Destiny 2: Auserwählte wissen, wie es weitergeht – Tragen aber Maulkorb
"Ich weiß was. Ich weiß was."

Konkrete Details von Inhalten des kürzlich durch Bungie abgehaltenen Community-Gipfels sind noch Mangelware. Eingeweihte Teilnehmer äußern sich aufgrund eines verhängten Embargos nur vage zur Zukunft von Destiny 2. Doch genau das kann ihnen zum Verhängnis werden. Eine missverstandene Äußerung eines bekannten YouTubers zeigt, in was für einer schweren Situation sich die Community-Vertreter aktuell befinden.

Vor Kurzem ging der zweitägige Community-Gipfel zu Ende. Dort diskutierten die Macher von Destiny 2 und erlesene Vertreter der Community über bevorstehende Inhalte und die künftige Ausrichtung des Spiels. Die mittlerweile müden und enttäuschten Fans setzen die letzten Reste ihrer Hoffnung daran, dass nun die Weichen für die Zukunft von Destiny 2 entscheidend gestellt wurden.Destiny 2 Guardians

Denn selbst für die treusten Hüter stellt die große Herbsterweiterung für Destiny 2 Bungies letzte Chance dar, das Spiel noch in richtige Bahnen zu lenken. Das bringt die Gipfelteilnehmer nun in eine prekäre Situation: Als wenige Normalsterbliche wissen sie nun, wie es um die Zukunft von Destiny 2 bestellt ist. Die gesamte Community hängt deshalb an ihren Lippen.

Doch jedes ihrer knappen Worte wird auf die Goldwaage gelegt.

Auch lassen ihre vagen Äußerungen viel Spielraum für eigene Interpretationen der Fans. Diese hören jedoch oft nur das, was sie hören möchten.destiny 2 cayde 6

Bekannter YouTuber muss sich bereits öffentlich rechtfertigen

So erzählte der bekannte YouTuber KingGothalion in einem kürzlichen Stream von seinem Gespräch mit Bungies Community Manager DeeJ während des Gipfels. Dabei soll Gothalion erwähnt haben, wie viele Mitarbeiter am Content für Destiny 2 arbeiten.

Nur wenige Stunden später war auf Reddit bereits zu lesen: Der überwiegende Großteil der Bungie-Mitarbeiter soll nun von ihren aktuellen Aufgaben abgezogen und als zusätzliche Verstärkung für das aktive Team mit den Arbeiten an Destiny 2 betraut worden sein. 

Der Verfasser des Posts beharrt immer noch darauf, dass Gothalion genau das gesagt haben soll. Das Video des YouTubers, welches er zum Nachweis verlinkt hatte, ist jedoch nicht mehr abrufbar und wurde offenbar gelöscht – vermutlich, um potentielle Probleme mit dem noch geltenden Embargo zu vermeiden.

Ob diese Äußerung nun also tatsächlich so oder in ähnlicher Form gefallen ist, lässt sich nicht mehr mit Sicherheit sagen. Gothalion selbst bestreitet diese Aussage zumindest und rechtfertigt sich öffentlich auf Twitter.

Seinen Worten zufolge hat er lediglich darüber gesprochen, wieviele Mitarbeiter bei Bungie am Content für Destiny 2 arbeiten und nicht nur am nächsten großen Ding sitzen. Das hätten einige Fans wohl falsch ausgelegt. Es sei in dieser Situation nicht einfach, die richtigen Worte zu finden und die Leute sollten da nicht zu viel hineininterpretieren.

Auserwählt sein ist nicht einfach

Wer nun schlussendlich Recht hat, ist nebensächlich.

Vielmehr zeigen solche Situationen, dass die Rolle des Auserwählten nicht nur Vorteile und Lorbeeren mit sich bringt. Die nun eingeweihten Community-Vertreter stehen enorm unter Druck und bewegen sich auf einem äußerst schmalen Grat zwischen Bungie, das sie mit Informationen versorgt, und der Community, die sie letzten Endes repräsentieren und bei Laune halten müssen.

Zum Einen sind sie dem Studio nun in einem gewissen Rahmen verpflichtet und müssen sich strikt an das verhängte Informations-Embargo halten. Als wenige Personen außerhalb des Studios wissen sie jetzt dank Bungie um die Zukunft von Destiny 2.

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Zum anderen bergen ihre nur im beschränkten Rahmen möglichen Äußerungen jedoch auch eventuelle Unannehmlichkeiten und enormes Konfliktpotential. Durch Situationen, wie die von Gothalion, können es sich die Beteiligten sowohl mit der Community und ihren eigenen Fans als auch mit Bungie schnell verscherzen.

Geben sie zu viel Preis, droht Ärger mit Bungie. Äußern sie sich nur vage, lässt das zu viel Raum für Fan-Interpretationen. Rudert man in solch einem Fall nun zurück oder versucht sich rauszuwinden, kann das in einem enormen Glaubwürdigkeits- und Anhänger-Verlust resultieren. So kann schnell auch die eigene Existenz auf dem Spiel stehen.

Auch, wenn das viele Fans sicherlich anders sehen – die Gipfel-Teilnehmer sind um ihre aktuelle Lage nicht zu beneiden – und das wohl für die nächsten 4 Monate.

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Noch lebt die Hoffnung der Fans

Die allgemeine Ausgangslage nach dem Community-Gipfel ist jedoch gut. Die meisten Fans zeigen Verständnis für die noch knappen Worte der Teilnehmer, blicken durch deren Äußerungen aktuell aber wieder etwas hoffnungsvoller auf die Zukunft von Destiny 2.

Denn das grundlegende Fazit der Gipfelteilnehmer gibt den Fans tatsächlich einigen Grund zur Hoffnung. Die Community-Vertreter sind sich nach dem Gipfel einig – sollte Bungie das Feedback und die eigenen Vorhaben wie beim Treffen besprochen für den Herbst umsetzen, dann wird das mit großer Sicherheit der Wendepunkt für das angeschlagene Spiel.

Auch Bungie gibt sich kämpferisch. Ein aktueller Tweet vom Game Director Chris Barrett, der nicht unbedngt dafür bekannt ist, mit leeren Worten um sich zu schmeißen, deutet an, dass Bungie einiges dafür tut, um sich im Herbst mit den Fans zu versöhnen. Dieser zitiert dabei aus den Books of Sorrow: „Und wenn ich scheitere, dann werft mich dem Leviathan in der Tiefe zum Fraß vor.“

Wie seht Ihr diese Angelegenheit? Würdet Ihr gerne mit einem Gipfelteilnehmer die Plätze tauschen?


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Quelle(n): DTG on Reddit
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