Escape from Tarkov: Studio mag Youtube-Videos nicht, lässt sie löschen

Youtuber „Eroktic“ hat derzeit einigen Ärger am Hals. Laut Battlestate Games, dem Entwicklerstudio des Online-Shooters Escape from Tarkov, verbreitete er in seinen Videos Falschinformationen.

Zudem wirft das Studio dem Youtuber vor, negativ über das Spiel zu berichten, weswegen die „Strikes“ gegen ihn gerechtfertigt sein sollen. „Eroktic“ droht nun der Verlust seines Kanals.

Entwickler lassen Videos offline nehmen

Was ist passiert? Battlestate Games ließ 47 Videos des Youtubers „Eroktic“ offline nehmen, die sich um den Online-Shooter Escape from Tarkov drehten. Laut Battlestate enthielten einige Videos Falschinformationen über einen angeblichen Leak von Nutzerdaten, der aber nie passiert ist.

Da diese Meldungen dem Unternehmen Schaden zufügten, mussten drastische Maßnahmen ergriffen werden. Es folgten Copyright-Strikes, wodurch die Videos offline genommen wurden.

Escape from Tarkov Screenshot

Nun überprüft Battlestate die anderen Videos. Sollten diese „in Ordnung“ sein, wird das Studio die Strikes gegen den Youtuber zurücknehmen. Allerdings haben die Entwickler in vielen Videos eine negative Stimmung gegenüber Escape from Tarkov entdeckt. Das gefällt dem Studio nicht.

Was droht „Eroktic“? Durch die Copyright-Strikes könnte der Youtuber seinen Kanal verlieren. Ab drei Strikes kann Youtube einen Kanal sperren, alle Videos löschen und es dem Youtuber verbieten, weitere Kanäle zu eröffnen. Das könnte auch „Eroktic“ passieren, sofern Battlestate an den Strikes festhält. Das Unternehmen fühlt sich hier im Recht.

Mehr zum Thema
Escape from Tarkov - Shooter-MMO mit Fokus auf Realismus

Community ist sauer

Wie reagiert die Community? Viele Youtuber zeigen Solidarität gegenüber „Eroktic“. Es gibt zwar Verständnis dafür, dass Videos mit Falschinformationen offline genommen wurden, doch Videos, in denen negativ über das Spiel berichtet wird, sollten nicht zu einem Copyright-Strike führen.

Einige „Emissaries“, von Battlestate unterstützte Content-Ersteller, haben ihren Posten aus Enttäuschung aufgegeben. Man fühlt sich einfach nicht mehr wohl, Content für ein Unternehmen zu erstellen, dass Copyright-Strikes verteilt, weil es mit der Berichterstattung nicht zufrieden ist.

Was ist das Problem? Battlestate Games macht deutlich, welche Stellung Youtuber haben – nämlich, dass sie im Grunde genommen abhängig vom Wohlwollen des Copyright-Inhabers sind. Let’s Plays und ähnliche Videos bewegen sich nach wie vor in einer rechtlichen Grauzone. Diese Art der Videos werden im Prinzip von den Rechte-Inhabern nur geduldet.

Wie die Situation rund um Escape from Tarkov nun zeigt, kann ein Spielestudio aber jederzeit eingreifen und Copyright-Strikes verteilen, etwa, wenn zu negativ über einen Titel berichtet wird. Dies beschränkt die Freiheiten von Youtubern enorm.

Mehr zum Thema
Escape from Tarkov spricht jetzt Deutsch, aber gebrochen
Autor(in)
Quelle(n): Polygon
Deine Meinung?
Level Up (2) Kommentieren (14)
Passwort vergessen

Bitte gib Deinen Benutzernamen oder Deine Email-Adresse ein. Du erhälst einen Link, um ein neues Passwort per Email zu erstellen.