Destiny 2: Bungie erzählt stolz, wie schon vorm Start alles schief ging und sie sich durchmogelten

Zum 7. Geburtstag der Spiele-Reihe Destiny erzählt das Studio Bungie aus frühen Tagen. So gab es bei der E3 2013 einen katastrophalen Fehler, den man aber einigermaßen überspielen konnte. Für Bungie ein Zeichen, wie Destiny in den Jahren danach erfolgreich sein würden: durch Sturheit und Vorbereitung.

Was ging damals schief?

  • Auf der E3 2013 wollte Bungie eine große Gameplay-Präsentation aus Destiny 1 zeigen. Geplant war, dass der damalige Autor Joe Staten und Jason Jones, einer der Gründer von Bungie, live vor Millionen-Publikum einen vorher minutiös geprobten Lauf durch Destiny 1 abliefern. Der sollte im Rahmen der Sony-PK passieren, der größten Pressekonferenz der E3.
  • Doch ein Techniker hatte unter der Bühne versehentlich die Verbindung des Monitors von Jones getrennt: Der konnte also gar nicht mehr sehen, was er überhaupt spielte. Ein HDMI-Kabel war kaputt gegangen.
  • Es sah also so aus, als würde die riesige Ankündigung von Destiny zu einem völligen Flop werden, weil einer der Präsentatoren gar nicht sehen konnte, was er spielt. Obwohl sie die Präsentation zig Mal durchgespielt hatten und bei den Proben alles funktionierte, drohte die Premiere nun zu scheitern.

Ungefähr bei 2 Minuten im Trailer taucht der Hüter von Jason Jones auf, der zu dem Zeitpunkt blind spielen muss:

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“Ein Mann down” als geheimer Code für die Techniker

So hat Bungie die Nummer gerettet: Schon bei 2:20 Minuten in der mittlerweile legendären GamePlay-Präsentation sagte Joe Staten: „Leider haben wir einen Mann down“. Das war ein Zeichen an die Techniker von Bungie: „Irgendwas ist hier schief gelaufen, spielt das Video ab.“

An der Stelle hört man auch, wie Jones etwas nervös lacht, und zu Staten läuft, der ihn mit „Ich wusste, du schaffst es“ begrüßt.

Bungie sagt: In den Sekunden danach gelang es den Technikern unbemerkt auf ein aufgezeichnetes Video umzuschalten und ab dann lief eine Aufzeichnung. Jones und Staten taten nur noch so, als würden sie Destiny spielen. In Wirklichkeit kam das vom Band.

Laut Bungie habe der Wechsel von live auf Aufzeichnung für die Zuschauer nur wie ein „langer Ladescreen“ gewirkt. Niemandem sei das aufgefallen.

Harte Arbeit, Vorbereitung und Sturheit als Erfolgsformel

So sieht Bungie den Vorfall: Für Bungie ist dieser Vorfall ein Zeichen, dass „vielleicht nicht alles immer nach dem perfekten Plan läuft, aber harte Arbeit, Vorbereitung und Sturheit würden die Spiele-Reihe am Ende nach vorne bringen.“

Destiny: Insider erklären, warum die Story bei Release so furchtbar war

So kann man das auch sehen: Was hier wie „lustiges Improvisieren“ wirkt, war nicht der einzige Patzer, den sich Bungie 2013 erlaubte. Das wurde später aus Insider-Berichten bekannt.

Der Held der E3-Präsentation, Joe Staten, hatte die Story von Destiny 1 geschrieben. Die Führung von Bungie war mit der Story aber so unzufrieden, dass man sie kurz vorm Release zerhäckselte und die Teile neu zusammensetzte, wodurch die Story an vielen Stellen willkürlich und unsinnig wirkte.

Der Satz „Ich habe nicht Mal Zeit zu erklären, warum ich keine Zeit für Erklärungen habe“ ist mittlerweile legendär. Bungie hatte eine Figur, die in der ursprünglichen Version eine größere Rolle spielte, als „Fremde“ für eine einzige Szene in Destiny 1 gepackt, weil man die Animationen der Figur eben schon fertig hatte. Daher tauchte “Die Fremde” in einer Schlüssel-Szene von Destiny 1 auf und brachte die Handlung entscheidend voran.

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Eine legendär rätselhafte Szene aus Destiny 1.

Fans fragten sich, woher diese Figur kam, wer sie war, welche Rolle sie wohl in der Zukunft von Destiny spielte. Doch „Die Fremde“ spielte jahrelang in Destiny überhaupt keine Rolle ein, nur in dieser eine Szene.

Auch wenn der fliegende Wechsel bei der E3 keinem im Publikum auffiel, den Story-Reboot merkten nachher alle.

Der Hang dazu, dass die perfekten Pläne bei Destiny schiefgingen, setzte sich später bei Destiny 2 fort. Die verhältnismäßig geringe Qualität des Endgames von Destiny 2 hatte einen Grund, der sich nicht so einfach mit einem Code-Wort und einem Video vom Band überspielen ließ:

Ein Reboot entschied wohl das Schicksal von Destiny 2

Quelle(n): bungie
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Sleeping-Ex

Bungie arbeitet so wie ich zu meiner Schulzeit:
Einen Tag vor der Deadline fällt einem plötzlich auf das noch etwas vorbereitet werden muss. Also wird sich ein Six Pack Red Bull in die Figur geschüttet, irgendwas zusammengeschustert, um dann am nächsten Tag bei absoluter Ahnungslosigkeit unverhältnismäßig selbstsicher aufzutreten – und eine 2+ zu kassieren.

KingK

Das muss ich mir nachher mal anschauen 😂

Und die Fremde… Das waren noch Zeiten. Ich hab die Story nicht verstanden, ich hab das mit den Marken nicht verstanden, aber ich habe fleißig wochenlang weitergeballert, ohne groß voran zu kommen, weil ich das Game trotzdem geliebt habe. Naja und so habe ich auch mein mmo gefunden. Gerd hat uns hier ordentlich Licht ins Dunkel gebracht und die Spieler der ersten Stunde an die Hand genommen 😉

Und dann kam Destiny 2. Die mit Abstand dunkelste Stunde im Destiny Universum. Wenn ich an diese Zeit zurückdenke, oh je. Alles bunt, alles einheitlich, zähe PvP Matches mit langweiligen Waffen, ein goldener Raid und die blöden Kabale.

Und doch haben sie auch dieses Ruder wieder herumgerissen ✌️

Klabauter

Wer kennt solche Situationen nicht? Ist ja gut gegangen. 🙂
Die neue Season find ich super bisher. Was Trials betrifft haben sie sich die Kritik der Community zu Herzen genommen und geliefert. Wenn demnächst auch noch Freelance kommt kann ich jetzt schon kaum das Wochenende abwarten. Laut TrialsReport ist es das WE mit den meisten Trials Spielern überhaupt. Es gibt Kritik, wie gegen 3Stacks zu spielen als Singleplayer aber sonst ist es echt super. Shattered Realm hat mich auch überzeugt. Bravo Bungie. Weiter so.

Zuletzt bearbeitet vor 2 Monaten von Klabauter
tom

Das war mir klar das bei denen einiges schief gelaufen ist nicht nur bei der Präsentation…

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