Elden Ring: Websites verkaufen illegale Items für Geld – Selbst YouTuber machen Werbung dafür

Elden Ring: Websites verkaufen illegale Items für Geld – Selbst YouTuber machen Werbung dafür

Der Hype um Elden Ring hat offenbar einige dubiose Gestalten angezogen, die davon profitieren wollen. Sie verkaufen alle möglichen Items über Web-Shops für echtes Geld. Das ist eigentlich verboten und trotzdem machen einige YouTuber sogar Werbung auf ihrem Channel für solche Angebote. Immer Spieler mehr warnen vor Scams.

Was ist das Problem? Elden Ring ist eigentlich ein Action-RPG, das entweder solo oder im Koop gespielt werden kann. PvP gibt es auch. Ingame-Shops und Angebote, echtes Geld für Items auszugeben, gibt es nicht. Es geht hier um sogenanntes „RMT“ oder „Real Money Trade“.

Händler verkaufen alle möglichen Items, die ihr im Spiel finden könnt, über dubiose Websites und verlangen dafür echtes Geld. Da kann man beispielsweise mal eben 17 Euro für das Schwert der Nacht und Flamme hinblättern. Eine der stärksten Waffen, aber eben eigentlich auch nicht schwer zu bekommen.

YouTuber ParagonDS, der seit Jahren Videos zu FromSoftware-Spielen macht, kritisiert andere YouTuber dafür, dass sie diese Shops bewerben.

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Hinweis: Wir werden die verschiedenen Angebote und wie sie entstehen, nicht genauer beleuchten. Es handelt sich um klare Verstöße gegen die Richtlinien und wir wollen nur darüber informieren, nicht für zusätzliche Werbung sorgen.

Item-Verkäufer werben offenbar YouTuber an, um Werbung für illegale Items zu machen

Das sagt der YouTuber: In seinem Video warnt ParagonDS vor Item-Verkäufern. Da diese Items als generierte Massenware angeboten werden, gelten sie als „illegal“ und sollte so ein Item im Inventar eines Käufers festgestellt werden, kann dies zum Bann für alle Online-Modi führen. Die Server von Elden Ring können derartige Items herausfiltern.

Das ist auch in einem anderen Fall passiert, als Spieler im Online-Multiplayer die Unterwäsche von NPC Fia an ahnungslose Spieler verteilt haben. Einige von ihnen wurden Opfer eines Banns, die dieses Item unwissend aufgehoben haben. Die Unterwäsche dürfte gar nicht im Spiel sein und wurde durch Modder zurückgebracht, allein der Besitz wird vom Spiel schon als Verstoß gegen Richtlinien gewertet.

Das sind die offiziellen Richtlinien zu dem Thema: In den AGBs zu Elden Ring heißt es dazu:

Kein Spieler ist berechtigt, seine Rechte als Spieler sowie Gegenstände, Charaktere und gespeicherte Daten innerhalb des Spiels, die mit der Software in Verbindung stehen und über die Dienste erworben werden (einschließlich des so genannten „Echtgeldhandels“), an einen anderen abzutreten, zu übertragen, an einen anderen zu verkaufen oder von einem anderen zu kaufen, den Namen in den Namen eines anderen zu ändern oder einem anderen als Pfand oder sonstige Sicherheit zu überlassen.

eldenring.jp/eula

Der größte Kritikpunkt von ParagonDS ist hierbei aber, dass die ominösen Shop-Betreiber andere YouTuber nutzen, um Werbung für ihr Angebot zu machen. Das ist in mehrfacher Hinsicht problematisch:

  • Die Käufer dieser Items sind oft unwissend und ahnen nicht, dass ihnen der Kauf einen permanenten Bann einbringen könnte.
  • Es ist nicht klar, ob die YouTuber darüber bescheid wissen und das in kauf nehmen, da sie davon profitieren, oder ob hier ebenfalls Unwissenheit von den Shop-Betreibern ausgenutzt wird.
  • So oder so machen diese YouTuber Werbung für „illegale“ Produkte und profitieren durch Affiliate-Links möglicherweise von dieser Masche.

Dabei nennt er keine Namen, doch nicht nur kleinere YouTuber würden Werbung dafür machen. Offenbar haben auch einige größere Channels solche Affiliate-Links unter ihren Videos zu Elden Ring. Es gibt sogar Rabatte auf Einkäufe, wenn die Links von den jeweiligen Videos genutzt werden.

Das Ganze wird wie ein üblicher Werbedeal auf YouTube verkauft, obwohl es sich hierbei nicht um ein „normales“ Angebot handelt.

ParagonDS ruft dazu auf, diese Item-Shops zu ignorieren und nicht weiter Werbung dafür zu machen: „Wenn ihr seht, dass diese Firmen euch kontaktieren und anwerben wollen, ignoriert sie am besten einfach.“

Schaut man sich die Betreiber solcher Websites an, wird es ohnehin seltsam. Der YouTuber nennt ein Beispiel für einen Shop, dessen Firmen-Sitz in England liegt, während der Firmenbesitzer aber in China lebt. Hinzu kommen Fake-Bewertungen, um ein besseres Bild zu vermitteln und so weiter.

Warum machen YouTuber Werbung für solche Angebote? Darüber lässt sich nur spekulieren und ParagonDS hat hierfür nur wenig Verständnis übrig:

So weit wie Informationen heutzutage verbreitet sind, ist es ein Mysterium, warum diese Kanäle freiwillig an solchen Aktionen teilnehmen und, noch schlimmer, diese immer noch für ihr beeinflussbares Publikum bewerben und wir sollten sie zurechtweisen, wenn wir sie sehen.

„Immer mehr Leute versuchen, in meinem Discord Items zu verkaufen“

Warum kümmert ihn das überhaupt? Der YouTuber äußerte sich schon früher zu dem Thema, hatte aber damals noch die Einstellung, dass es kein großes Problem sei und es habe ihn kaum betroffen.

  • Doch nun stellt er fest, dass immer mehr Leute seiner Community auf Discord beitreten und versuchen, ihre Items dort zu verkaufen.
  • Er selbst habe außerdem schon mehrfach Angebote von Firmen hinter solchen Angeboten bekommen, die ihm ebenfalls eine Partnerschaft vorschlagen.
  • Dabei gibt es auch zahlreiche Beschwerden von Spielern aus seiner Community, die selbst Opfer von solchen Angeboten wurden und davor warnen, dass es zusätzlich dubiose Scams gibt.
  • Einzelne Reviews auf solchen Websites warnen sogar davor, dass Daten von Kreditkarten gestohlen wurden.

YouTuber sind übrigens nicht die einzigen, die diese Shops promoten. So gibt es sie laut User-Berichten auf Facebook oder sogar als offizielle YouTube-Werbung auf der Webiste.

Solltet ihr dringend nach Items suchen, empfiehlt der YouTuber als Alternative „Patches Emporium„, in dem Spieler ohne größere Probleme oder Regelverstöße Items tauschen oder verschenken können.

Generell gilt der Hinweis: Lasst die Finger von solchen Angeboten. Es lohnt sich grundsätzlich nicht und ist dazu verboten. Ihr gebt nur sinnlos Geld aus, riskiert einen Bann oder sogar schlimmeres. Fragt in der Community herum, wenn ihr dringend ein bestimmtes Item wollt.

Was denkt ihr darüber? Habt ihr schon selbst Erfahrung mit solchen Angeboten gemacht? Wurdet ihr vielleicht selbst Opfer von Scams oder verbotenen Item-Geschenken?

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Flocall

CE ftw … die kostet nix 🤗

Steelfish

Klar ist das komplett schwachsinnig sich für echtgeld nen item in elden ring zu kaufen. Aber wie soll das Spiel denn bitte Zwischen nem Handel von zwei Freunden und so nem Deal unterscheiden? Der Verkäufer hat sich alle items einmal erspielt und gibt diese dann heraus. Nach dem Handel sichert er seinen spielstand zurück und hat wieder alles.

Und ein permabann bei einem Spiel das komplett offline gespielt werden kann ist auch kompletter Blödsinn. Soll fromsoftware die ps5 disc sperren oder wie?

Wie gesagt, bleibt Schwachsinn sowas zu kaufen, aber so nen Fass muss man deswegen auch nicht aufmachen…

Jean Tillmann

Wer sich für Elden Ring items kauft, der hat ja gar nichts verstanden. Ist so wie: zum Konzert der Lieblingsband gehen und sich vorher die Ohren zuschweißen lassen.

Amyfromtheblock

Wegen Corona könnte ich nicht wirklich arbeiten ( Studentenjob im Restaurant) und hab dann bei eBay animal crossing items verkauft war schockiert wie viel Geld damit machen könnte

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