Wenn ein Spieler im Jahr 2025 für sich entscheidet, das Genre der MMORPGs auszuprobieren und unter der Vielzahl an Vertretern das für ihn perfekte Online-Rollenspiel zu finden … bei welchem Spiel landet er am Ende wohl?
Wie ist die Ausgangssituation? Wer im Jahr 2025 erstmals ins Genre der MMORPGs eintauchen möchte, befindet sich in einer schwierigen Situation:
- Neue oder relativ neue Online-Rollenspiele, die begeistern können und in denen man gemeinsam mit vielen anderen die Regeln und Systeme erlernen kann, gibt es nicht. Viele der jüngeren Genre-Vertreter enttäuschen oder besitzen klare Schwächen.
- Die besten aktuellen MMORPGs haben durch die Bank schon viele Jahre auf dem Buckel, entsprechend viele Inhalte gibt es, entsprechend erschlagend fällt oftmals der Einstieg aus.
- Zu den Besten der Besten gesellen sich unfassbar viele gute bis schlechte MMORPGs, die oftmals auch noch in verschiedenen Versionen (Modern, Classic, Hardcore und so weiter) zur Verfügung stehen.
- Viele der aktuell spannendsten MMORPGs der Zukunft erscheinen erst in ein, zwei, drei oder noch mehr Jahren.
Es gibt also jede Menge Optionen, doch keine richtig guten aus der jüngeren Vergangenheit. Die Chance auf eine frustrierende Ersterfahrung ist hoch. Irgendwann das perfekte Online-Rollenspiel für sich zu finden, dürfte oftmals eine hohe Zeitinvestition erfordern.
Die MeinMMO-Community hat die besten MMORPGs aller Zeiten gewählt:
Ein Spieler hat den Einstieg dennoch gewagt: Auf Reddit erklärt Electronic_Major_826, dass er 28 Jahre alt ist und bereits sein ganzes Leben lang Games zockt. Mit MMORPGs hatte er bis vor kurzer Zeit jedoch noch keine Berührungspunkte. Das wollte der Spieler aber ändern, um ein Online-Rollenspiel zu finden, in das er für lange Zeit so richtig eintauchen kann.
Dafür probierte Electronic_Major_826 satte 14 MMORPGs aus, plus Warframe, Path of Exile 2 und Last Epoch. Er spielte aber offenbar nicht nur, sondern schaute auch unzählige Videos, studierte die jeweiligen Endgame-Erfahrungen, suchte Infos zu aktuellen Spielerzahlen, der Historie, kommenden Updates und mehr. Am Ende hatte er einen klaren Favoriten.
Für jeden Geschmack das richtige MMORPG?
Welche MMORPGs sind durchgefallen? Electronic_Major_826 erklärt in seinem Post, warum ihn die meisten Genre-Vertreter nicht überzeugen konnten:
- Black Desert und Final Fantasy XIV: Der visuelle Art-Style der beiden MMORPGs gefällt dem Spieler nicht.
- Guild Wars 2: Die Spielerfahrung fühlte sich zu monoton an, das Endgame besitzt einen zu geringen Fokus auf Dungeons und grindige Inhalte. Electronic_Major_826 möchte eine vertikale Progression.
- Eve Online: Das ganze SciFi-Setting rund um das Steuern eines Raumschiffes war nicht das, was Electronic_Major_826 spielen wollte.
- Albion Online: Die Iso-Perspektive und der große Fokus aufs Handwerk schreckten ab.
- Lost Ark: Ebenfalls Iso-Perspektive, und „es klickte einfach nicht“.
- Elder Scrolls Online: Hier gilt auch, dass Electronic_Major_826 eine vertikale Charakterprogression bevorzugt. Zudem schreckte der Art-Style ab.
- New World machte einen guten Ersteindruck, doch hatte Electronic_Major_826 die Kritik am fehlenden Endgame vernommen. Dabei hat sich diesbezüglich erst jetzt einiges in Aeternum verbessert.
Außerdem durchgefallen sind bei Electronic_Major_826: Old School RuneScape, Neverwinter, Throne and Liberty, Star Wars: The Old Republic und Herr der Ringe Online.
Welches MMORPG konnte überzeugen? Am Ende ließ der große Platzhirsch mal wieder die Muskeln spielen und gewann das Buhlen um den Genre-Neuling. Die Rede ist natürlich von World of Warcraft. Electronic_Major_826 erklärt in seinem Beitrag:
WoW ist einfach perfekt. […] Ich bin ein neuer Spieler, der es einfach liebt, wie sich das Spiel anfühlt und spielt, und ich bin freue mich sehr darauf, durch die verschiedenen Bereiche zu spielen und die Raids und Dungeons zu erleben.
Electronic_Major_826 auf Reddit
Wie reagiert die Community darauf? Einige freuen sich, dass Electronic_Major_826 bei seiner Suche am Ende fündig geworden ist. Andere teilen ihre Ersterfahrungen mit dem Genre oder bestimmten Spielen.
- Randomnesse schreibt auf Reddit: „Leute, die etwas finden, das sie einfach genießen können, ist cool.“
- Yarusenai erklärt auf Reddit: „Ich habe versucht, als neuer Spieler in WoW einzusteigen, aber die Geschichte ist einfach zu unzusammenhängend. Normalerweise interessiert mich die Story in einem MMO nicht besonders (abgesehen von FFXIV), aber hier ergibt sie zeitlich überhaupt keinen Sinn, weil man ohne Erklärung mitten in eine zwei Jahrzehnte lange Geschichte hineingeworfen wird.“
- zonearc versteht die Wahl (Quelle: Reddit): „Das Dungeon-Spiel von WoW ist ohne Zweifel das beste. Kein anderes Spiel kommt an seine Mythics heran. Das Spiel hat zwar andere Schwächen, aber das ist eine große Stärke.“
- NoNet5188 hat auf Reddit einen aktuellen Tipp: „Wenn du wirklich nur auf der Suche nach Dungeons und Raids bist, schau dir doch mal die Fellowship an.“
Fellowship ist zwar ein Koop-Abenteuer und kein waschechtes MMORPG, doch setzt es einen starken Fokus auf die Dungeon-Erfahrung von Online-Rollenspielen. Der Early Access steht auf Steam am 16. Oktober auf dem Programm. Mehr Infos erfahrt ihr hier: Neues Koop-Spiel auf Steam bringt das Endgame aus MMORPGs ohne langweiligen Grind, begeistert Fans kurz vor dem Start mit neuem Trailer
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Gibt halt fast kein anderes MMO, wo es um das GS geht.
Das was Major826 sagt sehe ich erstaunlicherweise ähnlich. Wobei ich sagen würde WoW profitiert quasi von der Schwäche der anderen. Entwicklungen finden derzeit zb nur im Asia und Indie Bereich statt. Allerdings spiel ich aktuell trotzdem nicht retail. 😉
WoW hat klar die besten Dungeons und Raids, für mich kam da nur SWToR zu seiner Blütezeit mal heran. Jedes MMO hat so seine stärken und schwächen und ich finde es schwer sich nur für eines zu entscheiden, daher hüpfe ich alle paar Monate weiter. So hat man auch immer etwas zu tun wenn man mal wieder zurück kommt, ohne zuvor Monate Hirnlos zu grinden.
WoW Raids sind eigentlich recht eintönig aufgebaut, Boss Boss Boss und das als Arena. Rift zb Hammerknell Fortress ist abwechslungsreicher als was ich bei WoW gesehen habe und die GW1 Elitegebiete schlagen alles.
Der Vorteil von WoW, was ich auch seit Jahren sage sind die Schwierigkeitsabstufungen M+ , LFR, NM, HC, Myth. Dabei ist das das einfachste was man technisch machen kann, wo ich mich dann immer frage wieso haben das die anderen nicht.
Die Darstellung finde ich jetzt etwas überspitzt. Natürlich ähneln sich viele Boss nach einer Zeit, aber so gibt es doch immer mal wieder Begegnungen die einzigartig in Erinnerung bleiben. Die Phase 2 bei Sylvanas z.B. hat ja nichts mit “Arena” zu tun, oder der Luftschiffkampf in ICC. Rift selber hatte aber auch genug Arena kämpfe, und ich behaupte mal das 90% der Boss in allen MMOs so verlaufen, wenn nicht sogar mehr. Spontan fallen mir die World Events in GW2 ein die dort deutlich mehr Abwechslung bringen, aber das sind halt keine Raids im klassischem Sinne.
Die Abstufungen gibt es z.B. noch in SWToR. Die gehen sogar noch weiter wie ich finde und sorgen dafür das alle Raids seit Release relevant sind, in dem diese an die aktuelle max. Stufe des Spiels angepasst werden.
Wollte damit auch nicht sagen das die WoW Raids schlecht wären. Nur weil du meintest das sind die besten. Da meinte ich, da gibts interessanteres.
Stimmt ICC insgesamt ragt da heraus.
SWTOR hatte mich die Grafik und das Handling abgeschreckt, von daher kenn ichs nicht. Aber wenn alle Raids relevant bleiben find ich gut. FF14 hat auch so Mechaniken das alle Instanzen weitergespielt werden durch die Runterskalierung.