18-jähriger Profi malt ein „Z“ in DOTA 2: Valve disqualifiziert sein Team – Er wird gefeuert

18-jähriger Profi malt ein „Z“ in DOTA 2: Valve disqualifiziert sein Team – Er wird gefeuert

In einem Turnier-Spiel bei DOTA 2 hat der russische Profi-Spieler Ivan „Pure“ Moskalenko (18) ein „Z“ in die obere linke Ecke der Mini-Map gemalt. Das wurde als Zeichen gewertet, dass er den Krieg Russlands in der Ukraine unterstützt. Der Publisher von DOTA 2, Steam-Betreiber Valve, ließ sein Team disqualifizieren. Das Team feuerte daraufhin den 18-jährigen Profi, der behauptet, er habe nur während einer Pause rumgemalt.

Was hat der Profi gemacht?

  • Bei einem Turnier in Stockholm, der ESL One Stockholm Major, hat der 18-jährige Russe „Pure“ ein „Z“ in die obere linke Ecke der Mini-Map von DOTA 2 gemalt.
  • Teammitglieder versuchten eilig, dieses Symbol zu übermalen, aber da war es schon zu spät.
  • Das „Z“ wurde als Zeichen von Pure gewertet, den Angriffskrieg von Russland in der Ukraine zu unterstützen. Die Konsequenzen waren hart.

Der 15-sekündige Clip zeigt den Vorfall:

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In einer Pause malten die Spieler auf die Map.

Z als Zeichen, dass man den Krieg gut findet und unterstützt

Was bedeutet das „Z“? Das „Z“ wird im Westen als Symbol gesehen, dass man den Krieg der Russen in der Ukraine unterstützt. Auf russischem Kriegsgerät war das aufgemalte „Z“ in den ersten Wochen des Krieges zu sehen, seitdem hat es sich als „pro-russisches“ Symbol etabliert (via instagram).

Es ist nicht ganz klar, woher dieses „Z“ genau kommt und wofür es steht. Im russischen Alphabet gibt es den Buchstaben nicht. Nach verschieden Theorien bedeutet es entweder sowas wie „Für den Sieg“, „Auf in den Westen“ oder steht für den Namen des ukrainischen Präsidenten.

Blizzard hat bereits die Heldin „Zarya“ in Overwatch angepasst und dort das Symbol entfernt.

Team wird disqualifiziert – Angeblich steckt Valve selbst dahinter

Das ist die Konsequenz: Die Organisatoren des Turniers haben das Team von Pure disqualifiziert. Alle Matches, die sie schon gespielt haben und noch gespielt hätten, wurden für die Gegner gewertet.

Das sagt das Team des Spielers: Die E-Sport-Organisation des Spielers, Virtus.pro, sagt, sie hätten erfahren, dass der „Publisher von DOTA 2“, Valve selbst, hinter der Entscheidung steckt, das Team vom Turnier auszuschließen. Sie sagen:

Valve hat eine bestimmte Geschichte, Disziplinar-Strafen zu verhängen, aber ein ganzes Team von einem Turnier zu qualifizieren, weil ein einziger Spieler was auf eine Mini-Map gezeichnet hat, setzt völlig neue Maßstäbe.

Dennoch hat sich Virus.pro dazu entschlossen, Konsequenzen zu ziehen und hat den Spieler Ivan „Pure“ Moskalenko entlassen. Es heißt, seine Aktion habe zur Disqualifikation geführt und „einen großen Schaden“ im Verhältnis von virtus.pro zum weltweiten E-Sport angerichtet.

Unsere Expertise auf MeinMMO bezieht sich auf Gaming. Wer sich näher über den Konflikt von Russland mit der Ukraine beschäftigen will, dem empfehlen wir, sich auf offiziellen Seiten oder bei Nachrichtenmagazinen zu informieren:

– Ukraine-Live-Blog (via Zeit)
– Krieg in der Ukraine (via nzz)
– Solidarität mit der Ukraine (via auswärtiges-amt)

Wichtiger Hinweis: Falls euch wegen der aktuellen Situation dunkle Gedanken plagen: Ihr seid nicht allein. Holt euch bitte Hilfe. Zum Beispiel bei der Telefonseelsorge unter 0800/111 0 111 oder der Online-Seelsorge, bei der ihr auch einen Chat nutzen könnt. Das ist kostenlos und gilt bundesweit.

Das sagt der Spieler: Der Spieler sagt (via twitter), es kam zu einer langen Pause im Spiel und die Jungs und er hätten miteinander gesprochen und ein wenig auf der Map herumgekritzelt. Als man erkannt habe, was er da wirklich gezeichnet hat, habe man rasch versucht, es zu überdecken.

Er wollte damit niemanden verletzen. Es sei aus Versehen passiert. Er wünsche allen Frieden.

Der Krieg in der Ukraine streift immer wieder Themen, die mit dem Gaming zu tun haben:

Escape from Tarkov: 230.000 sehen bewegendes Video, wie ein Twitch-Streamer vorm Krieg flieht

Quelle(n): kotaku
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