Eines der besten russischen Teams in DOTA 2 zerfällt gerade, nachdem ein Spieler ein Z malte

Eines der besten russischen Teams in DOTA 2 zerfällt gerade, nachdem ein Spieler ein Z malte

Das russische E-Sport-Team Virtus.pro ist in DOTA 2 erfolgreich, aber hat jetzt ernste Probleme: Ein Spieler wurde entlassen, weil er ein Zeichen auf die Mini-Map malte, von dem Steam-Betreiber Valve annahm, es unterstütze den Krieg Russlands in der Ukraine. Ein Coach wurde wegen schlechter Ergebnisse gefeuert. Jetzt ist der CEO weg, der als „das Genie“ bekannt war.

Was ist das für ein Team?

  • Virtus.pro ist eines der besten Teams in DOTA 2 und eines der erfolgreichsten E-Spor-Teams der Welt, wenn es nach gewonnen Preisgeldern geht. Bei dem wichtigsten und lukrativsten Turnier 2021, The International 10, verpasste das Team nur knapp das Halbfinale.
  • Seit dem Beginn des Krieges in der Ukraine durch Russland, steht Virtus.pro unter Beobachtung, denn 2015 hatte ein russischer Oligarch 100 Millionen $ in das Team investiert. So hatte die ESL das russische Team aus der „Pro League“ ausgeschlossen: Die Spieler traten unter dem Namen „Outriders“ an. Das Team beschwerte sich über eine „Cancel Culture“
  • Jetzt hat das Team ernste Probleme, denn neben einem Spieler und einem Coach ist auch der CEO weg. Manche vermuten sogar, man könne den ganzen Kader entlassen, um sich neu aufzustellen.
Russische Profis der Steam-Hits CS:GO und Dota 2 haben ein Problem mit dem Buchstaben „Z“

Russisches Team wird wegen „Z“ disqualifiziert

Warum ging der Spieler? Virtus Pro hat den russischen Profi „Pure“ entlassen, denn der sorgte für eine Disqualifikation des Teams bei einem Major. Der Spieler hatte in einer Pause ein „Z“ auf die Mini-Map gezeichnet. Das wurde als Zeichen gewertet, dass er den Krieg Russlands in der Ukraine unterstützt.

Virtus.pro beschwerte sich zwar über die Entscheidung von Valve und empfand die als zu hart, hat Pure jedoch trotzdem entlassen.

Der Spieler selbst sagte, es sei nicht so gemeint gewesen. Er habe lediglich herumgekrizelt.

Wer ging danach? Nur wenige Tage danach hat Virtus.pro den Coach Anatoly „boolk“ Invanov entlassen, der habe während seiner Zeit als Coach nur „unbefriedigende Resultate erzielt.“ Er war seit 2020 im Team.

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Der CEO verlässt das Team

CEO führte Virtus.pro in den $$$-Olymp der E-Sport-Teams

Wer ging jetzt? Am 5. Mai wurde bekannt, dass der CEO Sergey Glamada das Team verlassen wird. Er war als „The Genius“ bekannt und leitete die Geschicke des Teams seit Januar 2020. In seinem Abschiedspost betonte das Team, dass der CEO Virtus.pro in die Top 5 der „höchste Preisgelder“-Teams weltweit geführt habe mit +4,4 Millionen US-Dollar.

Statt eines CEOs, der alle E-Sport-Teams führt, sollen jetzt „Senior Manager“ der Mutterfirma ESforce jedes Team einzeln betreuen.

Zu den genauen Gründen des Führungswechsels äußert sich Virtus.pro nicht. Es heißt aber, es seien eine Reihe von „neuen Herausforderungen“ aufgetaucht, auf die man reagieren müsse.

Unsere Expertise auf MeinMMO bezieht sich auf Gaming. Wer sich näher über den Konflikt von Russland mit der Ukraine beschäftigen will, dem empfehlen wir, sich auf offiziellen Seiten oder bei Nachrichtenmagazinen zu informieren:

– Ukraine-Live-Blog (via Zeit)
– Krieg in der Ukraine (via nzz)
– Solidarität mit der Ukraine (via auswärtiges-amt)

Wichtiger Hinweis: Falls euch wegen der aktuellen Situation dunkle Gedanken plagen: Ihr seid nicht allein. Holt euch bitte Hilfe. Zum Beispiel bei der Telefonseelsorge unter 0800/111 0 111 oder der Online-Seelsorge, bei der ihr auch einen Chat nutzen könnt. Das ist kostenlos und gilt bundesweit.

Das sagen aktuelle Gerüchte: Es gibt Gerüchte, dass einer der letzten verbleibenden Spieler aus dem Kader des International 10 das Team verlassen möchte. Es heißt, dass Danil „gpk“ Skutin in Richtung Europa aufbrechen könnte.

Die Seite Dotesports zitiert den Coach des DOTA-2-Teams Mind Games, der sagt, für ihn sehe es so aus, als würde sich das Team komplett auflösen und dann etwas Neues bauen. Er sehe nicht, wie Virtus.pro ohne gpk weitermachen soll.

Das steckt dahinter: Russische E-Sport-Teams und auch Spiele-Entwickler wie die Macher von Escape from Tarkov sind im Moment in einer unmöglichen Situation. Ihre westlichen Fans erwarten, dass sie sich klar vom russischen Angriffskrieg in der Ukraine distanzieren. Wenn sie das aber tun, bringen sie vermutlich ihr Leib und Leben in Gefahr.

Dadurch entsteht ein hochbrisantes Spannungsfeld.

Der Krieg in der Ukraine streift immer wieder Themen, die mit dem Gaming zu tun haben:

Russische Twitch-Streamer verlieren über Nacht ihren Lebensunterhalt

Quelle(n): dotesports, cybersport.ru
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