213 – Diese Zahl offenbart, wie schlimm die Entlassungen bei Elder Scrolls Online sind

Zenimax ESO ENtlassungen

Bisher war es unklar, wie viele Entwickler der ZeniMax Online Studios von den Entlassungen betroffen sind. Jetzt verrät eine eine offizielle Auflistung vom Bundesstaat Maryland, wie schlimm es wirklich ist. Für Elder Scrolls Online sieht es nicht gut aus.

Wie viele Mitarbeiter sind betroffen? Laut einer offiziellen Auflistung vom Bundesstaat Maryland auf labor.maryland.gov haben sich bislang 213 Mitarbeiter der ZeniMax Online Studios als Betroffene der jüngsten Massenentlassungen bei Microsoft gemeldet. Dazu kommen weitere 166 Angestellte von ZeniMax Media.

Wenn man davon ausgeht, dass nach den Entlassungen im vergangenen Jahr noch etwa 300 bis 350 Mitarbeiter bei den ZeniMax Online Studios angestellt gewesen sein sollen, verliert das Unternehmen also etwa 60 bis 71 Prozent seiner Mitarbeiter.

Das ist eine heftige Verkleinerung des Teams, die noch einmal klar unterstreicht, dass es ab jetzt bei Elder Scrolls Online nicht mehr so weitergehen kann wie bisher.

Klar ist mittlerweile außerdem, dass ZeniMax auch viele der sehr erfahrenen Veteranen verliert. Im offiziellen Forum von ESO haben sich Fans des MMORPGs die Mühe gemacht und viele der Betroffenen aufgelistet, die jetzt offenbar nach einem Job suchen.

Auf der Liste stehen unter anderem: Studio Game Director Rich Lambert, Community Managerin Gina Bruno, Lead Dungeon Director Mike Finnigan, Senior Writer Designer Jeff Grubb und Narrative Director Bill Slavicsek.

Mit vielen dieser Leute hatten wir auf Events und bei Interviews in den vergangenen Jahren immer wieder direkten Kontakt. Viele dieser Veteranen haben die Entwicklung von ESO in den vergangenen 12 Jahren maßgeblich mitgeprägt.

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Microsoft bringt Elder Scrolls Online mit buntem Trailer auf die große Bühne

„Was für eine beschissene Situation“

Wie reagiert die Community auf den Umfang der Entlassungen? Viele Fans sind schockiert über das Ausmaß der Entlassungen. Sie machen sich Sorgen um die Zukunft von Elder Scrolls Online und sind in Gedanken bei den Betroffenen.

  • ParticularGeese schreibt auf Reddit: „Wow, das ist ja größer, als ich gedacht hätte. Die ESO-Entwickler und -Spieler tun mir so leid – was für eine beschissene Situation.“
  • wathowdathappen schätzt auf Reddit: „Ihr Content-Team wurde stark dezimiert. Daher werden die Updates zwei- bis dreimal so lange dauern (je nachdem, ob die verbliebenen Mitarbeiter die Arbeitslast überhaupt bewältigen können) – oder das Spiel wird einfach in den Wartungsmodus versetzt. Ich bezweifle, dass wir jemals eine Antwort erhalten werden.“
  • SlipperySlimyTerry40 versteht es nicht (via Reddit): „Ich bin wirklich sehr neugierig, was der Grund dafür ist. ESO war immer noch super beliebt, wann immer ich es gespielt habe. So gut wie jede Zone war voller Leben. Und soweit ich weiß, hatten die meisten Leute ein Abonnement für das Spiel, wegen der Handwerks-Tasche und des Zugangs zu den DLCs. Es kann unmöglich sein, dass es so ein Geldfresser war, dass es eine so umfangreiche Entlassungswelle gerechtfertigt hätte.“

Klar ist, dass Microsoft mit den jüngsten Maßnahmen die Games-Branche auf einen Schlag spürbar verändert hat. Diverse Studios kämpfen um ihr Überleben. Projekte wurden gestrichen. Der Fokus wird auf die ganz großen Franchises gerückt. Das könnte uns laut neuen Insider-Berichten ein frisches Fallout von Obsidian bringen

Kommentare

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8 Kommentare
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Marcel30

Warum kauft man auch alles und jeden auf, nur um dann Massenentlassungen durchzuführen, Studios zu schließen und dann zu jammern alles kostet soviel geld. Und dann hunderte Millionen in Spiele zu versenken die nie erscheinen. Unaufhörlicher Wachstum schadet Unternehmen aber sie verstehen es einfach nicht

TheDant0r

Ich sehe dies alles ganz entspannt.

Zu Covid wurden durch die Bank weit mehr angestellt als man jetzt doch braucht.
Schlüsselfiguren und essenzielle Mirarbeiter werden gehalten wenn man sie braucht, die Studios selber sind ja auch mit der Chefetage, sei es Zenimax oder id, im Gespräch.
Wenn die Publis gute Spiele von denen will, werde die sich wohl einig werden und Leute doch wieder einstwllen oder halten.

Nur Idioten feuern so viel dass man sich selbst ins Bein schiesst.

Wenn doch, ist das Talent ja nicht verloren, keiner wird erschossen.
Gute Entwickler formen sich neu unter Gleichgesinnten, vermutlich freier als vorher.
id heisst dann ib, who cares.
So ist meine positiv-naive Einstellung dazu.

MaSc

Grundsätzlich hast du Recht damit, dass wegen dem durch die Covid Maßnahmen ausgelöste Boom der Videogame Branche viele Firmen nicht nachhaltig gewachsen sind und dass Korrekturen nötig sind.

Das was man jetzt aber hier lesen muss, gleicht einem Todesstoß für ESO. 30% der Ressourcen können ein Game dieser Größe nicht am Leben halten. Auch und besonders nicht mit KI slop.

Motzi

Bin gespannt, was am Ende außer sehr teurer Hardware vom Videogaming übrig bleibt.

fyrann

Elder Scrolls online,….das hier nehm ich Microsoft echt übel.

MathError

Bei Microsoft sind es einfach Einsparungen die in allen Ecken gemacht werden müssen, nachdem soviele Firmen in den letzten Jahren aufgekauft wurden, jetzt muss Bilanz gezogen werden und jetzt muss sich von unnötigem Ballast getrennt werden. Dabei sind leider die Mitarbeiter am Ende die größten Geschädigten, aber es ist in vielen anderen Branchen das Gleiche im Moment, nicht nur in der Gaming Industrie.

Bei Zenimax war es meiner Meinung nach mehr Missmanagement, man hat sich zuviel und zulange auf TESO als Zugpferd verlassen und andere Projekte auch einige gescheiterte darunter finanziert. Nun hat das “Pferd” sich losgerissen und die Mitarbeiter stehen allein in der “Kutsche” und die Chefetage ist mit dem Pferd weg und wieder sind die Mitarbeiter die “Opfer”.

Ich will nicht politisch werden, aber der Westen mit ihrer Politik zum Gaming ist mit Schuld an solchen Situationen.
Im asiatischen Raum hat das “Gaming” einen ganz anderen Stellenwert, da wird durch die Regierung die Gamingbranche mit finanziert und es gibt ausgereifte E-Sport/Gaming Gesetze, klar der bittere Beigeschmack ist sowas wie Zensur, “verstaatlichung” und Konrolle/Überwachung in einem überschaubaren Rahmen, aber am Ende funktionniert es.
Der asiatische Raum ist Federführend in dem Bereich und wir hier im Westen streiten uns über Datenschutz (wo jeder Zweite der sich beschwert, alles online von sich freiwillig publik macht 🙄) und stecken Geld in “Projekte” und bauen “Aussichtsplattformen” (Falls wer den Wink versteht 😉).

In vielen Bereichen hinken wir hinterher, klar wir haben viel mehr Freiheiten als Menschen, aber solche Sachen sind indirekte Konsequenzen durch die Handlungen in Politik und Wirtschaft.

themrc

Ich will nicht politisch werden, aber der Westen mit ihrer Politik zum Gaming ist mit Schuld an solchen Situationen.

Was ist das für ein wilder Take?

der bittere Beigeschmack ist sowas wie Zensur, “verstaatlichung” und Konrolle/Überwachung in einem überschaubaren Rahmen

Wenn wir Videospiele als Kunst und/oder Meinungsäußerung betrachten, dann ist sowas absolut inakzeptabel, egal in welchem Rahmen.

Der asiatische Raum ist Federführend in dem Bereich und wir hier im Westen streiten uns über Datenschutz (wo jeder Zweite der sich beschwert, alles online von sich freiwillig publik macht 🙄)

Es geht um Zwang. Wenn ich es freiwillig machen will, ist das eine Sache, wenn ich dazu gezwungen werde, eine andere. Der eingeklammerte Satz ist halt richtig schön Polemik ohne Bezug zu irgendwelchen Fakten.

In vielen Bereichen hinken wir hinterher, klar wir haben viel mehr Freiheiten als Menschen, aber solche Sachen sind indirekte Konsequenzen durch die Handlungen in Politik und Wirtschaft.

Was hat die Politik und die Wirtschaft damit zu tun, wenn man einfach schlechtes Management in einer Firma betreibt und seine Kernkundschaft nicht versteht? So wie EA. So wie Ubisoft. So wie Blizzard. So wie eben auch Microsoft. Wer reihenweise Dinge auf den Markt bringt, die von der breiten Masse der Kunden abgelehnt wird, braucht sich nicht wundern, wenn die Umsätze einbrechen.

seska1973

Gläserner Spieler vs Datenschutz

In Asien ist das ein anderes Thema als bei uns z.b. Das kann man nicht so einfach “fixen”

Viele bauen Mauern und wollen die Kontrolle über die Türen haben. Sie wollen nicht den Schlüssel dazu nicht “freiwillig” herausgeben

Privat leben sind vielen Heilig, Seine “Seele verkaufen für SPAM” (Eher im Westen) wollen viele nicht. Deshalb sind z.b. Werbeblocker sehr gefragt bei Browser, die YouTube am liebsten verbieten wollen. usw. Aber ich will den Kommentar hier nun nicht Aufblähen

und ich mag deine Metaphern

Zuletzt bearbeitet vor 10 Tagen von seska1973
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