World of Warcraft, Hearthstone, Overwatch – Die Highlights der Blizzcon 2014

Die Blizzcon 2014 in Anaheim ist vorüber. Es ging unter anderem um World of Warcraft, Hearthstone, Heroes of the Storm und die neue Franchise Overwatch – die erste neue IP Blizzards seit 17 Jahren. Zweifellos: Für die Fans der Spieleschmiede Blizzard geht eine ereignisreiche Zeit vorüber. Unsere Autorin Cortyn fasst ihre Eindrücke zusammen. 

Die BlizzCon liegt nun drei Tage hinter uns und ich hatte genug Zeit, das Ganze ein wenig sacken zu lassen, um nun in aller Ruhe noch einmal die Highlights zusammenzufassen. Ich habe beim ersten Mal versucht, das halbwegs neutral zu gestalten – ist mir nicht gelungen, von daher müsst ihr nun damit leben, dass ich jedes Mal meine eigene Meinung mehr als deutlich hinzugefügt habe.

HearthStone – 120 neue Karten im Dezember

Hearthstone: Goblins gegen Gnome

Das virtuelle Kartenspiel „Hearthstone“ bekommt seine nächste große Erweiterung namens „Goblins VS Gnomes“ . Gut, sind wir ehrlich: Mit einer Ankündigung hat jeder gerechnet. Was aber niemand erwartet hat, ist, dass dieses Addon schon nächsten Monat live geht und satte 120 neue Karten umfassen wird! Thematisch wird sich alles um die namensgebenden Völker und deren Erfindungen drehen, die das aktuelle Meta wohl komplett über den Haufen werfen werden. Viele Karten haben neue Mechaniken, wie etwa das Verteilen eines zufälligen Buffs an alle Verbündeten. Auch ein neuer Minion-Typ wird eingeführt, die „Mechs“ – und diese interagieren miteinander in vielen interessanten Wegen, es ist also davon auszugehen, dass es viele, viele neue Decks geben wird.

Am besten gefällt mir persönlich die Zusage, dass die neuen Karten genau so einfach zu bekommen sein werden, wie die alten – über die Arena und für jeweils 100 Gold. Wer noch (wie ich!) eine Menge arkanen Staub auf der hohen Kante hat, kann sie sich sogar craften.

Heroes of the Storm – Neue Helden und Closed Beta

Heroes of the Storm Wallpaper

Ich muss gestehen, die Tatsache, dass scheinbar jeder inzwischen einen Alpha-Key für „Heroes of the Storm“ hat, außer mir, hat mir für dieses Spiel schon einen kleinen Dämpfer verpasst. Nachdem das gesagt ist, bin ich trotzdem der Meinung, dass dort ein recht gutes Spiel auf uns zukommt, auch wenn es sich deutlich langsamer spielt als beispielsweise andere MOBAs wie „Smite„. Vor allem die vielen Blizzardcharaktere werden dem Spiel ihren ganz eigenen Charme geben, aber das ist auch bitter nötig, um auf dem übersättigten Markt eine passende Lücke zu finden. Die neuen Helden wie Jaina und Sylvanas sehen großartig aus und versprechen eine Menge Spaß – besonders gefallen hat mir die Ankündigung der „Lost Vikings“ als spielbare Charaktere – ein Tribut an Blizzards Vergangenheit. Diese Spieleschmiede liebt einfach alle ihre Machwerke und das nicht nur, weil sie eine Menge Geld einbringen und in solchen liebenswerten Kleinigkeiten wird das immer wieder deutlich.

Für den Februar des kommenden Jahres plant man nun die Closed Beta zu starten – Ich muss leider gestehen, dass mich der Hype bei diesem Spiel noch nicht so gepackt hat, aber die Damen und Herren haben ja auch noch etwas Zeit, um dieses Feuer in mir zu entfachen.

World of Warcraft – Nichts großes, aber viele Fragen

World of Warcraft - Azshara

Die großen Ankündigungen für „WoW“ blieben natürlich ein wenig aus – aber was hatte man auch erwartet? Das Addon kommt in wenigen Tagen, alle Details darüber sind weitestgehend bekannt. Natürlich hatten insgeheim einige Leute auf irgendeinen großen Kracher aus dem Warcraft-Universum gehofft, wurde doch kurz zuvor der Name „Eye of Azshara“ gesichert. Vertröstet wurden die Fans dann aber mit einer sehr interessanten Dokumentation sowie einigen interessanten Veranstaltungen, bei denen zum Beispiel die Entstehung des Cinematics gezeigt wurde.

Aber auch bei der allgemeinen Fragestunde gab es ein paar Lichtblicke für die Zukunft: So arbeitet man derweil an einem neuen Konzept, die ganzen alten Rüstungssets in „Sammlungen“ speichern zu können, damit sie nicht länger die Leerenbank überfüllen – natürlich gab es noch kein Releasedatum für diese Pläne, die Fans freute es aber trotzdem. Viele Fragen wurden diesmal leider mit Albernheiten beantwortet – gerade die Lorefragen, wobei mich das natürlich doppelt ärgert, aber auch verstehen kann, dass man sich nicht für alles eine Antwort aus der Nase ziehen kann.

Overwatch – Neues Spiel, neues Genre, neuer Hype

Overwatch Widowmaker Screenshot 2

Hach, was bin ich wieder gehyped. Da haben sie doch eiskalt ein neues Spiel angekündigt und das in einem Genre, welches Blizzard bisher überhaupt nicht angetastet hat (wenn man von dem eingestellten „StarCraft: Ghost“ mal absieht). „Overwatch“ heißt das neuste Machwerk und ist ein Teamshooter in Comicgrafik.
Besonders gefällt mir der gedankliche Ansatz, dass auch Leute ohne Shootererfahrung gut in das Spiel passen sollen – denn die Fähigkeiten der Helden sind weitaus wichtiger, als nur das genaue Zielen mit dem Fadenkreuz. Die Leute, mit denen ich sprechen konnte und die das Glück hatten, das Spiel auf der BlizzCon anzutesten, waren durch die Bank weg begeistert – selbst absolute Shootergegner haben sich in „Overwatch“ verliebt und fiebern schon jetzt einem Alpha- oder Betatest entgegen.

Der einzige Kritikpunkt, der mir wirklich auffällt, ist der Mangel an Hintergrundgeschichte, der innerhalb der Spielwelt vermittelt wird – das ist nämlich quasi nicht existent. Jegliches Hintergrundwissen wird über „externe“ Quellen, wie etwa Websites oder mögliche Bücher und Kurzfilme erzählt und das finde ich schade. Wenn Blizzard in meinen Augen eines immer nahezu perfekt beherrscht, dann war es das Erzählen von Geschichten innerhalb ihrer Spiele. Dies nun von vorneherein mehr oder minder komplett auszuschließen, macht mich ein wenig traurig. So traurig, dass es darum am Mittwoch gehen wird.

Der „Warcraft“-Film

Der Film mit dem treffenden Titel „Warcraft“ ist nun seit fast acht Jahren in Planung, doch geht es auf die Zielgeraden zu: Die Dreharbeiten sind abgeschlossen, von jetzt an werden nur noch die Spezialeffekte eingefügt. „Nur noch“ ist natürlich relativ zu sehen, da der Film den Sprung in die weltweiten Kinos erst im März 2016 schaffen wird. Nachvollziehbar wird das Ganze aber, wenn man hört, dass die Spezialeffekte eine Mischung aus „Avatar“ und „Der Herr der Ringe“ sein werden – also in der Theorie genau das, was sich Fans seit Jahren wünschen. Auch einige der Schauspieler betonten auf der Messe „Wir sind Warcraftfans, mit Leib und Seele. Ich habe über 500 Tage Spielzeit – ich liebe diese Welt. Ich will nicht die Person sein, von der es nachher heißt „Du hast Warcraft ruiniert!“.

Warcraft Film

Spieleverfilmungen waren bisher immer ein kontroverses Thema, ist es doch bisher kaum einem Regisseur gelungen, die Erwartungen der Fans zu erfüllen oder mehr als einen stumpfen Actionfilm mit explodierenden Köpfen zu erstellen. Besucher vor Ort konnten einen sehr kurzen Trailer des Filmes sehen und hier sind die Meinungen wieder eindeutig: Es wird der Oberhammer. Ich habe Vertrauen in diese Leute. Der Film wird die Möglichkeit, allen Videospielmuffeln zu zeigen, was für eine tolle Welt Blizzard geschafft hat. Sie können es gar nicht vergeigen. Sie dürfen es nicht.

… und der „kleine“ Warcraft-Film

Viele haben sich im Vorfeld auf die knapp einstündige Reportage „WoW: Looking for Group“ gefreut und das war bei Weitem keine verschwendete Energie. Das Video lässt einen richtig sentimental werden (und das auf die positivste Art und Weise, die ich mir vorstellen kann) und zeigt wunderbar den Werdegang von World of Warcraft, den Entwicklern und auch seinen Spielern. Es zeigt, was für eine Auswirkung dieses Spiel auf viele von uns hatte und was für einen bedeutsamen Aspekt unseres Lebens es ausmachte – und es für viele noch heute tut. Es ist mehr als „einfach nur ein Spiel“, es ist eine soziale Komponente und viele meiner Freunde hätte ich heute wohl nicht, wenn Blizzard dieses Spiel nicht entwickelt hätte. Besonders berührt hat mich der Satz einer Spielerin, die im Groben sagt: „Bekannte aus WoW sind mehr als nur Fremde… über viele Jahre hinweg sind sie Freunde geworden – nein – eigentlich sogar Familie.“ Hätte ich dieses Video vor zehn Jahren meinen Eltern zeigen können… vieles wäre deutlich einfacher gewesen!

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