keine Verkaufsprovision an die Handelsgilde für jeden Verkauf abdrücken musst. Ist halt aber schwerer und aufwendiger, Käufer zu finden.

Je nachdem wie hoch dein Anspruch in dem Spiel ist, gibt es zudem auch Gilden, die alles in einem abdecken. Zumindest für einen “Normalspieler”. Um so mehr du aber erreichen willst (Progress-Raids, Powerselling, etc.) ist es dann aber wirklich besser für unterschiedliche Bereiche eine extra Gilde zu haben, die die jeweiligen Bereiche speziell und effektiv abdecken.

Also ist wie so oft eine Frage, wie sehr man was nutzen/erreichen möchte. An sich ist das aber kein Grund ESO nie zu spielen, du kannst das machen wie du magst.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Compadre
Aya

Das Handelssystem ist sehr passend für die ESO-Welt….leider..ich mags nicht. Ein richtiges Aukionshaus wie in anderen Spielen wäre mir lieber.

SnipaatFrank

Vieles davon habe ich ebenfalls festgestellt während meiner langjährigen ESO-Zeit.
Mir persönlich sind 2 Handelsgilden ebenfalls zu wenig. Den Platz, um in eine 3. zu gehen habe ich allerdings nicht.
Ich bin froh, dass meine kleine Community-Gilde momentan versucht dauerhaft einen Gildenhändler zu erwerben und ich dadurch mehr Platz zum Verkaufen habe. Dies wäre aber ohne die Spenden einiger weniger Spieler leider nicht möglich.

Ich würde mir ebenfalls 2-3 mehr Gildenplätze wünschen, damit man mehr Aspekte, welche ESO einem bietet nutzen kann.

Apo

Probleme, die mich 2014 beschäftigt haben….

SnipaatFrank

und was beschäftigt dich heutzutage?^^

Apo

Sachen, über die ich 2014 noch nicht nachdenken konnte 🙂
Sind “News” die nicht neu sind nicht eigentlich “Olds” ?

Zuletzt bearbeitet vor 27 Tagen von Apo
Chafaris

Sehr wichtige Info, danke 👍🏼

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